Zehendm Buchö/Anderer Theil / Setdmwürme. 479
Schaden thun/weil diese Arbeit inwendig in den Gän-1 gössen/auch an Pfäle angehcsstct scyn/daß sie die Win-ken jwische» den Bäumen/ohne Schaden des Gctrey- des-Stossenichr verrücken oder krümmen und gar bre-»des/kan verrichtet seyn / so müssen auch die m diesen chen mögen; woVieh darzu kan/inaq man sie mitDör
Gängen stehende Bäume/nach der Breiten / nichtsr->ie! gerade ein Baum gegen dem andern über/ son-dern zwischen zweyen Bäumen aus einer Seiten/wodieHelfftedes lahren 6p^,lu ist/ können allzeit die ausder andern Zeilen gestellte Baume gleichsam emen Tri-angel machen/dadurch sie sowol einander seibst/aiSauch dem Korn / weniger Schaden und Schatten ge-ben/können auch inwendig in dem Gang mit UmHa-cken und Dungen/ die ersten Jahr über/desto bequem-licher betreuet/und dardurch ihr Wachsthum befördertwerden; zudem gibt es einen schönen Spayiergang/a!-so/ daß der Her: desto öffter dahin sich begeben / undselbst/wo eines oder das andere vonnöthen/ zusthen undbestellen kan.
Wann der Ort/wohin die Psiantz-Baume bleiblichversetzt werden / wohl verwahrt und vor EmlauffdesViehes versichert ist/mag man die Bäume wol um einpaar Jahr eher aus ihrem Pstantz-Bette ausgraben/wo aber nicht/ müssen sie am Stamm s» hoch seyn/daßkein Th ier die Blätter erreichenkan. Bey der Ausgra-bung/die man im Herbst oder Frühling vornimmt/mußman keine Wurtzeln^erreissest/d/e Gruben mag manlang vorher» ziemlich weit und nicht gar zu tieffzuberei-ten/ schadet aber nicht/wann mans schon liesse?grabt/wann nur der Grund wieder mit guter Erden ausge,füllt wird/so mögen die Wurtzeln desto leichter eingreis-fen/ und sich in dem Grunde befestigen.
Die ersten Jahr ihrer Umsetzung/ müssen sie beywarmenWetterund trockenerZeittäglichzweymal de-
nen umwinden; das Reiben des Viehes abzukehren/!nutzet auch sehr/ wann man gewisse Vorbotten einesRegenwetters vor Augen hat/ daß man dieBäumlemumhauet/ und die Erde» umher aufrogelt.
Mas die Bäume anlangt/ die in deu Gründen undan den Wassern wachsen/(jagt ilnar^) wann sienur an der Sonnen stehen/sind den Würmern dennochzu ihrer Nahrung gut/ und nicht verwerssuch; so hatman auch den Vortheil / Saß man sie an den Ufern undGestatten der Wasser dicker tun zusammen setzen/ dochaiso / daß ihre Zweige einander nicht berühren / oder dieWurtztn / wann sie zu nahe stehen / einer dem andernHinderung geben mögen/ also / je mehr Raum undPlatz sie habm //e grösser und geschwinder kommen siezu Kräffcen. Es vermeldet auch besagter ämkor, daßdie Getrayd<r und Weingel-ürge nächst an und umerdiesen weissen Maulbeerbäumen / ungeachtet di« Erdemager und trocken / und diese Bäume sich sehrausbrei-ten/dannoch von ihrem Schatten keinen Schaden neh-men / sondern ihre Frucht reichlich hnfür bringen/ undwohlgerathen. Solches kan (sägt er ferner) nicht al-lem an unterschiedlichen Orten des Melschlandes/son-dernauch inFranckreich augenscheinlich gesehen wer-den /allwo die Bäume schier gar kein Erdreich haben/indem sie hart an den Mauren siehen / wenig Grundund die Stämme nahe beysammen/ nicht desto wenigerschön und trächtig sind/ wiewol man sie/ den ändert»Bäumen gleich/ mit AeH und Wartung nie so wohlversorget.
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Vom Gruben und Sencken.
As Gruben-Einlegen und Sencken verrichtetman also: Wo die Bäume bey der WurtzenNebenschüsse austreiben/ bieget man dieselbenfein sansst (daß sie nicht brechen) in die Erden/machteine Gruben / legt es ein/ und bedeckts/nnd steckt einenSteken darzu/damit man es nicht unvorsichtig zemme/es darff über z. oder 4. Finger hoch nicht ausgehen/die-se Arbeit kan in Herbst/ ehe die Kälte anfangt oder auchim Frühling/wann der Winter aufgehört/für dieHandgenommen seyn; wann das Zweiglein über sich aus- ^treibt/ mag mans an dem beystehenden Stecken seinsäuberlich anbinden / klllhier muß man das Begiessensonderlich nicht spahren/ wann es schon ohne diß schön ^und srech austmbt / die Ansehung und Einkeimung derWurtzen damit zu befördern. Von dem Stammenwerden sie nicht eher abgelöset / als biß man das andereJahr versichert ist/daß sie eigene Wurtzen getrieben ha-ben / deßwegen man wol die Erden gemachlich entblös-sen/ und Kundschasst davon einziehen kan/ am besten ist/man lasse sie gar 2. Jahr bey dem Mutter-Stammenbleiben/ dann weiter nicht zu besorgen/ daß sie demsel-ben mit allzuviel« Entziehung des Safftes schaden sol-len/ indem sie nunmehr ihre eigene Wurtzen haben/ da-mit sie der Erden Sasst ohne entgelt der Mutter zu sichziehen/und desto geschwinder aufwachsen mögen.
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Das Sencken und Einlegen der Maulbeer-Zweigegeschihet eben auf diese Weise/wie man die Bogen vonden Reben einzu.egeu pfleget. Man nimmt im Aus-wärts/indem derBaum in den Sasst tritt/ ein Achtem/welches (wie das Wienerische Büchlein will) vvrnenohngesahr zweyjahriges/und am Ort/da es abgeschnit,ten wird / siebenjähriges oderälters Holtz hat/so aberkrum und tnopfig seyn muß / damit / wanns nach derZwerchm die Erdengelegtwird/das junge Holtz geradenbersich wachse/das alte aber sich untersich ausbreite.Diese werden m die Grässten und Furchen ziemlich tieffeingelegt/ daß allein s. Trag-Aeuglein und Knöpfe her-aus blicken.
Ehe man sie aber in die Erden legt/ muß das dickesteOrt / tvelchesm den Grund kommet/gekrümmet/oderda es sich nicht biegen liesse / mit einem Messer Creutz-weise/ auf 4. oder 5. zwerch Finger tieff einwärts ein-geschnitten / und in die Spalten-Korn-oderHaberil,Aehren gesteckt werden. Die fleißige Begiessung abermuß hierinnen das beste thun / sonst werden sie schwer-lich/ oder doch gar langsam bekommen. Hierzu mußman alle Umstände in acht nehmen/die bey Einsenckungder Wemreben zu bedencken sind.
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