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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Zehenden Buchö / Anderer Theil / Setdenwürme.

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Veränderung und Wcchselungcn auszustehen / alsauch ihreSpmn-Arbeit zu verrichten/ einfassen und an-binden mögen.

Etliche machen diese Tafeln nur von gemeinen glatt,gehobelten Brettern/von leichtem Holtz ; andere hal-te»s für besser /daß man Tafeln von gespaltenen Rohrmache/ welche leicht hin - und wieder zu bringen, weil sieauch kühler sind als das Holtz; diese höltzcrne/ oder inHoltz eingefaste röhrene Taftin nun müssen Leistlein umund um haben / damit die Würme nicht so leicht zur Er,den abfallen tönen; man kan dieseTafein auch wv> vomRockenstroh verfertigen/ oder vom T-uch- Geröhrig/oder ausgespannter und an höltzerne Rahmen angena-gelter Leinwath / diese werden eine'von der andern ohn-gefehr eme halbe Elen hoch zwischen die Pfeiler einge-fasset/und liegen au »Latten/die zwischen denSeulen festeingebohrt und verschlagen, oder auf das allersichersteangebunden werden.

Etliche machen diese Stellen wol drey ^viertel odergar Elen hoch voneinander / daß man zur Spinn- Antauch höhere Gestreiche darauf richten möge/ dann solltedie Stangen nur eines halben Scbuhes hoch/wie Her:cjc Scrrcs will/voneinander stehen/würde für das Rei,ficht zu wenig Platz seyn / auch die Lufft nicht also zu ih-nen wähen können / so doch in ihrer Arbeit hoch vonnö-then; doch müssen die übereinander aufgestellte Tafelnnicht von einer Breiten , sondern die unterste beederseitsum vier Finger breiter / als die obige seyn / also/ daß diehöchste die schmaleste seye / darum wann etwann einWurm von der obern fallt / er nicht weiter / als aufdienächste gelangen / und nicht gar auf die Erden einen ho-hen Fall thun/ und darüber zerbörsten möge. ^

hindert wird. Die jenigen (fahrt erst-angeregter Au-thor weiter fort) die viel Scidenwüun / und m grosserMenge ziehen/aber kein eigenes und besondre Ort Var-zu haben / noch weniger ein ordentliches Gerüst zu ma-chen vermögen / nähren und erziehen die Scidenwüunin ihren Schlaffkammern. Gesimsen/ Kästen/aufBän-cken/ in den Truhen / aufBettstätten, aucb auf ebenerErden auf Brettern oder Flechten / ja auch m Körbenund an allen Orten, wo sie nur können / gerathen auchnicht weniger / als soiisten/ wann sie nur vor den Mau?sen/ Ameissen/Grillen/Schwalben/ Spatzen^ oder vorandern dergleichen Seidenwürm - Feinden / verwahreund sicher seynd.

Her: zZottino Q-Iio sagt / die unterste Tafel solldrey Eien -breit / die andere dritthalbe / die dritte zwey /und die letzte anderthalb Elen-breit seyn/die untersteaber und nächste daran duncken zwar etwas zu breit/so ist aber die Brcsiianische Elen nicht länger denn ,12.Unzen / und eine Unzen ist sie breit / als ohngefähr dritt-halb mittelmässtge zwerch Finger/ also,daß die Elen da-selbst um viel kurtzer ist / als unsere Teutsche Elen; diß,ist eine gewisse Regul/daß die breiteste Bretter also sol-len beschaffen seyn/daß e.n Mensch mit seiner Hand vonbeedenOrten leichtlich die Mitten erreichen könne.

Es muß aber keine Tafel die Wand anrühren/son-dern also stehen / daß mau beederseits darzu kommenkönne/sie müssen auch (wie gedacht) fest verwahret undstarck versichert seyn / damit nichts loß werden/ und ab»fallen möge/ welches die Seidenwürme zerquetschen /und den gantzen Handel verderben würde / daß manauch die Leitern/ ohneWancken und Wackeln/ (bey ih-nen zuzusehen) anlehnen dörsse.

Die Länge undHöhe dieser Stellen werden sowol/

Ein Stell - Gerüst / das vierzehn oder fünffzehenSchuhe-hoch ist/kan sechs Gestell-Theilung fassen/! nachdem man viel oder wenig Würme hat / oder nachdie Stellen überdeckt man mit Papier/wegen der Sau, > Beschaffenheit deß Zimmers/einaerichret. Der Fran-berkeit/denn das Papier trocknet auf/und ziehet alle tzösische Äuthorbefiehlet/ an statt der höltzernen Leisten/Feuchtigkeit an sich / wie der Frantzösische neusAuthorsaget/weil die Läden und Bretter nie so dicht aneinan-der bleiben / daß nicht die Würm sollten dazwischenkommen/so aber von dew darüber liegenden Papier ve».

nur Strshbauschen / ohngefehr eines Arms - dicke / zumachen; ists möglich/so soll das Hauß/ worinn man siehält/von allem grosse Geschälle/ Schreyen und Gepol,der (wie schon gemeldet) entfernet seyn.

cx?. xvni.

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M ihrem Marter und Mifscher.

O eigene Häuser zu dieser Arbeit aufgerichtetHnd / darzu man viel Leute halten muß/ da ist je-mand vonnöthen/der das Aufsehen habe / dersolle nun nicht allein an feiner selbst-eigenen Person, alsauch an seinen Untergebenen/die Reinigkeit vor allesbeobachten ; Morgens/ehe er sich zu ihnen nabet/wieHer: äs Lcrrcs will / soll er ein wenig Wein zu sich neh-men/weil ihnen dieser Geruch sehr lieb und angenehmist. Man muß sich hüten/so selten als möglich/sie nichtmit blossen Händen anzurühren/und wann es seyn mußsolches mit höchster Bescheidenheit verrichten ; alteLeute/ sonderlich die einen übelriechenden Athem haben/soll man nüchtern nie zu ihnen lassen / weil es ihnen / s»wel/al s aller Gestanck/ hefftig zu wider ist/ daher soll ernicht Jedermann lassen/nach Belieben/ ein - und ausge-hen/sondern dißfalls eine fleißige Obsorg tragen.

Man muß ihnen alle Tage rein auskehren/und dasFleh osst mit Wein Essig besprühen/ und mit Lavendel/Spicanard/Roßmarin/Quentel/ und dergleichen wol-riechenden Krautern / überstreuen/bißweilen auch vonWe»rauch / L-njoin, 8tor->x, und andern ihnen ange-nehmen Specien / räuchern / die man auf einer Glutmachen solle/dardurch bleiben sie bey gutem Lust/undstater Gesundheit/überstehen ibre Kranckhuten destoleichllicher/ und arbeiten desto besser/freudiger undan-habiger.

Die Tafeln/darauf sie wohnen/muß man offtermalsaussäubern und putzen / und sie nie zu lang aus einerleyBett liegen lassen/die man von vier zu vier Tagen wech-seln mag / und so osst sie ihren Schlaffund Abstreiffungder Haut geendet haben/ober wann es anfängt warmzu werden.

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