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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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NeundtcsBuch/ Mayerhof.

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Bon ihrer Brüt und Auferzichung der Jungen.

An muß die Gänse m der Lege-Zeit versperren/daß sie nicht ausserhalb dem Stall/auch nichtaufdie Erden/ sondern in die darzu bereitetenNester ihre Eyer legen; wo sie legen/ wollen sie auchsitzen. Wann die Eyer lang auf der Erdeu liegen / sagt6ubertus, taugen sie nicht zum Unterlegen; sie müssenin mittelmässiger Warme erhalten / auch nit viel ge-rüttelt/ noch von dem Monden beschienen werden/ siewerden sonst bald stinckend. Der Sudwind ist zurZeit des Unterlegens am besten.

Den besten grossen Gänsen mag man funffzehenEyer uncerlegen/und jede Gans brütet am liebsten ihreeigene Eyer aus. Im Sommer verrichten sie ihreBrüt in ,s. Tagen; im Winter aber in zo. Tagen.Die jungen neu ausgefallenen Ganselein lasst man 12.Tage bey der Mutter/ gibt ihnen Kleyen mir geschnit-tenen Nesseln/ und warmen Wasser/ oder Salat undHirs-Brey gesotten : sie müssen am Trincken keinenMangel leiden. Welche Gans im Legen nicht vielFedern im Nest lässet/ die pfleget die Jungen seltenwohl auszubringen; wann man in der Brut-Zeit Ha,dem und Wasser zu ihrem Nest setzet/ brütet sie destoanhebiger / man muß ihnen aber diese Speise sparsamreichen. Viele sind der Meynung/ die gemeinen Hü-ner brüten die Gänse-Eyer am besten aus; weil aberdie Eyer groß/ und der Leib klein ist/ mögen sie aufshöchste s. oder 6 auf einmal besitzen/ welche sie nichtallein wolausbringet/ sondern auch wol und treulichführet / fast besser und mit mehr Sorgfaltigkeit / alsdie Gans selbsten. Dis thun ingleichen dteJndiani-schen Hüner / denen man wol zwölssoder mehr unter-geben mag / indem sie gleich fi» viel als ein Gans besi-1tzen mögen. Und unterdessen legen die Gänse/ denen ^man die Eyer fsrt und fort vomNest wegnimmet/ destomehr Eyer/ welche in der Kuchen für das Gesinde wolund nützlich zu gebrauchen sind.

Zum Brüten (wann man ja Gänse haben will )muß man solche nehmen/ die vorhin wol gebrütet/ undviel Federn im Nest haben fallen lassen/ weil sonst vielanfangen zu brüten / wiederum weglaussen / und dieEyer verlassen. Man gewöhne die Gänse / daß sie inihre ordentliche Nester/die man zu diesemEnde in ihrenStällen aufrichtet / zu legen sich gewöhnen/sitzen gernan einem stillen heimlichen Ort/wo man wenig Gepol-derhöret. Etliche setzen ihnen einen Kessel oder Faßmit Wasser zum Nest / darein soll der Hall von demGepolder / auch vom Donner-wetter fallen/ und derBrüt unschädlich seyn.

Wann die Jungen ausgefallen / hat man die er-sten 8. oder 14. Tage die meiste Mühe mit ihnen/u. daßman die kleineren Schaaren zu den grössern nicht kom-men lässet/ weil sie leichtlich einander tretten/ oder sonstverletzen; als wann mehr Schaaren in einem Zimmersind/ kan man sie/wan sie ungleicher Grösse und Kräff-ten sind/mitBrettern undHurden voneinander abson-dern/ bis sie auch nach und nach ihre gleiche Stärckeerreichen. Erstlich gibt man ihnen gehackte / mit einwenig Bleyen u. Petersil oder Schnittlauch vermischtehartgesotteneEyer/ und setzt ihnen alsobald ein flaches.

nicht gar zu hohes / saubers/indenesNüschlein oderTrögelein mit frischem Wasser für/ damit sie leichthinem reichn / und zur Nothdurffl trincken können;man gibt ihnen auch zu Zeuen einen grünen/ziemlichgrossen / an einem Grasreichen Anger ausgestochenenWaasen m ihr Gemach/ daß sie daraufspielen / unddas Gras fressen lernen / und lasset sie also mit derMutter in ihrem Gemach / bis warmes Wetterkommt. Es sind wol etliche/die nehmen nurdiejcniaenEyer/ die in der Brüt gewesen/und nichts daraus wor-den/ hacken solche/ und geben sie anfangs den Jungen;dunckt aber andere nicht wohl gethan seyn/ besser mannehme andere/ wiewsl alte / doch nicht verdorbeneEyer/ hacke sie/ wie gesagt/und mische Broonnenkreßdarunter.

coieru8 sagt/ daß sie etliche bald in der Jugenvzum frischen Roß - Mist/der von Haberfutter kommt /mit Kleyen vermischt/ gewöhnen/denn sie sollen wohldavon legen/ welches ich lasse dahin gestellt seyn. IhrEssen soll sauber gehalten / und verhütet werden/ daßnichtHaarvonZiegen / Schwein-Borsten oderFe-dern von anderm Geflügel darunter kommen/ dann sieverrecken leichtlich davon Wann nun gut warmesWetter kommt / lasst man sie an die Sonne/wo et-wa» ein Bach oder Teich/ oder sonst saubers Wasserist/ oder gräbt ihnen ein saubers Trügelein in die Er-den/ und giesst frisches Bronnen-Wasser/ darein / undlasst sie also darinnen umwäscheln.Wann starckesRe-gen-Wetter kommt/ muß man sie bald aufdie Seitenbringen/denn sie mögen die Nässe nicht leiden. Wannsie etwas älter und starcker worden / gibt man ihnenGersten-Maltz/gesottene Gersten oderHabern;treibetman sie hernach aus / muß es nicht im Thau oder Ne-bel seyn / gibt ihnen vorhero ein wenig Saltz undAschen ein/ oder streuet ihnen Saltz und Nettich in ihrTrincken,

Wann sie vier Wochen alt worden / und ihnendie Blut-Federn anfangen einzukielen/ sind sie amschwächesten; da mag man ihnen angefeuchtetes Maltzgeben/ davon gedeyen sie wohl: Rocken-Mehl sollman ihnen nicht geben / Haber-Mehl ist ihnen gesün-der. Man soll die jungen Gänse zeitlich an den Füs-sen zeichnen/ damit nicht die Alten / die man zumBrüten brauchen will/ an ihrer Stelle geschlachtetwerden.

I). Lcrn!izr6uz Vcrxsscli!, in seinem Kränter-Buch/ lib 2 czp. I schreibet: Will man die jungenGänse bald aufbringen / soll man ihnen Weihen inWasser gequellet zu essen geben/ so bald sie ausgeschlos-sen sind/ davon werden sie bald groß.

Junge Gänslein auszuziehen-.Wann sie aussallen/so gib ihnen von einem Mistbrod zu trincken/ ehe manihnen zu essen gibt; darnach nimm ein Käshärten /weiche es in ein Wasser/ und mit diesem Wasser be-sprenge all ihr Essen ein wenig/ man kans auch immerein wenig salhen bis sie gar verschausselt haben.Wannsie sich ein wenig h''fern und traurig werden/ so leg ih-nen ein wenig Kupfferwasser in ihr Trincken/ es ist be-währt^

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