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Des Äöeltchm ^ano-uiidFeiv^vcitv
Es guten Bienen-Pulvers CasparHöfflersist allbereit an etlichen Orten gedacht worden/daher biliich solche hieher zu setzen; Er bat aberjweyerley/ ein grosses und kleines / damit man nicht al-lein allerleyGebrcsten der Bienen heilen / sondern auchdenselben/als mit einem bewährten t^ler vsnv, vor-kommen kan/ zuvor axr erinnert er weißlich/woher dievornehmsten Mangel und Gebrechen der Bienen cnt-stchen/nemlich vom Hönig-Geitz/dannwer seinenBie-
cx?. i^il.
Allerley Bienen-Artzneyen.
geschiehet oas nicht / so werdet, die Bienen/ die vc ^gedachcenPulver nicht bekommen haoen/gank ^ ...chund krasttlos.
Das kleineBienenpulver macht er also-.V^an ni^mtgepulverte Be?rwurtz / und menget davon 6. Messer-spitzen voll unterHönig/geujst Brandwem daraus/undgibt es denen Bienen / fürnehmlich/ wann sie gezeigtwvrden/ui den Stock/es bekommt ihnen sehr woi/ undtragenwesslich davon ein. Ich habe von meinem ersten
nen Honig genug in den Stocken lässet / der darss sich - Stock (sagt er) il! viel Iahren nicht ein Zehrlein Ho-vor keinen Motten/Raub-Bienen/oder Hunger bcsor- i mg können bekommen / sondern ihn alle Jahr speisengen/wo aber denenBienen zuviel genommen wird/und ! müssen/so bald ich aber gedachtes Mittel brauckre/habesie Hunger leiden müssen/so nehmen dabey allerley Ge- ^ ich über?. Kannen um Johann Baptist« aus derun-brechen überhand; durch nachfolgende Pulver aber/ tern Beuten genommen; doch hält er selbst/der
werden die Bienen von allerhand Unheil/ Pest/ rothenRuhr/ Motten und Raub-Bienen gesichert / vom Bö-sen purgirt/an ihrer Natur gestärckct/und vor allem bö-sen Anfall verwahret.
Das grosse Pulver macht man also: Nimm Beer-wurtzel / Lateinisch /Ucu-n, so du Mit / schneide sieScheibelweise/dötts an der Lufft oder an der Sonnen/stoß sie in einem Mörser klein zu Pulver / und sähe siedurch einSieb/verwahrs in einem verdecktenGeschir:/daß der Geruch davon nickt cxt,i>i>re; darnach nimmFenchel den dritten Theil so viel / mache ihn gleichfallsjuPu ver/dardurch nehmen dieBienen dasBeerwurtz-Pulver desto lieber an; Item/Schalen oder Kern vonGranaten/so viel als des Fenchels / und endlich Cam-pher vor 6. Pfen. mit em wenig Mandel-Oel/ oder mitein paar Mandelkern in einem Mörserzerstossen; diesesPulver alles untereinander gemischt/in ein halb Näps-leinvollHönig/«». oder 6. guterMesserspitzen gethan/einpaarLöffel vollMalvasier darunter getrieben; Item/ei-ner grossen Erbsen groß Bibergeil gepulvert / daruntergemischt/hat eine unglaubliche Krasst/dieBienen wideralle Kran kheit zu beehren / zu stärcken / und zu gutenWohlstand zu bringen. Es darffdenen Bienen/die sol-chen Einschlag bekommen / (sagt er) wol keine Raub-Biene zu nahe gehen; da man aber den Maivasler nichthaben kan/nehme man halb sovieläqua vi^odergu-tenBrandwein/das ist/einenLösselvoll für einen S tock.
