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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des Adeltchen Land-und Feld-Lebens

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Vom Honig/ wie es zu nehmen.

>O bald das Hönig m ein Schaff/ Hafen oder)Gefässe gethan wird/ muß es/ damit dieBienen»nicht darzu können / wol zugedeckt und aufge-bebt/ die Fladen aber in einem langen/zugefpitzten / ge-flochtenen Korb aufgehenckt/und über einen Hafen ge-hangen werden/ was von sich selbst austropffet / ist dasbeste Honig/den Überrest/ als das schlechtere/muß manausdrucken undbeyseits thun; dieGeschir:/ worinnenman das Honig aufheben will/ müssen etliche Tage/biß dasHsnig vergirret ist/offen bleiben/und muß manden Schaum fleißig abnehmen/ hernach dieGefchir:wol verwahren / und in ein frisches teinperirtes Ortsteilen.

Das Zeichen eines guten Honigs isi/ daß es schöngoldfarbig oder weißlicht/ durch schemend/woiriechend/süßschmeckend / fliessend/doch also/daß es lange subtile/nicht bald abbrechende Fäden gebe / das mit der Zeit soerharte/ wie fastein Zucker/daß mans mit Gewalt ausnehmen muß; auch ist diß ein Zeichen der Güte / wannes bald kochet/und wenig schaumet/so wol auch wird ander Schweren sein Wehrt erkennet/je geringer / jeschlechter/ und wie der Wein in einenm Faß m derMit-ten/ ein Oel in der Höhe / also ist ein Hönig am Bodenam besten. Diß ist nun des Herrn cle 5slrcs Mey-nung.

(^onraäuz KunrZlk in seiner KicöuIH 6ekiIIatariAsagt also: das guteHönig soliseyn süß/scharff/eines lieb-lichen Geruchs/fein klar/weiß oder liechtgelblicht/ nichtwässerig und flüssig/ auch nichtschwer/wan mans zieht/leichtlich abbrechend/und daß es nicht wieder Hintersichlauffe/und sich zusammen ;«he;und diß ist das besteHö-nig/so von den mngen Bienen im Majo gemacht / undalso imFrnhling gesammlet wird;daö nächste darauf ist/was im Sommer fallt; aber das Winter-Honig hatkeine Krafft. Man findet in Teutschland auch rothesHönig/so gar gut/sehrWes Gesckmackes / und nichtvon übriger Feuchtigkeit ist; das Wald-Hönigistauchnicht so kräfftig/ als dasjenige / so die Bienen in denGärten von allerley guten Blumen sammlen.

Johann Stbcker/der Artzneyvoüor.in seinetvi-e-tS. für Hertzog (verhärten von Würtenberg/ schreibt/das Hönig sey hitziger / als der Zucker. l>. /keiner,sagt/das ausgelassene Hönigsey den Menschen zu näh-ren einer vielgütiaen und trefflichen Krafft; hingegensey das rohe dieses falls schwächer.

In der Zeldlnug sollen fein die schönestm Honig-Fladen besonders/und die schlechten auch absonderlichverwahret werden;die besten undrcinestenHvnigstuck

! thut man in einen Milch-Topffvder Krug mit einem. Zapffen/wann derTopffvoll/ so verwahret man denj Zapffen fleißig/ siehet auch wol zu / d.iß man solchen am. umrühren nicht loß stosse/ setzt diesenTvpffin einenKes-! fel/ darinnen heiffesWasserund darunter muteimD-ges Feuer ist; wann nun der TopffemeZeitlang in demLeisten und siedendemWasser gestanden/und solches et-lichemalwol umgerührt ist/so zerfleusi dasHönig/ daßes gar dünn wird; aledmm hebt man denTopff ausdemWasser/Mcht den Zapffen daraus/ lässet dasHs-nig durch einen DurchschlagoderTüchlein/die man zu-vor mit Heissem Waffer warm gemacht / in ein reinesGefasselsuffen/weiles kan und mag/ kvmt unterweilcnetwas für das Loch/ so räumet man von aussen mildemZapffen/und inwendig mit einer Kellen; wann dasHö-nig nicht mehr folgen will/so setzet man es wieder in denKessel/ und zertreibt es von neuem» Wann man dasbeste l>eraus/(sagt der äutkor des neuen Bienenbüch-leins ) so legt man zu dem übrigen das geringe auch inden Topff/und gehet damit um/wie vor/ lässet das Ho-nig auch heraus/ doch in sonderbare Geschir: / gut undschlechtes abgesondert; wann nichts mehr zum Zapfen-loch will ausgehen/ wärmet man es von neuen m demKesiel 'schüttet hernach dasselbe/auf zwey-oder dreymalnachdem es viel ist / in einen zimlichen reinen Sack/legtsmeinePreffe/ und druckt es aus/ so bleibt nichtviel darinnen / beedes den Sack aber und die Presse/läßt man zuvor /durch heißes W asser/warm machen/so geht es desto besser durch; die leccs aber/ die imSackbleiben/ lässt »nandurch rein-gefotten Brunnenwasser! wol waschen/ und kan diß Hönigwasser zum Meeth be^ halten werden.

Das ausgefaimteHömg thut man w remeGeschin,em jedes souderlich/ und setzt es in ein kühles und lüffti-ges Gemach. An die Sonnen setzen ist nicht gut / denndas Hinig ersauretan der Sonnen/ und dieBienen.die damit gecheiftt werden / sterben gerne davon/ sowslals vomTonnen-Hönig. Andere setzen dieHönig-Tvp<fe in denBackosen / und pressen es hernach aus/ ist abetjauch nicht gut/denn dasHönig verlieret vonderHitzdieFarbe/den Geschmack und die Krafft^ das Wachsmenget sich auch Haussenweise mit unter/welches mansich nicht zu befürchten / so mans in heisses Wasserstellet. Wann das ausgefaimteHönig ein paar Tagein Töpffen gestanden/wirfft es alles unreines und übri-ges von Wachs über sich/ das kan man zum Affter-Hönig thun/ oder die Bienen mit fpeisen/ es schadetauch dem Hönigmcht/wann es schon daraufbleibet.

l.vi.

Woraus das Honig gemacht wird.

H^l.iniussagt lid. l l.csp. i z.^scl vemtcx.icrc. 8cs^cierum exortu , prsecipuöczuL ipso 8i.rio cxsplen6clccntc6r , ncc omnino prius vcr.Kiliarum exortu,lublucznis temporikus, itaquö tumprim^ gurorä tolis arborum melle rosciclz invcniun-

tur,seli (^ui mstutino subOio5ucrc. vnKos li^uorsvelics.cspülumczueconcrctum fentiunt, iive ills cüccxli luclor, livs czuzeclam s^clerum ssliva, livcpur-Zsncis seaölisluccuz , ulinsm^uö cllet Lc purus 8c li-czuicius, öc suze n^turke, 8k czualis cl ciluit pr imo. ^unc

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