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DeS Adellchen Land - unv Feld - Lebens
gnug zusammen kommen / daß man von einer UnzEyern/ biß in zehen und mehr Pfund/ wieHer: clc 8cr.. >cs meldet/zu hoffen/daster gleich wie ein Bauersmannoder Weinhauer/ wegen eines Schauers/eines grossen. Schnees/ eines Reiffs oder Hagelwetter / der sich in ei-> nem Jahr etwa begibt / gantz unweißlichthat / den! Feldbau darum gar zu verreden/ als muß auch sich einweiser Hausvatter eines JahrsWiderwartigkeit nichtabschrecken lassen/ gar davon dieHand abzuziehen/weilz andere Jahr wieder reichlich bezahlen / was in einem! versäumt worden.
Nicht weniger sind in der Wirthschafft die Blat-ter / zu Fütterung und Mästung des Viehes / sehrnützlich / weil sie überbrühet und mit Kleyen vermen-get / den jungen Brühe-Farcklein eine gute Mast ge-ben/auch die Hüner , und fast alles Geflügel / ihnensehr nachgehen/ und sich mit Lust / mit ihren Beerlein/speisen.
So haben sie auch nicht weniger in der Artzney dieseTugend/ daß sie des Mundes/Halses und des Schlun-des inüammationcn und Verfthrungen lindern / dasfaulende und schwürige Zahnfleisch mit Zucker-Rosatvermischt gantz ausheilen / müssen aber dazu / ehe sienoch gantz völlig reiff sind / eingemacht werden. DerSafft davon eingemacht / laxiret den Leib/frühe mor-gens nüchtern eingenommen. Die Blatter in Essiggesotten und aufgelegt / dienen für den Brand. Von
der Rinden und den Blätternder Safft ausgepresst /und das Maul damit gespühlet / vertreibet die Zahn-schmertzen.
Die Wurtzen zur Emdte-Zeit eingeschnitten / undeine Gruben herum gemacht/gibt einen Safft von sich/der sich den nächstenTag hernach wie einGummi erhär-tet/welcher zuZahnschmertzen dienlich / die Geschwul-sten zertreibt / und den Leib reiniget / wie Diskontslil). i.csp. 191. bezeuget.
Die unzeitigen Beer gedönt und gepulvert/ sind/ inderSpeise gebraucht/ gut wider denBauchfluß. Deraus denBlattern gepresste^>afft getruncken/ist gut wi-der Gifft und Spinnenstich. Die dürren Blätter ge-stosien/und dißPulver in die bösenGeschwar gesprengt/heilet dieselbigen.
Die Rinden von der Maulbeerbaum. Wurtzen istwarm und trocken/vom Geschmack bitter / und hat dieKrafft zu reinigen ; diese Rinde in Wein gesotten unddavon getruncken/ eröffnet die Verstopffungen der Le-ber und des Miltzes/ bewegt den Stulgang/und tödtecdie breiten Würm; ist auch denjenigen gut/ welche vonder gifftigen Wolffswurtz gegessen haben. DieBlättermit Oel befeuchtet/ klein geflossen und übergelegt/ lö-schen den Brand. Item / diese Blätter mit Reblaubund Feigenblättern in Regenwasser gesotten/schwäc-hen das Haar.
vin.
Von Pflantzung der weissen Maulbeerbäume durch die Kerne.
Jese Bäume sind leichtlich aufzubringen / doch j in ziemlich erhabenes Bette gesäet werden/man mag
kommen sie in einer guten feuchten Erden eherund gedeylicher/als in einem magern und dür-ren Grund ; man meynet aber / die Blatter / aus ma-gern Gründen / nähren besser / wann sie nur an derSonnen stehen; darum ist unnöthig / daß man ihnenguten Grunde (den man/zu Anbauung des Getraydes/brauchen kan) eingebe / sie nehmen schon mit schlechtemvorlieb/ wann die Erden nur mittelmassig/mehr trockenals feucht / mehr leicht als schwer/und mehr sandichtals laimicht ist.
Diese Bäume aber / durch den Saamen / aufzu-bringen/muß es in einerPflantz-Schul / die vor denMitternächtigen Winden versichert ist/geschehen; derGrund muß wol umgegraben/und klein durch Rechengelautert/auch mit der Dung zugerichtet werden; wie-wol ich der Meynung bin / daß es schier rathsamer / dieDünge Anfangs gantz sparsamlich zu brauchen / daß siekünfftigbey der Versetzung/mit einem bessern Grundmöchten versehen / und also stets bey aller Umwechs-lung etwas bessers/an statt eines schlechtem / erlangenmöchten; dann / wann der erste Grund so fett und gut/
das Wasser wol gar mir Dung vermischen / daß derSalmen darinnen etwas aufgeschwelle/so bringt er sei-ne Fettigkeit mit in die Erden/und nimmt hernach mireinem magern Grunde desto leichter vorlieb.
Nach der Saat muß man den Saamen wiederummit gutem kleinen Grunde bedecken / und weiter wedermit dem Rechen noch der Hauen im Bettlein viel um-wühlen oder hacken lassen/und diese Arbeit kan man imFrühling oder Herbst thun;geschiehet aber das letzte/muß es noch vor Anbruch des Herbstes / im Julio oderim Augusto/ weil es noch gut Wetter hat/ vorgenomenseyn/sonst wo es zu spat vorgenommen wird/können diezarren erst aufgehenden P fiäntzlein die strenge Wintezs-Kälte hart überstehen/man muß sie demnach den erstenWinter-durch alfo verdecken / daß sie gleichwol ein we-nig Lufft haben / und bey gelindem Wetter mögen auf-gehüllet werden.
Die Saat - Zeit soll im abnehmenden Monden imletzten Viertel geschehen/so wurtzen sie desto kräfftigerein / und werden dauerhafftiger; die Bette sollen einesSchuhe-hoch / und nicht breiter seyn / als daß man vonbeeden Seiten mit der Hand leicht über die Mitte ge,
und die Pflantzen von dannen in einen magernGrun,de kommen / ist zu förchten / sie bleiben stecken/ da hinge- ^ langen / und sie mit Spritzen und Jetten desto bequemgen die Veränderung von einem geringen in ein beffers/ k licher versehen kan. Die sicherste Zeit / diese Kerne zuan dem Gedeyen gantz nicht zu zweiffeln / wie allbereit saen/ ist im Frühling/ so bald man in die Erd« kan/ undoben in den Garten - Büchern auch Anregung gethan mag man sie/so lang es reiffet und Nachtfröste hat/wolworden. bedecken / und allein bey schönem Wetter offen lassen/
Die Kern müssen über Nacht in Wasser weichen / biß die Kälte gantz vergangen / dann wird die Deckeunter kleine Dung oder zarten Grunde gemenget/und hinweg gethan.