Neundteö BucZ> /Manerhos.
2c) l
Schcrblein Wasser darzu / so sterben sie/ und ist siche-rer zu brauchen/als das ärlcmcum. A>ann Schlan-gen in Zimmern oder Ställen sind / so brenne Ochsen-öder Ziegenhorn / dardurch verjagt man st?. Wann,man mitjden Kapserblumen-Saamen (l-mi.,-z-»-) einen Nauchmacht> werden die Spinnen undandere gifftige Thierlein damit vmrieben.Der Rauchvom Pyley soll/ nach?linii MeynunzZ/ die Flöhe ver-treiben.
Ferner soll die Mayerin ihre? Herzschasst und ihremEhemann treu/ gehorsam/ sparfanvfriedlich/sorg^ältlgund fleißig seyn/gerne zuHause bleiben nicht alleK'irch-täge ausgarten/ sonderlich/ wann nichts nothwendigeszukauffen fürfällt/ so sie besser als der Mann verstehe:/ jalsvonKuchengesä)in/ Sechter/Moldern/ Nührsaß >und dergleichen; Sie soll (wie ihrHaußwirth) die er-'st« auf/und die letzte im Beneseyn / aus die Liechter in ^denStällen/und das Feuer imOfen undaufdemHeer-Se genaue Achtung zeben/ alles in ihrem Beyseyn/ vor
> chrem Schiaftengehen/ auslöschen und versichern las>s 1ÄI / keinem Menschen dchfaUS/ <us ihren selbst eignenöligen /rraum.
Hat sie Kmder/soll sie solche ztrrGottesforcht/ Ge-!bcr/Arbeit und.Dauerh»Wgkeit von Jugend aus ge<'ivHneu / ÜMn keinen Frevel/ Muthwillen / Zanct u!?d ^S -inägerey gestatten. In allen Einkünffren vonMlich/Butter/ Schmalz Cyern / jungen und allen Gefilde!/ssll sie gute Rechenschaffr zu geben wissen / vor a!knDingen soll sie unter dem Gesinde die Einigkeit erhal-ten/ und kein Dischemaschen-traqen und Haderey zu-geben. Unter ihren vornehmen Arbeiten istaucb / das.junge Vlehe/ Kalber/Kützlein/ Schweirüein/Hnn-lein / junge Gaich und Endten woh! sintern und war-ten / d<7s Gesiügel zu bequemer Zeit ansetzen / und dieZelt des Ausfallens der Jungen wohl beobachten fleis- ^sig ausziehen / m Ställen/ Zimmern/ Gemachern/Ge-wö-bern/Kuchen und Keller soll sie alles jaubcruudreiuuch halten
<1^?. V!l.
Bon den Knechten.
Je Anzahl der Kncchte/?an m kemertey Witth-fchaffc so <zenau vorgeschrieben werden / nach-dem sie viel oder wenig Arbeit undBerrichlun-qen haben/nachdem es arbeitsame oder langsame Leutegibt / wie viel On deßwegen von andern einen merkli-chen Unterscheid haben /nachdem muß man auch mehroder weniger in Bestallung nehmen ; Und wann ja ineinem soll ein Fehler vorbey gehen / ist es schier mchli-ch :r/man habe einen zuwenig als einen zu viel/weil die-se nie mehr/Me aber gleich so viel Arbeit verrichten/alsb sie um einen mehr hätten. JnQesterreich haben disLandgüter die Unterthanen/ deren Wäisen sie zu dendosiüiensieu nehmen und gebrauchen können / welchess) wol für die Her:schafft / als für das Mayervolck eintrefflicher Vortheil ist / weil weniger Untreu oder Un,M von ihnen zu besorgen/ sie den Dienst/ nach ihremGefallen/nicht dörssen aufjagen/ oder den Sttchl<wiedas Sprichwort lauter) für die Thür setzen / wie sonstvon den Fremden offt zu geschehen pflegt/ oder wolgar heimlich in der besten Arbeit-Zeit aus dem Dienstlauffen/ oder v5n bösen Leuten abgeredet und verführetwerden. Die auch /wann sie mit Kost und ehrlicherBelohnung versehen sind/lieber und williger die Arbeitangreiften / fortsetzen und ausrichten. Durch gelindeFreundlichkeit und ernste Sanfftnmth des Mayers/dienen sie desto lieber und fleißiger/wann ihnen nicht al-les mit Schnarchen / Geschrey und Poldern / sondernmit guten doch antreibenden Worten anbefohlen / undsonderlich des Mayers Exempel/Fleiß und Wachsam-keit täglich vorgewiesen wird.Vor fremden/unbekann-ten/uinlauffenden Gesinde, die keinen/ oder doch zweif-ftihafftenAbschied haben/von was guren Aussehen sie
, auch scheinen / ist sich wol zu hüten / und ihnen / ausserder höchsten Noth,kein Dienst oder UntersMtffzu gc-ben/fonderlich wam! gefährliche und anfällige Krunck-heiten regieren.
j Ein Mayer muß besondere Aufsicht auf die Kn:cblehaben / daß sie nicht feyren oder faulentzen / daraus al«' les Übel/ nach c."<>nis Ausfpmch/ erfolget/ daß sie! Ochsen und Pferde wohl nnd treulich füttern / nichtsveruntreuen oder verpartiren/zu früher Tages-Zchandie Arbeit fahren oder gehen / bey rechter Zeit wieder-um Feyerabend machen / ihres Wehes wohl pflegenund warten / Wägen/Pflüge/ Eggen/Wcu5cn undanders Baugezeuge nicht verwüsten / fondern au>?bef-ftrn und Fleiß haben / daß nichts muthwillig zerbro-chen werde»
Die Geschin soll derOberknecht in seine Verwal-tungnehmen/und dafür Rechenschafft geben - eine ei-gene Kammer darzu haben / darinn alles möge ver-span / sauber aufg'hangen uiid gehalten werden; son-derlich soll ein Mayer nachsehen / daß sein Viebc mchtüberladen / oder grob und unbarmherzig gescl lagenwerde/und dergleichen Unholden und grobe Pengel/die off: die Peitschen besser/ als das armeViehe/ver,dienen/ wol straffen / oder/ aus nicht befindende Besse-rung / gar mit der Thür schlagen; hat er aber fleißige/willige und fromme Knechte/soll er sich auch also ge-gen ihnen erzeigen/ daß sie ihn lieb gewinnen / und ger-ne bey ihm bleiben/ sie mit Lohn und Kost / oder wasihnen gebühret/ gern und reichlich versehe« / wann Je-mand unter ihnen kranck wird/ solchem alsbaldenMittel verschaffen/daß er die Gesundheit wieder er-langen möge.
L
*Pp iiij