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Des LwellGen Land-und Feld-LebenS
j Ferners machet man die junge Gänse feist uns gut/j wann man mmmt vier Theil Weitzene Kleyen/ undjwey Theil Gersten-MehU das rührt man ihnen mit
warmen Wasser/ und lässet sie dreymal des Tages da-von essen/so viel si« mögen. Stt müssen aber zuttm-cken genug dabey haben.
cv.
Von ihrer Mast.
geszuftessen/und sitzen ihnen Wasser und Sand vor/davon soll die Lebet sünffpfündig werden/welches auchx>kovvztcycjc rcszrZriZ.si.z89. bestättiget.Her: Philipp Jacob von Grümall lehret dieseMast/ so auch von den Juden herkommt/ davon dieLe-der so groß werden soll/ als ein Teller/ darausman ißet:Erstlich (sagt er) die Ganß soll nicht junz/sondern großund ausgewachsen seyn/ die Schmaltzscdern unter denZechzen und um den Steuß soll man ausziehen / undzur ersten SchoppLindeneKohlen eingeben/ daß sie esnicht wieder ausschlingen; das Geaßt/ alsHirsen/Ha,bcrn und Gersten/ soll man trocken durcheinander mi-lchen/ anfänglich schlechter/ darnach immer besser/dasist/ me hr Hirs und Gersten/ als Habern/aUes gar wolgesäubert und wieder getrocknet/ und im Anfang sollman die Gans dreymal mit diesem Geäse ätzen odertippeln / (wie es die Juden nennen) das ist ein Nöhr-lcin/wie man die jungen Tauben Mert/und allezeithinabstreichen/bis derKropffundHalsvol! ist/hernachem wenig Fleisch-Wasser darauseingiessen/ und einBislein Brod in den Schlund stecken/ daß sie dasGe-äste nicht ausschlingen/ und allezeit eine halbe Viertel,Stund nach dem Tippeln/ soll man ihnen Fleischwas-ser/ oder Milch fürsetzen/ aber über eine halbe Viertel-stunde nicht vor ihnen stehen / sie auch sonst nie/ alsnach dem Esten/trincken lassen; auf das Schoppen lästmans ein wenig umgehen/ so verdauen sie desto eher/und setzet sich dasGeäste fein abwärts. Ehe mans aberwieder in die Steige thut/soll mans noch einmal über-choppen und denHalS gar anfüllen.Wann sie nun ha-ben abgedäuet/ soll mans wieder schoppen/ausdie letz-te dauensie nicht mehr dreymal / und endlich nichtgarzweymal/ und werden ohngefehr in drey Wochen gut/so daher abzunehmen/ wann sie aufhören des Tageszweymal abzubauen. Auf zwo Gänse gehen 6. Vier-tel Hirse und Gersten untereinander. Wann mansabthut/schneidet man ihnen die Gurgel ab/ daß sie ver-bluten ; den Leib schneidet man aufder Seiten so weitauf/ daß man dieLeber gantz unzerstückelt heraus brin,ge/ die soll man alsobald in kaltes Wasser/ oder in ei-nen Schnee legen/so wird sie schon weiß. Etliche neh-men nur allein Gersten - Mehl/ brennens mit warmen
Je Soldaten haben diese Mast / daß sie ihreGänse mit einem einigen Laib Brod jum Essengut machen/ sie nehmen cmen grossen HauslaibRocken-oder Gersten-Brod/ machen oben im Ontroein kleines Löchlein/ so groß als ein Daumen/hinein/schütten Hadern darein/giessen Bier daraus/ und setzenden der Gans für; wann nun die Gans den Habernanfängt heraus zu suchen/ macht sie das Loch im Brodgrösser/ und gewohnet zugleich die Gans/ das nach undnach/durch das Bier-eingicssen/ geweichte Brod zu es-sen/das man immerdar mit Bier anfeuchten muß ; in14. Tagen wird der Laib Brod gar aufgefressen/ unddie Gans wird zu schlachten tauglich. Disistderge-ringste Unkosten/ eine Gans gut zu machen / wie ich esselbst etlichemal probieren lassen ; es muß aber ein jun-ge Gans seyn/denn an den Alten ist (wie das Sprich-wort lautet) Hopssen undMaltz verlohren.
Ins gemein die Gänsefett zu machen/ macht manWeitzen-oder Gersten-Mehl mit warmen Wasser zueinem Taig/ mengt ein wenig Honig darunter; manbraucht auch den Schrot von allerley ausgereutertemGelraid/zerstvsiene Eicheln / Rüben/ Mohren. Ausdem Taig macht man Kugeln/oder Strützeln/ wie beyden Capaunen/ und fchöppt sie/hält sie auch gleichmäs-sig an einem dunckeln engen Ort. Andere halten sieallein in einem Gemach/ sehen ihnen genug Esten undTrincken vor / und putzen ihnen das Zimmer offtmalssauber aus.
Hm cle Lerrcs erzehlet/ daß man in (Zzscozne dieGänse in 15. Tagen oder z. Wochen also mästet.Mansetzt sie um den halben October (wann man sievor zwi-schen den Füssen und am Bauch gepflückt hat) an einenengen Ort/ der dunckel und warm ist/ oder blendet siegar/daß sie nicht sehen können/wann sie vorher 2>oderz.Tage der Speise gewohnen/und hernach solche blinddesto leichter finden mögen;man gibt ihnen Hirsen oderHadern m Wasser gesotten/und Wasser muß man ih-nen allzeit genug fürgeben / so werden sie sehr gut undfeist/doch hat man mit den Alten etwas länger zu thunals mit den Jungen. Aller Mästungen Anfang soll imVollmond/wann der Mond zwey oder drey Tage imWachsen ist/ besser gedeyen; die kleinen kurtzen Federnum den Steuß herum und unter den Flügeln/ zupsstman ihnemit einem kleinen Zänglein aus/ sonst neh-men sie nicht zu; man mischt auch wohl Mehl uudKley-enuntereinander/ macht einen Taig daraus zu ihrerMast. Von Haiden sollen sie auch trefflich zuneh-men/ oder von Biertrebern mit Kleyen vermengt.
Alles Viehlein / das man mästet/ nimmt lieber zu/wann etliche beysammen sind/als wann nur eines alleinist. Herz »ercsback sagt / daß die Juden ihre Gänsein ein Tuch einbinden/ an einem duncklen Ort aufhan-gen/ die Ohren mit Erbsen oder andern Sachen ver-
stopssen/damit sie weder durch dieAugcn noch durch die I allezeit flüssig/ wie ein Oel. Die Gänse werden mitOhren zumGeschrey bewogen werden/geben ihnen ein grossem Nutzen eingesaltzen/ und im Rauchfang aufge-dünnes Taiglein von Gersten-Mehl d reymal des Ta- > selchet.
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Wasser ab/ machen einen Taig und kleine Kugeleindaraus/ lastens ein wenig übertrockenen/weichens her-nach in susse Milch / so viel sie einmal brauchen/ undschoppen sie also.
Das Gänse-Fett wird sonderbar zum Gebrauchaufgehoben / man hackts klein/ lässet es beym Feuer ineinerPfannen aus/wie das Schweinen - Fette/saltzetes ein wenig/und behälts in indenen glasurten Geschir-ren/ also bleibet es lange/und solle zum Kochen besterund edler seyn / als andere; es hat auch diese Ei-genschafft/ daß es in der Kälte nie gestehet / und bleibet