Des Aoe!ichen Land < und Feld -Lebens
fort / in ein« absonderlich darzu vorbereitete Steige; > tersaat/weil sie damals fett silld/um das ausgemustertAndere thun diese Wirthschafft im Herbst/zu der Win-! te destoleichter zuverkaussen.
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Uon den ranchfüssigen und Utußen-Wanben.
^-Jese Tauben kosten zwar mehr als die Feld-^Tauben zu uiuerhalten/aber siewerden fast alle' Monat/Somer und Winter/wo man andersrecht mit ihnen umgehet / Zunge haben / so hatein Haußvatter auch im Winter junge Tauben zu eisen/und weil sie an Größe und Güte desFieisches den gemei-nen weit vorzuziehen / soll man sichs desto weniger dau-ren lassen / ein Dutzet ober zwey von dieser 'Art in einembequemlichen temperirten Gemach zu ernähren. Her: clssagt/daß dieJungen den Wachteln undTurtel-tauben anZärtigkeit wol gleich zuschatzen; etlichederensind mit zottichten rauhen Füssen / etliche mit grossenFederbauben aus dem Kopff / etliche machen mit dem
guten Rauch machen/auch/wie oben beyden gemeinenTauben gemeldt /gute edleKräuier hinein legen.
Die im Winter legen und brüten sollet» / muß manbesonders diejenigen darzu erwählen/die vorher einenMonat oder paar ausgesetzt undgefevret haben/sie inein nicht weites / warmes und doch lüfftiges Ort ein-schliessen/ihnen. besser/alsHirsen/Hanff/Brod-Bröß-le n von der Tafel und dergleichen zu fressen geben / undstars reines Wasser beysetzen / solches aber / wann esdraussen gefrieret / ein wenig mit laulichtem Wassertemperiren; die jungen Tauben werden Desto eher fett/wann man ihnen noch eher/als sie fliegen mögen/ die
„ . . ... grossen S6 )wingseder-n der Flügel ausrauffet/man kan
Schweiss ein Rad/wie die Pfauen/darum man sie auch sie auch bey den Füssen anbinden; andere brechen ihnenPfauen-Tauben Heisset; etuzhe sind schwartz und glan- gar die Füsse entzwey/alsoweil sie weder fliegen nochge-
zig mit weissen Köpssen / etliche roth und dunckelfarbig /etliche schwartz und weiß mit Tiegerflecken gesprengt.
Her! cis Scrrcs hält die gantz weissen/und die an denFüssen die wenigsten Federn haben / für die besten / die«weil sie leichter brüten / wiewol man die allzulangen Fe,dern mit einer Scheer wol abschneiden darff.
Das Zimmer muß liecht und gegen Aufgang oderMittage seyn/ die Fenster im Sommer offen / aber miteysernenGättem verschen/denn/je besser man sie einhält/und je weniger man sie umschweissen lasset / je fruchtba-rer sind sie ; ihre Nester werden mcht anders / alsiviesonst im Taubenkobe!/nachdem-manDiel oder wenighalten will / eingerichtet / sie werden auch nicht anders /als wie die Fiugtauben gespeiset / ausser wann die grosseKälte kommt / muß man ibnen besser warten / damit sielegen und brüten können/sie müssen auch allzeit in einemoder zwey grossen Troglein oder Geschirren Wasser ha,den / die man täglich ausputzen/ und mit frischem Was-ser wieder füllen muß/ihre Stuben muß man wöchent-lich auskehren/Stuben und Nester ausreinigen/und
hen können/dencken sie auf nichts anders/als das Essen/und werden in kurtzer Zeit überaus fett und gut ; unterdiesen ist das Beinbrechen das gewisseste/ wett ihnen al-ler Schmertzen in z. oder 4.Tagen vergehet.
Noch ist eine geheime Art zahmer Taublein bey unszufinden/die Türckische Taublein/ Zweiffels ohne/ weilsie aus Türckey anfänglich gebracht worden / auch we,gen ihrer kütterenden Stimme/lachende Täublein ge-nanntwerden/sind an der Grösse wie unsere Turteltau-ben/wie Semeljarb/etwas weißröthlich/die Schwing-federn an denFlügeln und in demSchweiff mit schwarz-oder dunckel- Aschenfarben Federn vermischt / fressenHauff/ Hirßprein/imd was andere Tauben fressen/werden nur in den Stuben gehalten/ brüten und züch-ten darinnen/und mehren sich bald ; man muß sie mitFutter und reinem Wasser offt und fleißig versehen/ istein angenehmes holdseeliges Ä)ierlein / von dem obernHalß biß an die Gurgel haben sie ein schwaches Streif-lein/ ihre Füßlein sind roth/und^ie Augen gelblicht miteinein subtilen Umkreiß.
<4?. cxxni.
Won der Aanbm Keinden
Ann die Tauben ansitzen/muß man verhüten/mir grossem Gepolder / Schieffen / Schreyenihnen Unruhe zugeben / wie man auch allenThierendenZu-u.Eingangbeyihnenabschnei-den und verwehren muß; so muß man auch / wann manJunge in die Küche nehmen will/zu einer solchen Zeit inihren Kobel gehen/ wann die meisten ausn Feldern sind/oder wann sie zum Fressen in den Hvsabgelocket wor-den sind/und dieses darzu so still und bescheidentlich/daßdie elwann noch darinn sich befindende ansitzende Tauben nicht geschrockt und verscheuchet werden.
Von aussern Feinden ist der Habicht der schädlichste/dem em Haußvatter in seiner Gegend steißig nachzustellen / und sonderlich im Frühling alle Gestelle der-gleichen schädlichen Vögel in denHöltzern / auf den di-cken Bäumen und Steinritzen fleißig auszuspühren /und die Alten.famt den Jungen zu vertilgen/ sich bemü-hen solle / dann wo man allein die Jungen abnimmt /
und die Alten nicht mit gestellten grossen Leimruthenzugleich absähet / machen sie ihnen gleich wieder einan-der Gestelle/und nisten an einem andern Ort; man kansie auch auf ihren Nestern mit starcken Maschen fan-gen / oder aufpassen und todt schiessen / wie dann dieWttd-Schützen deßwegen ihr Jäger- Recht billich ha-ben.
Dann was die Alten von ihrem Imnuncuio oderWindwahel fwie er in Oesterreich genennet wird) mel-den/er solle dieTauben vor den Habicht b< schirmen /ist mehr unglaublich / als wahrscheinig / weil er nichtgrösser als ein Guckuck/und einem Habicht zu wiederste-hen viel zu schwach ist/auch zu wenig Hertz und Muthhat; daß aber etwann sonst eine Lym psrkia zwischen die-sem Vogel und den Tauben sey/ bleibt dahin gestellt/in-dem sie wollen/man solle vier junge Windwähel/ jedenin einen verdeckten T<wff thun / verlutiren / und also indie vier Winckel des Taubenhauses aushängen/so sollen
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