Fff
II. Tße ,l.
l Neundtes Buch/
I als drey Aunge aus/und nur einmal im Jahr; ihr Lieb-kosungen geschehen mit zusamm-geschwngenenHälsm /als ob sie einander umfangen wolten/nach dem Werck/waschelnund reinigen sie sich im Wasser/mit badenund tauchen.
coieru, erzehlet / daß bey Chur-Fürstensin Sachsen Zeiten/zween Schwanen einsmals uneinsworden / und sich mit schlagen und be»ssen also umgeric,ben / daß man besorgt / einer möchte gar auf dem Platzbleiben / da habe sie ein guter Mann daselbst voneinan-der gebracht/diesem sey vereine Schwan/ Zweiget»ohne der schwächere/hernach so danckbar gewesen/ daßer ihm allenthalben / im Hause/im Feld / auch biß genHof/ zu einem würdigen Exempel der Danckbarkeu/nachgefolgt.
Mayer-H oft zy?
In der Artzney wird das Schwanen - Fett zum Ge-sichre/solches glatl und rem zu machen/gelobt/und sonstauch zu Linderung hitziger Schäden des Affters gebrau-chet; item/die güldene Ader zu heilen/auch für das xfin-nige Gesichte/wie Lercnus saget:
L/Zi,«us ackpcs tiilsri milceto I./zeo,
Omne malum propere maculolo exore luZsbi».
Die Brustflecke von denen zubereiteten Schwanen-Fellen/sollen eine sondere Krafft haben/d»e Däuungdes Magens zu befördern. Andere legen nur ein Küßauf den Magen mit Schwanen - Pflaumen angefüllt,^crius saget: Das Oehl/darinnen em zr>rrer jungerSchwan gekocht wird / soll ein wunderjames Mttelseyn zu den schwachen Nerven und Flechsen.
cxvil.
on den Mauben.
S sind etliche / welche die Tauben mehr schäd-z lich als nützlich in der Wirthschafft halten/ alsHerz von Thumbshirn/der sagt: Tauben sindein schädlich Vieh / das thut grossen Schadenim Felde / am Getraydicht/ wann es gesäet / und dannauch/ wann esreiff wird/kreucht aufdieBöden/zerreis-set die Dächer/wann es ausgewintert/wird es abgefan-gen/oder sonsten verstöhret und verjagt / und schaffetwenig Nutzen / machet auch öfftermals Gezancke unterNachbarn und guten Freunden/und kostet gemeiniglichlnehr / als davon zu nehmenAndere aber halten d«s Gegenspiel/sonderlich Hm8crrcs glaubet/^s könne keine Haußwirthschafft anLebenS-Mitteln Mangel haben / wo ein Taubenhauß /Koniglein-Garten und Teicbe sind; dann >ro diese dreyElückewol versehen sind/ist kemeWirlkschafftzugroß/die alles allein verzehre / und die nicht guten Überschuß
finde / theils guten Freunden zu verehren / oder zu ver-kauffen.
Wo es nun bey einer Wirthschafft grosse weiteKorn-Felder/und die Gebürge und Wälder ziemlichweit entlegen/darinnen sich die Raub-Vögel Hauffen-weise aufhalten können; da ist einem Hauß-Vatter sehrnützlich / viel Tauben zu ziehen / weil er im Sommerstets etwas zu braten haben kan.
Es gibt (ausserhalb der wilden ) allerhand unter-schiedene Geschlechte der Tauben / als die gemeinenFlug Tauben/die Türckischen/rauh-füssigen/ haube-ten und Pfauen Tauben / welche alle mehr kosten / unddas yantze Jahr mit Futter müssen erhalten werden/als die Flug-Tauben/die sich / den meisten Sommer-durch/ im Feld selbst nehren/ und den Unkosten/ der aufsie gehet / mit dem Schaden / den sie etwann in den Fel-dern thun/reichlich mit ihren häuffigen Jungen wieder