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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Zchenden Bucyo/Erster Theil / Bienetthütlen. 461

Kutten -Latwerge/ so mit Zucker bereitet worden / wie selbst sind auch noch mehr anderes c-i^vondertjuin-Sle .Ucttuik ä-ütilsluriu Mlt mcyrem eltaulttl / da- j ui.v» u.LM»ju finden.

i-ix.

Vom Meech^sieden.

Er Meeth/so in den Hundstagen gesotten wird/ist besser / als der zur andern Zeit bereitet wor^^ . den / indem die Sonnen-Wlrckungen kräffti-ger sind/ als die schiechte Elcmcntarifche / oder die 5 u-chen-und Stuben-Wärme; mach ihn aber also '.Nunzu ememTheilHönig/achlmal so viel srischeSBronnen-wasser/tyue es in einen kupffernenKessel/über ein heilesZcuerlein gesetzt / luß es sieden / und so bald sich etwasauswirft!/so schäume es wohl ab; wui »mm ihn baldhinweg trmcken/ so muß man ihn nicht diU? einsiedeiilassen; will man ihn aber eine Zeitlang verwahren / soMr man ihn so lang sieden/biß er kiebig wird/alsdannin «in Faßlein nach ?l up^rlion gethan / aber solchesmuß auf zween Zwerchfinger-Hoch leer bleiben; derMeeth gieret wie der Wem; wer ihn will stärcker ha-ken / mag Zimmet/Muscatblühe und Nüjse/ NegelnnZngber und Galgant in ein Tüchlein vernahet/ dareinhängen/auch/der Färb halber/etwas Saffran darzuthun/und also miteinandervergieren lassen/und wannes vergieret hat/ soll es drey Monat ianz hart verbeuletliegen vleiben/ darnach mag man es trmcken.

l vltco^vzkv sagt: dioviluniti

coci»itur, noniil cls^um.

An etlichen Orten wird er in den zugespunten Ton-nen / eine Zeitlang in die Erden vergruben/ darinn ver-lieret erden Geruch und Geschmack des Honigs unddes Wachses / und scheinet säst dem Wem ;u verglei-chen/ und hat dieses der viZ-itilli, halber seine erhebli-che Ursachen.

Auf ein wenig andere Weise wird er als» gemacht!Man nimmt auf acht Kannen Wasser/emeKanneHö-! mg/lasset es in einem K essel fein gemach sieden/und wol! abschäumen/ daß es schön lrccht wird/ zuvor aber mußman in ein Sackiein thun zwo Hand vollHopffen/undzwo MeHand voll Coriandec.der zuvor 24.S:unoen^ iu guten Wein-Essig gedaist/ wieder getrocknet/und in' einem Mörser zerstossen worden/auch iz^Blätlem oyn-' gefehr ein wenig gedonten Salve; diß Sacklem in denMeeth gehenckt/äu absonderlich in ein anders S ;ck- >lein solgendesGewüche gsthan/eme gantzeMülcatnnß,ein wenig Näzelein/Zimmet/Galaant/alles ein wenigzerstsssen/und aleichessaW in denMeethgehenckt/samteiu wenig Saffran/ und alles darinnen sieden lassen/auf eine Stunde lang / hernach in Schaffet gegossen/und wol abkühlen lassen/ehe mans in die Fäßlein giesst/sie müssen wie znmBler gepicht seyn/man muß ihn abernichtzu wenia sieden/ daß man nachfüllen kan/darnacd ilässt mans stehen/ daß eS vergiere wie ein Most / undwann er vergieret hat/so verbailt man ihn ini4.Tagen ^!«i er gerecht; die Säcklein muß man wegthun / doch!zuvor wohl ausdrucken / ehe man ihn aus dem KesselLiesset.

