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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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4)e6Aoe!ta ea Lauo-und Feld - Lebens

man um jedwedem ein kleines umher gehendes Gräb-lein unausgefüllet laßen / damit sie die Feuchtigkeitleichter an sich ziehen und behalten könneki / ehe man siesetzet / werden alle Schoßlein / die aufzwey oder dreyzwerch Finger von der Erden stehen/ mit einem fcharf-fen A'esser glatt abgeschnitten / doch ein wenig nachder Zwerch.

Das Giessen hat man in feuchten Gründen nichtVonnöthen /doch ist der Boden trocken / mußmanfon-derbareBehutsamkeit darzu gebrauchen / daß weder zuviel/noch zu wenig / und alles zu rechter Zeit ( davon mden Garrenbüchern genug vermeldet) geschehe. Wasim Herbst versetzt wird / mag man den Winter durchmit Laub und Tannengras / oder wol auch mit kleinemMist bedecken und beschütten. Die Wege zwischen derBette sollen wenigst so weit voneinander stehen / daßman gelegensam/ ohne Zertrettung der jungen Pfläntz-lein/(wegen desosst-benöthigten Giessens und Jettenssollen die Furchen/ darein dieseBämmein versetzt wor-den/ wenigstz.^chuhe voneinander abgesondert seyn)

umHacken / und acht haben / die Wurtzen mit unbe-scheidenem Eingriff nicht zu verletzen.

Im Begiessen muß kein Wasser auf den Bettenstehen bleiben/weil dardnrch derWurtzenFäulung ver,ursachet würde. Im Frühling werden diese BäumleinJahrlich mit Beschneiden ausgeputzt; wann sie mehrStämmlein antreiben/wird allein dasgröste/stärckesteschöneste zum Haupt-Stamm gelassen/ und die übri-gen bey der Wurtzen glatt abgeschnitten / und welchevon der Kalte anSpitzen gefrört sind/müssen gleiches-falls abgenommen werden / und diß thut man so lang/biß die Stammlein ohngefähr bey sechs Schuhe hochaufgeschossen/ kan man ihnen sodann mit gelinder undzarterÄufntzu ng der ersten und ausserstenRinden/auchzu der Dicken helssen / damit man sie desto eher an diejenige Stelle versetzen möge / wo sie ihre beständigeHerberge haben sollen.

Müsten sie aber / wie besagter äutkor vermahnet/in einem Wald / darinnen Wildpret ist / gesetzt seyn /muß man die Stämme so hoch schneiden / daß sie kein

durch diefelbengehenmöge,Zudemmuß man auch die-! Wild mit Hinaufklettern erreichen kan / weil alleThie,se ihre Bettlein (wie befagter^utliok wil!)dreymalim ! re grosse Begierde haben / das Maulbeer-Laub zuJahr/mcht gar zu tief mit kleinen Hauen undKramp en essen.

xi.

Wie sie ferner an ihren bieibüchen Ort zu bringen.

>Illich soll man allzeit eine Baum-vderZucht-Schul von diesenBäumlem im Vorrath haben'in denen man die weit voneinander gesetztej Bäumlein / mit Wiedereinlegung neuer Zweige ver-mehren/ und damit desto eher Unterhalt für die Wur-me haben kan; weil dann diese junge Pflantzen wenigLaubgeben/ muß man ihr desto mehr pflantzen/ damit!<m nothwendiger Nahrung nichts gebreche. Wiewol!die Blätter / so an der Sonnen stehen / viel besser sind / >als die an schattichten Orten wachsen / auch die von !alten Bäumen besser / gesunder und krassriger / als dievon den jungen / doch kan man der grossen nicht allwe-ge erwarten / sondern muß sich ( wiewol es ungewisserund waglicher) der Blätter von den jungen Bäumlembedienen; von Rechtswegen soll man erst in 7. oder 8.!Jahren/anfangen/die Blätter anzugreiffen/ und den ^Würmern fürzugeben-

Her:6e8crrc5vermeynt/ einHausvatter foll aufswenigst einenPlatz von zweybißdrey tausendSchuhenfür die Maulbeerbäume haben / wann er sich dieser jWirthschaft! unterfangen will/weil von wenigem eben !gleicheMühe/aber sehr ungleicher und geringerGewinnzu gewarten ist/daher von Jahr zuJahr die Maulbeer-Bäume sieissig zu vermehren / und weil sie gar leichtlichbekleiben/ist desto mehrSorg hier anzuwenden/und obsie'wol im settemGmnde besser gedeyen/un mehrBlät-ter tragen/werden doch die jenigenBlätter/ so von denBäumen aus schlechten und magern Gründenkomen/für besser gehalten: wie auch die Weingebürge dieseEigenschasst halten / daß die steinigten und hohen Ge-bürge wenigem/aber stärckem/ die fetten und ebenenmehr/ aber nicht so guten Wein zu tragen pflegen.

Keinen wasserigenGrundM man ihnen geben/aberSonnenschein verlangen sie/denn ob zwar dieWürmeaus Hunger gezwungen/ alles Laub annehmen müssen/

ist ihnen doch eines besser / als das andere/ und was sienicht gern und mit gutem Appetit essen/bekommt ihnenauch nicht so wol / werden davon gern aufstössig undkranck / und wird also die Arbeit verdrossen/ und derGewinn gering seye/ und weil die eckele Weise diesesWürmlems zu des Hausvatters Nutzen gereichet/'alssoll man sich desto lieber befleißen / ihnen Blätter zuverschaffen/ die ihnen beedes angenehm und gesundsind.

Will man nun einen Wald davon machen / sollendie Bäume >n Hmncunccm, je einer vier odersünsfKlassterweit von dem andern gesetzt werden/nicht alleindarum/daß die Ordnung annehmlicher/sondern auch/daß die Sonne und Lusst also besser durchdringen/ undeinem so wol als dem andern mit ihrer nützlichen ln-iiu-n?und Erquickung beykommenkönnen; willmansaber um die Felder / Wiesen und dergleichen Gründeherum setzen/mag man sie acgen Orient/Mittag undA-bends etwas weit/ gegen Mitternacht aber desto dickersetzen/ damit sie an den ersten drey Orten nicht zu vielSchatten geben / an dem letzten aber / nicht allein nurdem Schatten nicht schaden können/ sondern auch dieNordwinde von den Früchten abhalten/und dieBlät-ter von diesen nach der Neyhe gesetzten Bäumen / weilsie allenthalben freye Sonn und Lufft haben/sind weitnützlicher und gedeylicher / als die unordentlich/wieWälder/gepflantzet worden / indem einer dem andernhinderlich ist/ so wol der Sonnen-Strahlen/ als auchder durchwebendenLusst frey zu gemessen.

Her: cie Zcrrcs vermeynt / man solle sie um die Korn-Felder in doppelter gleicherReyhe/wie einenSpatzier-gang fetzen/ ohngefähr dritthalb Klasster von einander/also/ daß sie in der Mitte den grossen Platz von demKorn-Feld beschließen und umringen / so dörffte manim Blatttr-sämmlen dem Korn mit Zerttetten keinen

Schaden