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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Äeö Adeltchen Land-und Feld-Lebe»?6

Die Wiesen/wie sie von den Alten getheilt werden/i Grund zu nichts anders gebrauchen kan/ ists besser/sind trocken oder seucht/die trockenen haben gesunders' man lasse ihn zur Wiesen liegen/oder/wann Bronnen,bessers Gras/für Kälber/Schaaf/undander junges ^ .

Vtehe/svndcrlich wann sie zu bequemer Zeit mögen gewäsiert werden. Der feuchten sind wiederum zweyer-ley/ etliche werden von einem frischen klaren Bachleindurchrvnnen / oder haben Bronnen-Adern darinnen /davon sie gewässert / bisweilen auch gar Übergossenund verschwemmet werden/ da muß man das Heu beyZeiten salviren und auf die Seiten bringen/wiewol esvfft nicht seynkan/ und sind sonderlich die Bäche/ diesandichten Grund haben/ schädlicher; da hingegen diejenigen/ die Letten und Schlamm führen/ ob sie schonauf einmaldas Gras verderben/ dennoch mit ihrerkünfftigen Düngung den Grund also befWigen/daß er das nächste mal den UgenSchaden mit doppel-tem Wucher wieder ersetzt. Die schlechtesten Wiesensind/ die morastigen sumpfichten Grund haben/gemei-niglich die rauhen Kätzlein(wie sie inOesterreich genen-net werden) und wollichte Kräuter tragen / davon dasVieh gern die Husten und Lungensucht kriegt/ aufswenigst bringen sie saures und grobes Futter / welchesdasViehMgeme frisset,und dennoch/wann man einen

quellen vorhanden / machet man gern einen Teich dar-aus/wiewol dieKarpffen in solchemWasser schwerlichgut thun.

Wann dieWiesen also liegen/daß die Wasser leicht,lich können abschiessen/ das ist/ ein wenig abdachichtund Thalhängigt sind/so ists am besten; wann sie abermitAnhöhungen umringet/ und in der Mitten einenSack oder Kessel haben/ so ist wenig gutes daraus zugewarten.

Die bestenWiesen sind die gantz flachen/die zwar ab-hangen/aber jo wenig/ daß man fastnicht mercket/ die/ob sie schon trocken sind / das herzlichste und krässtigsteGras/so allein von dem natürüchenSasstderWurtzenernähret wird/mittheilen; noch besser sind sie/wann ei-ne Bronquell/Bach/oder Teich in der Nähen/darausman den Ort/wann und so osst man will/durch aussge-worffene kleine Wasiergräblein/ befeuchten und wäs-sern kan. Es gibt an etlichen Orten driemätlige/ diemeinsten aber zwiemättige Wiesen / etliche ditgar andürren hohenOrten liegen^an man nur einmal mähen.

Xl.

Wie die Wiesen zuzurichten.

Erübrige/und allzufeuchte/und nichtreichlich-tragende Felder hat/der thut am besten / wanner Wiesen daraus machen lasset; man kan/wie Her: a- Lerre» will/imSeptember anfangen denPlatz umzuackern zu einer Zeit/ wann das Wetter we-derzu trocken/noch zu naß lst/nachdem alle Erndte ein-gebracht;und dieses Feld muß innerhalb sechzehenMo-naten zu unterschiedlichen malen umgerissen/und dieEr-dewol umgerühret werden/vom folgenden Februarioan über ein Jahr/ oder welches bey uns bequemer/ imMe:tzen ist dieZeit/daß die Erde denHeu-Saamen an-zunehmen geschickt ist/ sonderlich soll einen die Gedultdieser langen Zeit nicht unwillig machen / wann derGrund hart und laimicht ist/ sonst wird nichts Gutesdaraus werden könen;u v»ut «-«ux.sagt er/clei«i«r un

p«u,po»r scsire uns rcpsrstion bonnc Le pcrj,etur>lc«zu'cnse precipitsnt.zskcrl'ouvrgze. Esist besser/ein wenigZeit brauchen/etwasGutes und Bestandigeszumachen / als durch Übereilung das gantze W«rckverderben.

Will man aber ja so lang nicht warten/ so mag manden Ort anderthalb Schuhe ciessmit Schauffeln undHauen durch starcke Leut umgraben und auf-arbeiten/alleinStein/Wurtzen/un anders Verhinderliches her-aus werffen/ und mit einer guten scharffen Eggen wolzerreissen/ und gleich machen lassen;wann nun dieses imHerbst qeschehen/kan man hernach folgenden Frühlingden Saamen anbauen / weil das ungearbeitete Feld /durch des Winters Frost / genugsam abgemürbet ist.Diß pflegt man allein zu thun an harten und steinichtenOrten/ wo man mit dem Pflug nichts richten kan/sonstwäre es eine schlechte Wirthschasst / weil es viel Unko-sten erfordert.

Es müssen aber nicht allein alle Stein/ sondern auchalle Sträuchlein und Bäumlein/ wo sie darinnen zu

finden/mit samt denWurhen 'ausgeklaubt und wegge-räumet werden/ will man anders etwas nutzbares ha-ben/ und das/so offl man ackert/ und etwas dergleichenfindet. ^Durch diese sechzehen Monat lang öffters wie-derholte Arbeitwird der Grund gut mürb gemacht/auch fruchtbar und säfftig/weilen er wol soll gedungetseyn/ und bis nutzet auch viel Jahr hinaus/sonderlichwann man nicht alten abgelegnen/sondern frischenMistbrauchet/ der ohne dis zum Graßwachs beförderlich /derhalben auch m die Treyd-Felder nicht gern genom-men wird ; dis kan geschehen ein paar Monat vorher/ehe man den Kleesamen ansäet / ohngefehr im Decem-ber/wann er der Schnee nicht verhindert/und mag ihnalso im Frühling reichlich ausbreiten/und das Feld da-mit bedecken/einackern/und mit einer Eggen oderWal-tzen den Platz schön gleich ebnen/ daß er nicht uneben/oder grubicht sey.

Sobald der Frühling kommt/ besäet man den Ort/lieber bey trocknem als feuchtemWetter/aber noch bes-ser ist es / wann Hoffnung eines annähenden bald fol-genden Regens vorhanden/ weil dardurch der DüngeHitzigkeit gekühlet/und des Saamens Aufgehen beför-dert wird.

Von dem Kleesaamen soll man den besten/kleinestmund zeitigsten erwählen / zu dem man bald Habernmischet / der/ Weiler eher in die Höhe kommt/ in derSonnen Hitz dem Gras einen schatten macht/ undmit seiner Frucht den halben Unkosten bezahlt/wann erzeitig worden; daß er desto besser und gleicher mag ge-säet seyn / zeichnet man mit einer Stangen nicht tieffeFurchen/ bloßdamitder Säemannwisien kan/ wasbesäet oder nicht ist / auf daß er nicht m werde /. ei-nen Ort zweymal / und den andern garnicht besZe /wie es leichtlich geschehen kan; gleich daraufwird derSaamen eingeegt / nach der Länge und nach der

Swerch/-