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Des Adelichen Land-und Zeld<LebenS
mit den andern Hünern gleiche Zustände / denen auchmit gleichförmigen Mitteln abzuhelffen.
Was die Stücke betreffen / die davon zur ^cclicingenommen werden/ sagt Simon 8ctki, daß die Brühe/darinnen Pfauen-Fleisch gesotten worden / sonderlichwann sie fette ist / eine sonderliche Eigenschaft habensolle / denen / die vom Seitenstechen angefochten wer-den/Hülffe zu verschaffen.
Die Pfauen-Gall/ nach violcori^s Meynung/ sollfür die flüssigen und dunckeln Augen nutzlich seyn.
Die Bein davon zu Aschen gebrannt / mit Essig ab-getrieben/und angestrichen/soll die aussätzigen Zittrachtund Flechten heilen. ^ ^ ^
Psauenkoch soll die Schmertzen des Podagra mtl,dern/ den Schwindel und die fallende Sucht vertrei-ben/wann einem Mann / der von einem Pfauen / undeinem Weib/ von einer Pfäuin kommende Mist in ve-kicuio convenirnti eingeben wird. Also aber soll esseyn zu gebrauchen / und bin versichert worden/ wer dieFrayß hat / und solches einmal braucht / daß er diesenZustand verlieren und nimmermehr bekommen solle:Nehm eine Hand voll Pfauen-Mist/ mit einem PfundWein abgetrieben/ und durchgesihen/in drey Theil ab-getheilt/ so bald nun ein Menscv diese Kranckheit gleichqehabt hat/ muß er einenTheil davon einnehmen/sich zuBette legen/ und wohl schwitzen/ bekommt ers zum an.
dernmal/ muß er / sobald ers gehabt hat / den anderni Theil einnehmen/sich legen/ wohl zudecken und wieder-um wohl schwitzen/und dann eine Stunde/ nachdem ervom Schweiß abgetrocknet worden/hernach dasdrilteTheil eingenommen/ und «dermal wohl geschwitzt/unddenSchweiß alle mal wohl abgetrocknet/diß soll gewißund bewährt seyn. Für einen Mann / nehm man denMist von einem Pfauen / und für ein Weib / von einerPfäuin. Etliche sagen/ der Pfau sey so neidig / daß erseinen Koth (indem er diß heilsame Mittel dem Men-' schen mißgönne) selbsten fresse.
Der Pfauen-Spiegeln etliche / klein mit einemScheerlein zerschnitten/ und Weibern/ die geschwolle-ne Brüste haben / im Wasser eingegeben/ soll wol/ wieauch zu andern ihren Zuständen / dienlich seyn.
Das Fette davon mit Rauten-Saff und Hönigeingenommen / curirt die aus kalten Feuchtigkeiten ent-sprnngene Colica.
Ihr Fleisch soll in der tteüicöwie die Kleöici wol-len/ sehr heilsam seyn.
DerRauch von denFedern / soll die Nachgeburt be-fördern ; und in die Augen gelassen/soll er für die rothenund triefenden Augen gesund seyn.
Sein Fleisch ist warm im andern/und trocken im er-sten Grad/wie v. öailkskr?il>nslii bezeuget.
cxvl.
Bon den Schwanen.
Er Schwan wird allein von vornehmen rei-chen Leuten in ihren Schloßgräben/ und na-he anrinnenden Teichen / mehr zum Lust undPracht/ als Lu Nutzen gehalten; sein hart und schwac-hes Fleisch kommt mit denen Schneeweissen und zar-ten Feder-Pflaumen/die an der Lindigkeit fast alles an-ders Federwerck übertreffen / sehr übel überein. DieAlten haben vermeldet/ er singe ihm selbst sein Grab,Liedlein; welches zwar etliche in Zweifel ziehen / etlicheaber von den heutigen gelehrtenLeuten bestättigen/nichtdaß er allein vor seinem Tode singen solle / sondern daßer eine überaus liebliche und angenehme Stimme biß,wellen von sich hören lasse; davon der gelehrte disu»vpormiu» inseinem klul-o.lib.z.csp. Iy. tol.Zz»?.also schreibet: Es war in meinem Hause ein feiner tu-gendsamer Jüngling / v. )oksnne, kokoroliius 88.5kco!oZi- 8tuäiolu». aus Norwegen gsburtig, derhat mit einem Eyde sicher betheuret/ daß er einsmalsin der Gegend um ^iärokcn an dem Meergestad / vorTage habe eine ungewöhnliche und überaus lieblicheZusammenstimmung / von Pfeiffen und holdseeligenGeschälte vermenget / angehöret/ und weil ihm unwis-send/was es wäre/oder woher es käme/sey er/sich um-sehend /auf ein Vorgebürge gestiegen/und habe in demMeerbusen daselbst eine unzahliche MengeSchwanen/die also gesungen haben/beysammen ersehen/ habe auchseinTage nichts lieblichers gehöret ;und thut Hervor-mius darzu: l»!»ncli» quikusösm mci, Oilcipuli»perecpi, nikil ksc ksrmoaik spucj ipso, lrcquc^tius,iis in locis, ubi (^ni lunt.
Und ob schon andere sind / die dieses widersprechen/will ich doch lieber ein em/der es selbst gehöret/glauben/
als hundert andern / die es allein gelesen haben. Undhat sonderlich der hochgelehrte X!e6icu» v. ikom.ö-rtkoilnu» dem Schwan sein verlohrnes und abge-leugnetes Gesang wieder rcttituirt/und behauptet/ inOillcrtStione 6e C/Zno»ju Evppenhagen gedruckt k
§.44. 54.
Der Schwan frisset Gras / allerley Getreyd /Fischund Brod / wann man ihms fürgibt. Sie legen imJahr nur einmal/ im Anfang des Frühlings; ihre Eyersind groß / langlicht/ und haben eine harte Schalen;es ist ein geftässiger Vogel/und grosser Fischrauber/srisst auch allerley Eingeweid von Geflügel und kleinemVieh/ was man aus der Kuchen wirfst.
Hen äe Lcrres sagt: Erlebe so lang/ daß man inFranckreich erfahren/daß einSchwan/in gewissen vor-nehmen Häusern/ etliche Zenerstionen überlebt hat;er brütet und führt seineJungen/ wann man ihm nurein Hüttlein über dem Wasser an einem einsamen Ortmacht/ mit Stroh versichert / und solches osst säubert;> wie ich dann auch (Anno 1640. ohngesähr) als ich zuPardubitz das commsncio gehabt / im Schloßgrabcndaselbst/ alte und junge Schwanen/ so darinnen ge-brütet worden/selbst etlichemal gesehen/und wie sie vonden Alten hin und wieder geführet worden/ offt mit Lustzugeschauet habe. Den Fröschen ist er sonderlich feind/und räumet sie in den Teichen und Gräben fleHig auf;die cksrcnte in Franckreich/wieHm cle 8errcs erzehlt/ist so nich von Schwanen/ Forellen und Krebsen/ daßsie ein Sprichwort haben: la cliarente e» couvcrlccle L^nes,psv^c cle ?>uitcs,8cbor<^ct!'Tlcrevis.tc». Sie sind leichtlich zahm zu machen/wann sie nurWasser und Fütterung haben; sie brüten selten mehr
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