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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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Achtes Buch / Pferd - Zucht.

gewütet und gerihelt/ als wären sie erst von 8. oder 9.

"^Her'r Fugger erzehlt/daß der alte ^likassa zuOfenzwey seiner Haupt-Roß gehabt/ darauf er sich m allenOccalionen finden lassen/ deren keines unter z 6. Jah-ren gewest. . ^ ^

Und ?ccjerico(Zrison!:, ,m vmdten Buch, seinerReut-Kunst am Ende / erzchlct/ daß der König inHranckreich carolus der Achte/ alser in Jtalia gegan-gen/ undihmedie Hertzogen von Mayland /und^i.intus, neben den Vcnenanern/ den Paß 01spunden wollen/er in selbiger Occstion ein schwartzesSpanisches Pferd/ vier und zwantzig Jährt alt/ dar-t u einäugig/ geritten/das habe sich so trefflich gehalten/daß ihme der König all sein Lebenlang seine gute War,tung geben/ und die Hertzogin von öourbon. des Kö-nigs Schwester/solches/ da es umgestanden / begraben

^J t'em/in der Schlacht bey LcriZnols, MischendemQrän Lsxitsno, keräinznäo Loatalvocle Lorcluba,

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und demFrantzösischen Vice- k;czu>iapoii, Hertzogenvon^'-mours.sey dem Tag vorher ein Ncapolitani,scher Edelmann /Liacomo (?uincja^ro, ins Läger kom-men/ weil dieser ohne Pferd / habe er den Fürsten vonN-Isc^rajanoczraccioio angesprochen/der ihmdanndie Wahl gelassen / darauf habe er einen grossen alten27. jährigen braunenBescheller erwahlet/welcher/wie,wol er an vielen Orten verwundet / dennoch so tapsserausgedamer/daß Reuter und Pferd ein grosses Lob da-von getragen.

Und schliesst Herr Fugger gantz vernünfftig / daßer an einem Pferd die Jahr nicht ansehe / sondern viel-mehr die Gesundheit/daß es durch seinen gantzen Leib(wie er redet) Glied-gantz sey/ nicht überritren/ nichtbockbeinig/ sondern glatt an denen Schenckeln / undwas dergleichen mehr zur Gesundheit gehörig/fürnem-lich aber/ob <s noch bey gutemLeibe und essig sey: Dennwo solches / ohne vorgehende Ursach/ abzunehmen anfanget/so hats ausgedienet/und tan sich kein Reuterin einiger Noth darauf verlassen.

V.

Bon den Ungarischen Pferden.

Nter den Ungarischen Pferden ist (wie überall)ein grosser mercklicher Unterscheid ; was in vor-nehmer Herren Gestüttereyen fällt/weil sie sichauf edle schöne Bescheller befieissen/ wird ohne Gleich-heit/ so wohl an Grösse/als auch an Muth und Gestaltzierlicher/ dauerhafftiger und besser/ als was insgemeinerzogen wird.

Die Grafen von Zerin haben vor diesem in Croa-tien eine schöne und nutzlichePferd-Zucht gehalten/wieauch in Hungern der Ertz-Bischos/ Graf Forgatsch/die Grafen Palffy und Czacky/Herr Sttschy/die Für-sten Ragozzy/und andere mehr/ deren Herr von Stu-benberg/ in seiner Pferd Zucht/gedencket/ daraus ge-rechte und stattliche Füllen zu bekommen.

Die meisten Ungarischen Pferde sind gerne scheuh/ jjedoch/ wo eS ebene Wege giebt/dauerhafftig/lauffenwohl/in Gebürgen aber/wo steinichte hoheWege sind/werdeu sie bald abgemattet; sonst können sie 5/6/odermehrMeilen in einem starcksnTrab oderQaivjzp» fort-lauffen; und sind die in dieWagen gespannten von etli-

chen/ sonderlich von den gememnen Croatischen undHungarischen Fuhrleuten also gewöhnet / daß sie kei-ner Peitschen bedörssen/ sondern nur mit einem lang-stielichten Hungarischen Hacklein einen Stoß in denWagen auf die Bretter des Bodens thun / so wer-den sie zum Fortzug so schnell angetrieben/ daßmansmit Peitschen und Spornen nicht besser thun könn-te / wie ich es selbst zu etlichenmahlen also gesehen.Von den Hungarischen Füllen/ die aus den wildenGestülten ausgesangen / und Wildfang genennetwerden / ist allbereit droben im 2. Capitel gedachtworden.

Unter den gemeinen Ungarischen Pferden/Hält mandie/welche aus denBergstärren und Siebenbürgen ge-bracht sind/für die nützlichsten / denn sie sind enger bey-sammen/als die Hungarischen/ nicht von so hohen Ke-geln/ haben stärckere Schenckel / lausten eine besserec^rrerg, daurenim Reisen und in Gebürgen langer/so ist ihnen auch die scheuhe Weise leichter abzuge-wöhnen.

(^p. Vl.

Von Teutschen Pferden.

Je Teutschen gemeinen Pferde/sind meisten-rheils zum Fahren als zum Reiten bcquemli-cher/wie imLand ob der Enns/mSaltzburg undBayer-Land zusehen / doch finden sich in Oesterreich/sonderlich wo es mit Ungarn / Mähren und Böbmengräntzet/ wie auch in Sachsen / Hessen/ Meckelnburg/Vraunschweig/ Marck und Pommern/bisweilen guteReis- und Kriegs-Pferde; wann nur dieser Mangelkönnte gebessert werden/ die Füllen nicht also jung undzart/allzu zeitlich/ zum Einspannen und Reiten / zu ge-brauchen/dardurch/wie oben im 4. Capitel gedacht/ diePferde nicht zu ihrer rechten Stärcke kommen/ und al-sobald wieder zu Grunde geben müssen. Was hilssts

Unh eil- .

um ein Jahrlein oder zwey ein Pferdeher zu brauchen/und ihrer hernach 12/15/ oder gar 20.Jahr (die siesonst auch noch länger hätten dauren können ) müssenentrathen.

Vor vier Jahren/ soll man billich sie weder in denMagen noch unter den Sattel nehmen / und den-noch ein Jährlein oder zwey ihrer/ so viel möglich / mitallzustrengerArbeit vernünfftig schonen/sonderlich weilsie von dritthalb bis sünffthalb Jahren noch im Bre»chen sind/ da sie am allerschwächesten / und bedörssen/diese Zeit über/die beste Wartung und Verschonung/bis erst nach vollendetem fünfftenJahz/dieGlieder starkund fest sich zusammen setzen / d iese erreichen hernach

*T ein