Der des Bienenbüchleins nimmt zum

Meeth nur 6. TheilBronnen-oderRegenwasser/ undeinen Theil Honig / lässt es bey einem gelinden Feuer/in einem Kessel/biß über den drittenTheil einsieden/thUt

ein paar Hand vo'! Hopssen in ein rein Tüchlein/ samteinem fäubernKißlmgsteni/der das BmiQemzuBvdenziehe/ vernähet es / und so bald der Meeth nn Kessel an-sängt zu sieden/levt ere hinein/ thms auch nicht eher/alsbiß aus die Letzte heraus; unterdessen muß steis Jemanddabey stehen / der es mit einem Fatmlöffel / sauber undfieijsig adschaume / so lang esaufwnfft; wann dannkein Schaum il,ehr vorhmdeN/nimmt er ein andcrSacklem/ thut hmem kem-zerlc»mmenc Zimmet/ Mu-scatblühe und Nuß / Jngber/NegeltM / Pariskörner/Galgant/Pfeffer und gan!;> n Saffr^t/ verinachet es/:egt es in den Kessel/ und >assc es eine gute Vicrtelsiundnnt auftvalien. Nach diesem schlwt er den Meeth aus/wann er erkaltet,füllet er denselben m ein Weimaßlein/1)Ut das Gewurtz-Sacklein hinein/ legts an einen küh-len Ort/iu einen Keller oder Gewölbe; wann er dreyoder vier Wochen gegieret hat/ so ist er reist und gut zuirmcken/doch je i.ui er er ligt/ je besser er wird.

Daselbst erzehler offterwehnter tXutiior: Es sey vorwenig Tagen cm Dams^er Geistlicher zu ihmkom^nien/der ihn gleich über demMeethsicdcn erwischet/vntgesagt halte/der Meeth muste Jabr und Tag liegen/ehtdann er seine re 1'te Krassc ekieichere. Erstlich wüsteerzwar den Unflat von sich stosscn und werffen. Zwey-tens/müste man ihn aufs festeste zuspünten und über einJahr liegen lassen. Drittens/wann dann im ander,Jahr derHolunder blühet« / soltc man umei weilen einOhr an das Faß halten / wann man das hörete/ daßder Meeth pr«usete/und darinnen mmmete und l rum-mete / wie em Blenscl'w.'.rm / so mochte man ihn in 4.Wochen darnach aufmachen / so w rde er sehr köstnchund dicke seyn/ auch das qantze Haus mit seinem liebli-chen G-ruch er-üllen. Und wo einer frühe ein halbNös-s l mit Brod esse / könte er einen gantzen Tag ohn alleMühe und MAtigk-.'ir dabey wandern Daß aber unserMeeih ni tt dem Litchamschen gleich/da wir doch besserHonig/ als die in Lltthauen/ wäre die Ursach allein, daßwir Deutschen unsernMeeth nicht lang qnua liegen undzeitig werden lassen/ welches alles glaubwürdig. Werabcr seinen Meeth so lang will liegen lassen / der darffdas W irtzsacklein liicht darem legen sondern nehme esheraus / wann er das Faß-eni zuspumen will /press esaber vor wohl aus / fülle es zu / und verbaue es sodann.Das Gewürye kan man zumR-uchern brauchen / istgar angenehm. Dieses Tranck dienet zum viertägigenFieber/ für die Siechtagen des Gehirns/ für die fallen-de Sucht und für den Schlag / treibt den Hurn undStem/zertheilt die zähen Schleim/ und ist den jenigen/welchen der Wein zu trmcken verbottem aantz bequem/wie dann ?ulüc, durch dieles Mittel sein Leben überhundert Jahr gebracht hat. Sonderlich ist der Alant-Meeth der Brust und Lungen sehr dienstlich«

Wann man wissen will / vb der Meeth genug gesot-ten sey/(sagt?. 7>>!c.ivv5lcv ; c^si s. pjivticc»sus curiolX s<z>. 1:6) nehme man ein cF hendes ?y, jsen/und stecke es hinein/ so wi rd man es wieder ^lü ei.S

heraus