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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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NeundteöBuch/ Mayerhof.

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cvi.

Bon der Gänse Pflaumen/ und ihren Kranckheiten.

N Oesterreich werden die Gänse gemeiniglichzweymal berupffet; Im April/wann diegrö-steKalte fürüber/und zu Anfang des Herbstes/wann man noch etlicheWochen schönesWetterzu hof-fen hat / ausser diejenigen/ die man im PZinter mästen!und todten will/die raufft man erst nach bem Tod. DiePflaumen/ die unter den Flügeln am Leibe/und auf derSeiten stehen/fondcrlich die sie oben an denBeinen ha-ben/ wie Her: Colerus schreibt / muß man ihnen nichtallzuhoch hinaufweqrauffcn / dann auf denselbigen ru-hen sie mit ihren Flügeln / und wann diese Pflaumenweg sind/ schleppen und hängen sie solche so lang/ biß sieihnen wieder wachsen / welches lhnen ungesund / auchheßlich stehet. Andere(darunter auch Colerus) vermey-nen / man könne sie des Jahrs wol drey-oder viermalbrauchen / ist aber in unserm Lande nicht bräuchlich/vielleicht auch nicht rathsam.

Gansfedern soll man in dem letzten Vierthel in dieBetter thun/dann so es im zunehmenden Monden ge-schiehet/so kriechen sie wiederum heraus.

Wann die Gänse Lause haben/ und nicht gedeyenkönnen/so streue Farrenkraut/ den Gänsen in denStall/ so v erlassen sie die Läuse.

Wie viel man aoer Federn zu einem Bette bedarss/sind unterschiedliche Meynungen. Etliche wollen/ mansolle zu einem Unterbette/ das groß und voll ist/nehmen

Pflaumen 42. Pfund / in eine Duchet acht Pfund / ineinen Polster acht Pfund/und in ein Hauptküssen zweyPfund / so jeglichem zu mindern oder zu mehren freystehet. !

Wann die Gänse kranck werden / sonderlich dieJungen/beräuchert man sie mit dem Schalen/ daraussie gefallen sind / und legt ihnen Weinkraut in ihrTrin,cken.

Daß sie nichtKoth-Eyer legen/ soll man ihnen Mor-gens einBißlein Ruckenbrod geben oder sie ungefressennicht aus dem Stall lassen / sie essen sonst Koth.

Um den Brachmonat werden sie leichtlich kranck/weil sie damals zu kielen anheben / biß auf St. VeitSTag/ da ihnen die Mucken in die Ohren kriechen / soman an dem Kopff-fchütteln mercken kan; dieses zu ver-mitteln/ soll man ihnen Lorbeer-Leitt-oder Baum-Oelin die Ohren salben / so kriecht nichts hinein. Colerussagt / wann solche Gänse sterben / und man ihnen dieKöpffe auffchneidet/so finde man einen gantzen HaussenMucken darinnen.

Wann die Gänse den Zipss haben / so nehm (wieMartin Böhlnen sagt) den grossen Bibenell/ der inden Wiesen wächset/brühe ihn mitWasser/ daß sieweich werden/und gieb sie/samt der Brühe/den Gänsenzu fressen/den übrigen mit den Hünern gemeinen Zufäl-len/ mag man auch mit gleichen Mitteln abhelssen.

cvil.

Was in der Artzney von den Gänsen zu gebrauchen.

Enckwürdig ist/was Hm D.Joh.AdamWe-ber in seinen curiosen Difcursen fol. 252. ausdem K4i 2si«to und 7 anzrs meldet/wie man auseiner Gans eine Artzney vor die Geschwür zubereitenkan/mit folgenden Worten: Gib einem alten Ganfer z.Tage nichts zu essen / darauf wirff ihm kleine Stück-lein von einem erst-abgethanen Aal für/sammle daraufseinen Koth/als ein henliches Mittel für allerhand Ge-schwär / wie solches ein trefflich-erfahrner Wund-Artztbewährt befunden. ^

Gäns-Schmaltz mit Zwibelsafft vermengt/ und einTröpflein davon in die Ohren eingeflößt/lindert dieScbmertzen/und ziehet Wasser heraus.> Die Gans-Zungen gedörret / gepulvert und einge-nommen/treibt und öffnet den verstandenenHarngang/Wie5imon8etki bezeuget; wie wohl andere glauben/sie seyen denen hülfflich/ die den Harn nicht verhaltenkönnen. Die gebratene Zungen der wilden Gänse sol-len denen mit Sand und Stein behaffteten ein treffli-ches Mittel seyn.

Der Magen von der GanS soll den blöden Magenstärcken.

D er Gäns-Mist/ wiewol er/wegen seiner Hitze/denGewächsen schädlicb/solldoch das damit gedungteErd-reich schöne Krautpflantzen tragen / ein Quindel davoneingenommen/ soll/nach violcoriäis Meynung/den

"llTTb-l!. ^

Hinfallenden nützlich seyn/in weissen Wein acht Tag«nacheinander allzeit nüchtern getruncken. !

kontra lücrum: ye. kimi anlcrini lubtilitkmöpul-vcril»ti. zj.tridu» «Ledusin vino albo »sut alio vctii»culo convcnienti.

Galenus sagt/ das Pulver von einer Schalen einesgesottenen Gans-Eyes / ein halb Quinte! schwer einge-nommen / soll den langwührigen Durchlauffund rotheRuhr vertreiben.

Wann durch einen Fall oder Schlag das Ohr ver-derbt worden / so nehm gereinigtes Gänse-Schmaltz/laßes über einer linden Glut zergehen / und träuff eshinein / so wirds besser.

Wann jemand am Ajstern eine Entzündung hat/ sosalbe das Ort mit frischem Gäns-Fette; oder thus aufjein Tuch/ und legs als ein Pflaster auf.

Wann den Kindbetterinen die Brüste geschwellen/kanmanGäns-Schmaltz mitRosensalben vermischen/^und solches vertreiben.

An kalten Mitternächtischen Orten/wo denNeysen-den die Lefftzen von scharffen Winden zerschrinden/kanman solches verhüten / wann man solche mit tiesemSchmaltz einsalbet. Mit Hönig vermengt / und auseinen wütenden Hunds-Biß gelegt / befördern es dieHeilung; es weichet alle harte Beulen: darzu auch dieFeisten/so von den gebratenen Gänsen abträuffet/nutz-lich seyn solle.

* Eee

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