Zchenden Buchs / Anderer Chcll/ Seldemvurme. 477
cxi>. ix.
Wie die Kern zu fammlen zur Maulöeer-Saat.
An muß die Maulbter/welche so zeitig sind/daßsie seib>r vom Baum abfallen/ zum Saamenerwählen. I inarclus in seinem Tractatlem will/man soll von den Bäumen/die dasselbe oder das vorigeIahrsindabgelaubetworden/keinenSaamen nehmen/weil sie nicht so tauglich sind: und dieser halt die w eissenMaulbeerbäume/die schwartzlichteBeer tragen/sür diebesten/weil ihr Saame kräfftiqer/ und auch ihr Laubden Würmern nützlicher seyn solle.
Etliche thun die Maulbeer / so bald sie abgefallen /nur gleich in ein Wasser / reiben und zerdrücken sie mitden Händen/ giesien das Wasser weg / und wiederho-lens biß sie rein sind/trocknen sie im Schatten ab / undbeHaltens also. Vorgedachter äutkv? sagtauch/mansolle acht haben aufdie Schwein oder Hunde / welcheo?st unter den Maulbeerbäumen sich einsinden/und dieBeer essen / deren Koth soll man aufheben / und in dieErde» säen/durch welches Mittel hernach / sagt er/ soschöne jungeMaulbeerbaumlein hervor wachsen / alsman von denen mit allem Fleiß gesäuberten Kernlein>ätte hoffen mögen/ diß thut man im Heumonat / ver-mischt selbiges Koth mit frischer kühler Erden/ und säet1e also an. Theils reiben die zeitigen Maulbeer an ei-nem härenen Strick wol an/und fein dimn nacheinan-)er/ graben solchen nicht zu tief in die Erden nach derZänge und warten ihnen mit allem Aeiß / nach Noth-durfft der Zeiten / wie sich gebühret.
Die Maulbeer haben nicht alle Kern / darum mußman dieselben nehmen / die vollkommen reiff und zeitigsind / und im Wasser zu Boden sinckcn. Äaher sollman den Baum sachte schütteln / damit nur das reif-feste auf leinene Tücher/ die unter dem Baum gebreitetliegen sollen/herab falle/und dieses aus zweyenUssachen/daß kein Sand oderStaub darunter komme/und zumandern/ daß die Kern / durch das Ausdörren / müssenreiffer/ und / so viel möglich/ nicht zerdruckt werden/denn man legt sie in dem Tuch cmfem Brett oder La-den/ setzt es auf einen Boden / und lasst sie allda sünff!
oder sechs Tage stehen/biß durch das Dörren die Kerngäntzlich zeitigen/müssen auch/ wann sie dickaufeman-der ligen/ alle Tage einmal aufgerührt werden / da-mit sie nicht etwan erhitzen / und dann anheben zu fau-len. Nach dem legt man sie in ein Wasser/daraus siein ein sauber leinwathes Säcklein / oder wol in ein hä-renes Sieb gethan / und mit den Händen / damit dieKörner sich abledigen/ durcheinander gerieben werden/und diß thut man mit frischem Wasser/ und einem an-dern Sacklein zum andernmal also. Hernach wer-den sie in ein SchaffWasser gelegt/ und vie zu Bodenfallende Kern davon abgesondert/ was aber übersichschwimmet / wird weggeworffen. Man legt sie nichtlänger als eine Stund an die Sonne / nur biß sie tro-cken werden / rührt sie bißweilen mit der Hand / und sobald sie trocken werden / hebt man sie aufan einen tem-perirten Ort/biß zur Saat Man mag auch den Saa- imen von den grossen Garten-Maulbeereu sammlen/ !und solchen ansaen / so kan man auf die junge Bäum- -lein hernach weisse Maulbeerzweiglein peltzen/und als» ;seinen Grund beräuchem Von des Maulbeerbaums iAlter/von seiner Sicherheit vor Gewitter/und an-!deren seinen Freyheiten vor andernBäumen/ist in prsr- jcecicntibus zur gnüge schon gehandelt worden. jWer Saamen von Pariß oder Venedig und an-dernOrten/da sie verkaufft werden/will bringen lassen/dermuß ihm lassen für ihreGütt einsprechen/sonstwirder leichtlich betrogen ; die Güte aber erkennet man/wann man sie in ein Geschir: voll Wassers wirfft / je!besser sie sind/ je eher sie zu Grunde fallen/ und was in- >nerhalb zwo oder drey Stunden nicht zu Boden liegt/!sondern schwimmt/ist unnütz und böse. DieErkauff-'ung dieses Saamen kan wol durchKauffleute / die andieselben Ort die Handlung führen / oder den Wech-sel richten/ bey ihren daselbst wohnenden Bekandtenund guten Freunden bestellet werden / weil die weisscnMaulbeerbaume die schwärtzlichte Frucht tragen/beyuns gar seltsam/und sonst schwerlich zu bekommen sind.
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Wie die jungen Wachen zu versetzen.
Nden äÄis pkiiolopkicis derKöniglichen Ge-sellschafft in Engelland/die vom Herm Henrich
Oldenburg/wolbesagterGesellschafft^ccretzrio
heraus gegeben von Anno 1665 biß 1669 mciulivögehandelt/1675. zu Leipzig sind gedruckt worden/ toi.!isz. stehet: Daß dieJnwohnerdesLandeS Vir°misnntdenMaulbeerkernen gantze Aecker besäen / hernach sol-che mit einerScheer stutzen/und in 2. oder drey Jahrennie übersich wachsen lassen/so sollen sie hernach sehr wolgedeyen.DieselbenLander aber sind/wegen des tempe-rirtenGewitters und trefflichenGrundeS/unsernEuro-paischen Landern weit vorzuziehen daher bey uns dieNothdurfft erfordert / sie um so viel geschlackter undMer zu machen/die jungenBäumlem umzusetzen; von
welchem derAanzösische zuWien insTeursche versetzte^urkor also meldet.Man soll/ in Versetzung derPflan-tzen/zweyerley beoachten / das erste ist/ daß sie verwah-ret/so wol von schädltchenThieren/als auch derNordi-schenLufft unangefochten seyen; das andere / daß sieohne GefellschafftandererGewächse allein ihrenPlatzbehaupten mögen. Man macht zu ihrem Stande lan-ge geradeGruben oderFurchen zweySchuhe breit undeines Schuhes tief/ darein setzt man sie anderthalb 0-der gar zweySchuhe von einander/damit dieWurtzelnnicht gehindert sind/ wann sie einander berühren / undihnen auch der nothwendige Nahrungs-Safft/ durchallzunahe und verdrießliche Nachbarschasst/nicht ent,zogen werde; wann man die Erde wieder zufülle t/ mag
man