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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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403
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NeutwtcöBuch/ Mayerhof.

4OZ

den Tauben ihre Herberge so angenehm werden / daß wann der schlag und die Fenster etwas vom Eschen-sie solche nimmermehr verlassen. . i holtz angenagelt haben.

daß sich dergleichen Ungeziefer nirgenswo/ sonderlich nem hohlen Baum / worinnen die Eulen genistet/vieldes Nachts einschleiffen möge; so hat man auch bey a>- Zeichen von gchessenen jungen Tauben gesunden/daher

len Wirthschafften Marderfallen/Mäus-und Ratzen^Fallen / damit diese böse Thier abgeschaffet werden ;man hat auch allerley Stoß/ mit Leim/ Netzen undFal-len auf Habicht und anders Schad-bringendes Raub-Geflügel / denen man mit einer Tauben / oder einemjungen Hünlein zu richten pfleget.

Die Schlangen find mit gewissem Rauch zu ver-treiben / sie sollen auch in kem Taubm-Haus kriechen/

sich vor diesem Feind sowol / als vor den Raben undKrähen vorzusehen / und solche/ so viel möglich/zu ver-tilgen und zu verschcuhcn.

W«der die Wiesel wollen die Alten / man soll Rau-ten in den Taubenschlag hengen / so sollen sonderlich dieKatzen nicht hinein begehrender Wolffö-Kops in denKobel aufgehenM/ soll alle schädliche Thiere ausban-nen.

cxxiv.

IhreKraMeiten/und was von ihnen in derArtzney gebraucht wird.

DasTauben - Wutist gut/ wann man wird insAuge geschlagen / sonderlich wann einem Tauber dieAder unter der Flüge gelassen wird ; diß soll auch das

I Tauben/sonderlich die Flug-und Feld Tau-ben/ sind gesunde Vögel/wann sie sauber ge-halten und recht gefüttert sind / erkrancken sieleichtlich nicht. Die Laus aber / die bisweilen an ihnenwachsen / geben ihnen manchtnal grosse Ungelegenheil/da muß man den Kobel mit Wemmth-Wasser / Zar-inn auch Zi^KvlzZna oder Läuskraut gesotten / be-sprengen / undfieissig auekehren. Die rauchfüßichtenTauben / weit sie viel Koch / b:ßwei!en auch Haar undZwirn um ihre Füsse legt / müssen offt besehen / allerUnrath daselbst weggenommen / und die allzu dickenund langen Federn mit emem Scheerlem/( wie schongesagt) weggeschnitten werden

In der Artzney wird ihr Fleisch gelobt/denenGicht-brüchtigen/Aittrenden und Schwachen wieder zu helftsen / sonderlich von den jungen Tauben /bekrassligenauch die schwachen und zum Gehen unvermöglichenFüA', wie auch s -renu, bezeuget:

Sin autcm subito repliesntm cvrpors morksLontraÄos revocat nervös sum^ts(!o.jumb».

Darum sie auch die/ so neulich von einer Krsnckheitaufaestanden/und wenig Geblüt und Krafften haben/fieissig brauchen sollen.

(Zaienusftgt , daßsieindmNierm-SchmerHengut seyn sollen.

Ein frisch - abgetödteteund auf einen Schlangen-Biß gelegte Taube / ziehet alles Gifftaus/ wann mansie voneinander schneidet/ auf das Haupt gelegt / stilletes die Wahnsinnigkeit. Das Hirn soll ein lrrttamcn-tum Vencreum seyn»

Podagra lindern.

Cornelius ^cilus sagt / daßdie Tauben Leber denLebersüchligen überaus heilsam sepe.

Ein Pflaster aus Tauben-Mist/ Gersten-Mehl undEssig / lindert/und erweichet alle harte Geschwulsten/wie auch d,e Krvpffe. In einerClystier appiicirt/sagt^viccnna, da^cs dieColicavertreibe: nmHZnigver-treibtsdie Wartzen,mitEss,g denZwittrach und schra-se Flecken; mit Hönig zu einem Pflaster gemacht/ undum denHals gelegt/ vertreibt esd»e ; auf den

Bauch gelegt / stillet es den Durchbruch; nut Geiß-Milch gemengt/heilet es die Apostem und Fistelu.Die-ser Mist mit Gersten-Mehl/Schweinen-Fette/ undEyerklar vermischt / g^orten und übergelegt / stillet dieSchmertzen der Nierc^Wer mehr davon wissen will/der besehe O. QuiUelmi van aea Lolcks I.eociii ttilio-riam l. I. c. daraus dieses meistenteils

genommen/ da wird er mehr finden.

I'snara sagt/daß man das Tauben-Blut in einemBack-Ofen dörre/hernach wieder mit Rosen-Wasserzerreibe / und an der Sonnen wieder abtrockne / dar,nach mit dem vierten Theil eines gerechten Bisems ver-nüsche / so wird es einem duncken / es sey ein guter edlerBisem/das ist aber eme Verfälschung/mehr zu wWn/als zu gebrauchen.

/Vicirovancluz sagt / die Egyptier halten dafür / werTauben-Fleischesse/sterbenicht an der Pest/ derenKö-nige bey Sterbens - Läufften nut Tauben - Fleisch ge,speiset worden»

cxxv.

N der Bauung eines Tauben - Hausses / ist sowol wegen der Sicherheit/als auch wegen derBequemlichkeit nicht wenig gelegen. Erstlichmuß der Ort mehr weit als enge seyn / weiln sie gernPlatz haben. Her:6s 8crrc8hält die rund Figur einesTauben.Hausses darum besser als die eckichten / weil /wann es glatt / wie es seyn soll/ beworffen wird / dieMaus undRatzen nicht so leichtlich hinauf klettern mö-gen/wie an den eckichten. Will man aber lieber eckichte

Vom Tauben - Hausse.

haben/ so stehen die Acht-sndSechs-Eck zierlicher undbesser als die Vier-Eck/ wiewol jeder hierinnen seinemBelieben folgen/und sich nach der Beschaffenheit undGegend des Platzes / den ev darzu ausersehen und er-wählen will / richtenund reguliren mag. Es sey aberdas Taubenhaus aufdem Feld oder im Hof drinnen/sosoll es doch frey / und nicht an andere Gebau angehen-cket stehen/damitdas Ungeziefer oder schädliche Thiersich nit so bald hinein stehlen mögen/so weitalsmöglich

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