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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Zcycuocu Buchö/Anderer Theil/ Seidenwurme.

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Blätter den Würmen ungesund; Etliche wollen/ m«n i Mo auch das Maulbeer-Laub / das geel und bes»ll sie nie gleich fürgeben / sondern vor zwölffoder vier- 5 mackelt / oder welches gleich am Stamm ausschlägt /zehenStunden liegen lassen; hält aber das Regenwet- oder am marassigen / sümpfigen Orten / oder gar imterilang an / daß man das Laub ausNoth naß sammlen Schatten wachset/ist nicht gut; so israuchdas Laub vonmuß/ sonderlich zur Zeit/wann sie überflüssig müssen zu denen Bäumen vielkrässtiger/daran keine/ oder dochessen haben/ (dann wann sie schlaffen/ ist diese Vorsor- gar wenig Mauibeer stehen; die Laubklauber sollen diege unnöthig )so muß man auch vorher / ehe man das Blätter mir der Hand frey bald hier/bald dort/Hand-Laub sammlet!/ die Bäume und Aeste/ so viel möglich/ vollsweise gemächlich / ohne Anziehung der Aeste / ab-schütteln / damit die meiste Nasse davon abfalle: dar- ^ nehmen/und seibtge m den Sack oder Korb/ den sie vornach muß man die Blätter in Körben/und nicht in sich haben/fallen lassen/oder eineHand voll nach deran-Säcken heimtragen ' sie aufStroh-oderRohr-Decken dern zusammen fassen/ und sacht hinein legen lind nichtausbreiten / und durch die Lusst austrocknen lassen / den jeiugen nachfolgen / die die Aeste mit Gewalt anoderwann Hungersnoth vorhanden / mußman/ so sich ziehen/und sö-ier die Helffte der Blatter damit ver-viel als denselben Tage zur Speise nöthig'/ mit reinen ^ derben/daß sie nachmals/ theils wegen des unannehm-warmen Tüchern abtrocknen / sie zwischen zwey Tisch- lich en Geschmacks / den die Blätter durch die Zerstos-

tücher oderLaylachern die bey einerGlutfein gewarmetsind wol rütteln/V-nti>>ren und bewegen/daß dseFeuch-tigkeil sich ausziehe / sollst trocknet die Nässen ebensobald/wanns an der Lusst geschwungen wird / oder manlegt sie aufLeylacher / fein dünn und weit auseinander /in dieZimmer/ theils trisstern sie also in der Lusst auf ei-nem Tuch / werffen sie in die Höhe/ und fangen sie wie-der/biß sie trocken sind.

DasMaulbeer-Laub/ wann es übereinander erhi-tzet/oder/weil der Baum ander Strassen stehet/bestau-bet/ oder wann es nahend an einer Kuchen und Back-ofen stehet/ beräuchert wird / oder auch das Laub vonden Bäumen/die an einem feuchten Ort / oder nahendbey einem Bronnen/ oder Bach/ oder Fluß stehen / sindihnen zur Speise schädlich.

jung an den Aesten annehmen/theils weil sie davon ver-dorren/ und/ wegen des angehendenSafftes/denWür-men schaden / daß sie erkrancken / wie Heu llnaici mitmehrern davon erzehlet.

Es sollen aber io viel Maulbeerbäume seyn/ daß mansie nicht alle Aährli!' abblaten darss/ sondern aufs we-nigste die H.'lffte kan frev lassen / damit die abgemale-ten Bäume künffriges Jahr wiederum feyren mögen/deßwegen sie viucb m zwey oder gar indr-y gleicheThei-le zu unters eiden sind/ und damit Jahrlich nur von ei-nem allein genommen werde/ausser es sey ein Nothfall/oder es sey emeMGrathung/ daß man sie angreiffenmuß; die aufschlechren aerinqenGründen stehen/denenmuß man mit Dunaung/ Umgrabung und anderer gu-ten Wartung / wol pflegen/weil sie tMiachkrWsesLaub geben»

xx.

Wie das Maulbeerlaub zu erhalten.

Eil den Seidenwürmen (wie die meisteäutko-rc«. die davon geschrieben haben/ übereinkom-men) viel nützlicher das Laub/ welches schonvon ohngefähr zwölff oder fünffzehen Stunden/ja vorzwey gaiitzen Tagen/ qebrochen worden / als welchesnoch frisch erst vom Maulbeerbaum herkommt/ auchsich dieses Laub gar wol zwey oder dreyTage hallen las-set/und offt/langwühriges Regenwetter einfällt/dawi-der ihm ein kluger Hauswirth billich einen Vorratheinschassen solle: Als muß man/ wann man solches be-sorget/vorher in Schaffern/Butten/ oder Körben undBodingen von diesem Laub/ Provilion machen/ wel-ches/wann es anders an einem kühlen und lüfftigenOrtstehet/ und des Tages etlichmalaufgerühret und gerie-gelt wird / leicht aufzwey oder dreyTage frisch bleibet/wann mans nur nicht übereinander erhitzen lässt/ davondie Mühe vergeblich / und das Laub den Würmernhöchst-schadlich und verderblich ist; käme aber der Re-gen so plötzlich/ daß es unmöglich fiel/ die Blätter unbe-netzt zu erlangen/ so könte mans auf eine Lemwath in ei-nem lüfftigen Zimmer ausbreiten / oder (wie gesaat)wol schwingen / unterdessen aber / da die Würmer fri-scher Fütterung vonnöthen hatten / und da^ Laub nochnicht gar getrucknet wäre/ Km man reinlich (saat K! ns.zlnarä) den Seidenwürmern ihr La^er ausmisten/ undsie damit verweilen. DasMiulbeerlaub/ welches ansümpfigen und marasiigen Orten wächset / oder im

Schatten/ wohin die Sonne nicht streichen kan/ist denSeidenwürmern so wenig gesund / als nasse. Einguter Laubsammler wird daranerkennt / wenn er imLaub-brechen kein grossesGerausche mit denAesten ma-chet//und sie sacht in einem Sack oderButten leget/undsie durchaus nicht zusammen drücket. Daher muß derHausvatter vor allen Dingen acht haben / daß er sau-bere/ willige und des Handels verstandige Leute zumLaub-einbringen verordne; das vornehmste und noth-wendigste aber/ das die Laubsammler zubeobachten/(sagt erst-gemeldter äutko» ) und man es ihnen fleis-sig mjuoZiren und befehlen solle/ so wol zum Nutzen derBäum / als auch der Seidenwürme / ist dieses / daß sienicht Bauschweise und mit fester Hand das Laub mitGewalt abzerren / damit nicht ein alter Sprossen/nochein sch on jähriges Aestlein abgerissen werde/ und diesessoll ihnen vor allen angelegen seyn / weil sonsten darausvier Schaden entspringen: Erstlich / wird der Baum/ss mandie jährige Aestlein entzwey reisset/ verderbet;daher nur die neuesten Blätter / welche der Herbst wie-derum ersetzet / gemächlich abzubrechen. Zum andern/so wird/durch das gewaltsame Abreisten / das mehresteLaub zerknirschet / und zerdrückt werden. Zum drit,ten /' werden die Seidenwürme / durch die unter demLaub bleibende Knospen / verlebet/die/ wann sie es em-pfinden/ begeben sich unter ihr Läger / und beschädi-gen auch andere. VierdtenS / machen auch solche mit

dem