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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des AdelichenLand-und Feld-Lebcnö

der Raub - Vögel halber) von Wäldern und hohenBäumen entfernet / das Waffer aber zu ihrer Träncksoll über ein paar Büchsen - Vchuß nicht entlegen seyn,wo nicht ein Rohr-Brunn / Grand oder Teichlein imHos ist / da sie ihren Jungen das Trincken nahend ho-len können. - ^

Her: de 8-rrcs vermeynt / wann em Kobel z oder 4.Klaffter im vismetro die Weiten betreffend/undumein Viertheil höher qebauet ist / so könne man viel Tau-ben unterbringen ; wann er gewölbt ist / so ist er imSommer kühl/und im Winter warm / welches denenTauben sürträglich ist ; das Dach mag etwas fürge-schossen seyn/sowol dasGemäuer vor dem Regen zuversichern / als auch den Tauben im Sommer destomehr Schatten/im Winter aber desto mehr Schirmvor den Winden und Regen zu geben.

Der Ausflug soll gegen Morgen oder Mittag ge-richtet werden / aufs wenigste gegen dieser Gegend / wodie meisten Felder ( dahin sie ihren Flug um die Nah-rung nehmen ) zu finden. Die Thur/oder der Eingangsoll also stehen / daß man sie von des HermZimmer/wenigsten von der Mayer - Stuben sehen kan / darmitman sehe und wisse / wer aus - und eingehet / und weilmir von Rechtswegen einer allein damit umgehen solle/haben andere darinnen nichts zu schaffen / würde auchanders nicht als für einem D'cbstahl gehalten/wannjemand anderer unerlaubt hinein zu kriechen sich unter-stehen solte.

Je besser die Sonne/sowol in ihrem Auf - als Nie-dergang den Kobel bescheinen und durchscheinen mag/je nützlicherm^ besser ist es/sonderlich zur Winters-Zeit; dann im Somer in den lanqenTagen ist dieSon-ne so hoch/daß sie mehr aufdas Dach/als in den Kobelscheinen/ und also die Tauben mir ihren heissen Strah-len m'cht sonders beläst'.gen und verunruhigen kan; dieFenster / wordurch das Liecht eindringet / sollen mit

Glas und Gättern verwahret; der Taubenschlqg mußnicht gar zu groß / auch nicht all zu enge seyn / mit Sitz-stangen und einem Fallgattern / damit man den Kobelherunten aufmachen und Messen könne; die Wändean dem Taubenhaus sollen innwendig und auswendigglatt geweisset seyn/ nicht allein / damit die Tauben ihreWohnung vonWeiten erkennen/sondern auch daß dieRatzen und Mäuse nicht hinauf kriechen ; damit aberder Wurff(wie offt geschiehet) nicht so bald sich able-dige/ und durch Regen und Wind aufgezogen, wiederabfalle / so gibt Her: de Scrrc« diesen Rath / wodurchdas Getünche nicht allein zierlich/sondern auch bestän-dig und dauerhaft werde: Man nimmt schönen neuenweissen Kalch/der noch ungelöscht ist / zertrieben unddurchgesiebet / daß er klein werde wieein Mehl, manmacht den mit weissen Wein an / wann mans habenkan / oder in dessen Mangel/ mit Wasser/ weisse Kiß-ling aus dem Bach/und Glasscherbe», klein zermalmet/thut man auch etwas weniges dazu / mit ein wenigweisser Scheerwolle von demTuchscheerer / welche allesdesto besser zusamen hält/ diß alles mit einer grossen höl-zernen Spaten wol und lang durcheinander abgetrie-ben/biß alles zu einem wo labgemischten Mörtel werde/daß mans kan an die Mauren anwerffen ; hernachnimmt'man davon ein wenig in ein klein Geschin/thutetliche frische Eyerklar darzu / rührts wol um / undwirffts ohne Verzug an dieWänd/ehe sich dieEyerklarharren kan/und also verfahrt mannach und nach mitder Tünche, daß man die Eyerklar nicht eher braucht /als wann man gleich bewirfft / und mit der Kehlen soglatt macht / als es möglich ist / diß wird dem Ungewit,ter lange Zeit und sehr wol widerstehen/ wirdauch/son-derlich wann das Taubenhaus rund ist/ kein Ungeziefersich daran halten oder hinauf kriechen können; ist aberderOrteckicht / kan man glatte evserne zwiespännigeBlech an die Ecken einsetzen lassen / darüber kein Ratz

oder