Man muß aber gleichwol/im Gebrauch dieses Pul-vers/ descheidentlich umgehen / und nachfolgende Um-stände dabey in acht nehmen : l. Am sügiichsten wirddiß Pulver den Bienen im Frühling gegeben / wann sieanfangen auszufiiegen / dann zu der Zeit sind sie amkränckesten und unvermöglichsten/ zu der Zeit zehren sieauch am meisten von diesem Hönig / welches sie / wannsie genug Nahrung ausser den Stöcken finden / sonstnicht so gerne thun. 2. Wann man den Bienen diesesMittel gegeben hat/soll man die Stöcke zumachen/sonstschwärmen sie Haussemveiß heraus/ fallen vor denStöcken als Trunckene darnieder/ und wann es kaltist / so erfrieren sie. z. Gegen Abend ist die allerbeque-meste Zeit/ daß man denBienen solche Kost gebe/damitander« Bienen nicht einen Einfall thun. 4. So mußman auch nicht einen / sondern allen Stöcken / die imBiengarten beysammen stehen/von diesem Pulver undHönig geben/doch mit diesem Unterscheid/daß man denSchwachen viel und den Stärcken wenig mittheilet/
das erste Mittel für besser/ sonderlich krancken Bienen/und rathet jedem zum ersten Pulver. Her: Loicruzmacht dieses klcäicomcru auch fast also / doch mischeter noch darunter Meeth / dün-genebene Rauten undSalve/Zucker/Zimmetrinden und langen Pfeffer.
Her: (.'oicrus gibt auch daselbst eine köstliche Bie-nen-Salben/ die man nicht allem in den Stöcken zuHause/fvndern auch in denHeiden undWäldern brau-chen kan / daß die schwärmenden Bienen die ledigenBeuten selber beziehen / also: Im Herbst nimm diebesten und reiffesten blancl en Weintrauben / und danndes besten Honigs / wie man dasselbe gezeidclt hat/ mirWachs und allem/legs in einen reinen neuen verglasir-ten Topff/erstlich eine Schicht Weintrauben/darnachdrucke wieder daraus das Hönig mit samt dem Rooß/und mache also immer eine Schicht um die ander / bißder Topft'voll wird/darnach verwahr ihn wol/und ma-che den Topst'oben mic einer Stnrtzen wohl zu/verklei-stere ihn mit Papier/ daß die Weintrauben mit demHönig faulen und wohl durchgieren.Auf den Frühling/wann man nun die Beuten schaueren muß / nimm einrein lcineTuch/und seihe dasHöni? und denWenidar-durch / und presse die Weinbeer wohl aus / das Rooßaber und dieWeinhülsen von den Trauben thue hin-weg/ darnach mmm ohngefehr?. Rössel ausgcftl'au-met Hönig/ thue dasselbe zu dem ausgepressten Wanund Hönig / ferner nimm eine Kanne / oder mehr / dcöbesten Rheinischen Wcins / als man bekommen kan/geuß es auch darunter / item 1. Loth Zucker-Candi / einhalbO.uintlcinZimmetrniden/Mufcatnuß Muscatblü-he/weissen Angbeer ans ein halb Loth, vor 2. PfenningAniß/ vor z. Pfenning Aohannisbrod/ vor 12. Pfen-ning Campher/vor 2. Pfenning . vor 12.Pfen. Balsam/vor 18. Pfenning Eberwurtzen: Item/diefe folgende Kräuter: Grossen und kleinen Klee / einwenig Thiman und Melissen / diefe Kräuter und Ge-würtze muß man alle klein zerschneiden / und unter die-sesHönig und Wein thun/wieder durcheinander rüh-ren/so fängt es an nachmals ferner zu gieren und zu tcr-mcmiren/und fleisset wohl durcheinander. Wann mannun die Beuten zurichtet / so nimmt man hievon / undschmiert inwendig dieBienenstvcke/so rüchen es dieBie-nen von weiten/und wann sie schwärmen/ ziehen sie da-selbst gerne ein/und bleiben darinen;Fenchel und O.uen-del rnchen dieBienen auch gerne/wann man es pulvert/und in jetzt-beschriebene Salbe thut. tUuiicr-5 mcn-
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