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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Z9o DeöAdelichenLand-und Feld-Lebenö

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Von den Endten.

Je sind sonst mit den Gänsen fast einerley Eigen-1" schafft/ als daß sie mehr im Wasser/ als auf dem- Land/ die Gans aber mehr auf dem Land alsauf dem Wasser sich befinden: Hingegen auch dieEndten der Fischbrut sehr schädlich und gefährlich find/darum man an vielen Orten verbietet/solche in die Tei-che und Fischbäche/wann die Fischbrut sich ereignet/niteinzulassen. Doch sind die Endten ohne Teiche und La-cken/ oder Fluß/ oder Bache/ nicht aufzubringen. DieNatur hat sie mit den breit-häutichten Füssen / als mitzweyen Rudern versehen/desto besser im Schwimmensich zu regiern/ daher sie auch von den Lateinern ?ai m i.p-clc, genennt werden. Wo nicht grosse und kostbareWirthschassten sind/werden sie den Winter über nichtgehalten / sondern man kaufft nur im Frühling auf denMärckten/ oder andern bekannten Orten/Endten-Eyer/legt solche den gemeinen Bruthennen unter/ undweil diese Jungen von den Hünern treulich geführet/und bald groß werden / lässet man sie gehen biß in denHerbst/da sie wenig Futter bedörffen/ und ihre Nah-rung selbst suchen können; alsdann tödtet man sie nachund nach ab/oder verkaufst sie/dann (wie man glaubt)so sollen die von den Hünern ausgebrütete Endten nichtbrüten / ob sie wohl Eyer legen / und daher ohne diß zunichtes / als zum Essen dienlich / und also hat man / denSommer unv Herbst durch / nichts desto weniger seineEndten/und erspahret den Winter durch viel Habern/dann eine Endten ist ein gefrasiigtes Thier/welches im-mer nach der Speise sckrevet/ und wo man es lässetMangel leiden/weder wachsen/zunehmen noch Eyer le-qen/und also nicht Nutz seyn kan. Das ist gewiß/ daßsie allerley krieche nde s Ungeziefer/was sie nu r bekom-

men können/ fressen und einschlncktn/aljo/ daß ihreEyer viel ungesunder und schädlicher als der Äänfeseynd / und daher sich dafür zu hüten. Wo Schilsseund Wasser-Linsen sind / haben sie guten Unterhalt.Der Endtrich ist leicht vor den Endten an seinem gros-sen fchwartz-grün und Psauen-färbichten Hals / undkrummen gebogenen Federlein amSchweiff/auch heis-serer Stimm und Grösse des Leibes zu erkennen/hatauch meistens ein Ninglein um den Hals. Die End-ten ist subtiler / kleiner/ und von einer Hellern lauternStimme. Ein Endtrich kan acht oder zehen Endtenversehen.

Her! Ranhau setzt also in seinem geschriebenenHausbuch/>zu zehen Endten muß man einen Endtrichthaben/ sieMgen von Mitfasten an zu legen/ fo lang bißder Habern schösset: man kan einer Endten wol achtEyer unterlegen / sie muß vier Wochen sitzen. EineHenne aber kan wol acht oder zehen Endten-Eyer aus-brüten. Man muß die Endten des Abends betasten/und die legen wollen / muß man einsperren. EineEndte kan leben fünff oder sechs Jahr/ eine Gans aberviel länger. Man muß den Endten / die legen sollen/ihr Nest nicht auslähren / dann je mehr sie im Nest ha-ben / je lieber sie legen. Rochas in feiner Natur-Kunst(bey dem neu-aufgelegten und Anno 1680. gedruckten)ok.vaptitta Ports jZi,Z.2v6.) vermeldet/daß aus ei-ner verfaulten Endten Krotten wachsen / wann sie vor-her Krottengcfressen/allermassen auch/von einem Rai-ger/Hechten/wann er mit Hechten gespeifttworden/soer aber Karpssen gefressen / sollen gleicher GestaltKarp ssen w achsen.

. ^ Dchik-