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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Achtes Buch/Pftrd-Zucht.

Füllen ohne Irren/und bringen hiemit auchihreReu-ter wieder in ihr Vatterlcmd.

Von der Treu und Lieb / so die Pferde gegen «hreHerren tragen / sind soviel und verwunderliche Ex-empel/ daß ich etliche Bogen damit anfüllen könnre/wann ich nicht/die Weitlauffigkeit zu meiden/verspro-chen hätte.

Von der Scharffsinnigkeit und Aufsicht derPferd / will ich nur nur einem einigen Beyspiel dißCapitel beschlossen/ dessen ?K.iippuz Omcr^ms mlioris subciiiviscap. ez.>iart. I. gedencket : daß/ emFränckischervonAd cl/ Herr Matthäus von Roten«han / emsmals durch einen Fuhrt an den Maynmit einem Troppen Reuter setzen wollen / undjen«seit seine Feind in Kmdulc^s gelegen / und auf ihngepassc haben ; sei) sein Scheck / den er geritten /und i?er sonst allzeit gehorsam gewesen / mitten imFluß/mit gespitzten Ohren still gestanden / und end-lich gleichsam mit Schrecken umgekehrt / und w( dermit Schlagen noch Gpornstreichen können hinübergebracht werden / biß er endlich / als des Feindes

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Nachstellung endecket worden / bekennen müssen /GOTT habe ihn / durch Mittel seines Pferdes / er-halten.

Denckwürdig ist/ was etliche schreiben / daß manein Pferd/ wanns andere Jahr vollbracht hat / erkennen kan/wie hoch es wachsen werde/ denn in diesemAlter wachsen ihm die Beine nicht länger / als nimmtman einen Bindfaden/ undmissr das Pferd unten vonden Kötten an/ bis an den Bug insGslencke/ darnachwieder von dem Bug imGelenckean/biß an das Obcr--gerüst/ wächset also des Pferdes Leib so hoch/als dieBeine in den ersten zwey Jahren gewachsen sind / wel-ches im vollbrachten seinem sechstenJahr(nach welchenes nicht höher wächset) geschiehet/und an einem jedenvollgewachsenen sechsjährigen Pferde kan versuchtwerden.

?. ^Movvslcy «ic re z 64. schreibet /

wann em Pferd/Esel/oder andersLastthier/mitKüttenoder frischen Feigen beladen w,rd / werde es ermüdetund unkräfftig/ ausser man gebe ihm vorhero Brod zuessen.

cx?. i v.

Vom Alter und langen Leben der Pferde.

Er Pferd Alter wird aus unterschiedenen nichtungewissenZeichen/sonderlich in den ersten sünffJahren/ jweyJahr vorher/und zweyJahr her-nach/ biß ins zehende dergestalt erkennet. Die Füllenkriegen im ersten Jahr ihres Alters/ im dritten Monat/

und baben keinen schwachen Fleck mehr / so bis indas vierzehendeJahr also währet/ da werden die Zäh-ne allgemach von dem Fleisch emblösset.-in dem vier-zehenden und funsszehendenJahr/sind dieHacken gantzstumpff/und rundaen sich als ein Knopff/welches biß

megen im eriren^suyriyreö Allers/imuwem oviwpss/lveicyes viy -

zwölffjunge Zähne/ sechs oben und sechs unten/die ih-, in das siebenzehende und achtzchende Jahr währet ;

nen stracks im andern und drittenMonden ihresMerswachsen/wieHerz ci-^erie? vermeynet.

Herz Fugger sagt/sie werden mit den Zähnen ge-bohren / er meynet aber die hintersten zwantzig Zähne/die mit ihnen aufdie Welt kommen/oder doch gar baldhernach Herfür schiessen/ und ihnen nie ausfallen / alswie die zwölff vordem Zähne/welche 8l-vr clei c-moe,in seiner Reit-Kunst/ >c«<jcnt»cic isit, Milch, Zähneheisset. Die jweo mittelsten unten und oben / das ist»isr / geben sie ab im dritten Jahr ihres Alters; oder/wie andere wollen / im dreyssigsten Monat. Im vierd -ten Jahr ihres Alters / geben sie die nächsten zween anden mittelsten ab / oben und unten zur rechten und zurlincken/ das ist abermahl vier. Endlich im fünfftenJahr werffen sie ab die äussersten zween Zähne oben

dann werden dieAugenbraunen weiß/die ZähneZleischloß/die Augen hol und tieffbey den Augevgruben/ unddie Augen selbst eingebrochen und heßlich / welches dasEnde desLebens andeutet/so gemeiniglich auf z-.Jahr/nach etlicher Meynung/ sich erstrecket.

Und endlich find etliche der Meynung / wie HerrHanns Wolffvon Koppenstein / hernach unter demSparrischen Regiment zuFußObristerLieutenant /Herr Alexander von Neun-Eck (der hernach unter derChur-Bayrischen Armee Reuter-Obrister worden )und Herr Philipp Jacob von Holtzapffel/der auch her-nach ObristerLieutenant worden/alle dreyAnno 16zz.Haubtleute unter dem Colloredischen Regiment/ wei-land meine werthe und liebe Freunde / und die sich alledrey fürtrefflich wohl aufdie Pferde verstanden / auch

und unten/ das ist abermahl vier / und wachsen ihnen! selbst gute Reuter gewesen / die haben versichert / daßgleich wieder andere an die Stelle ; die letzten Zahne man ein Pferd bis auf das zwölffte Jahr an den vor-ab^ kommen Anfangs hohl/diese ebenen sich bis ins dernIüssm kennen möge/dann dieWartzen/die sie vor-siedende/ achte und ncundte Jahr / nach und nach/daß ne inwendig an den Körten haben/ die bleiben ihnen bisnicht allein keine Höhle / sondern auch kein schwaches - in das zwölffteJahr/wann aber solche vorbey/und dasZeichen von der Wurtzen im zehenden Jahr mehd Pferd gehet in das dreyzehende Jahr/ so vergebe dieübrig ist: doch sind die Pferde in dem Fall unterschie- Wartzen gar/und werde gantz glatt/und dieWarheitden/daß etliche härtere/etliche aber lindere und weichere zu gestehen/ hab ichs selbst an vielen Rossen probirt/undZahns haben/und diese ebnen auch eher aus/ als die an allen/ welche ich gcwust/ daß sie über iz. Jahr sind/andern^ Doch gegen demneundten und zehenden warhaffrigbefunden.

Jahr/sagt 6d kormirt sich ein kleiner Zirckel! Es befinden sich auch etliche Pferde (doch selten)in den letzt abgegebenen Zahnen/oben auf/welches an- die gar nicht abgeben/sondern ihre alten Zahne immerzeigt/ daß ein Pferd fast zehen Jahr alt ist / wann aber behalten/ diese werden von etlichenSchurffen genannt,derselbe Zirckel sich weiter extcnäirtundgrösser wird/ ^ Die Hacken wachsen ihnen erst / wann die andernso versichert euch / das Pferd sey fast zwölfjährig /! Zahne abgegeben sind / gleichwol einem geschwinder/und zr^di eser Zeit werden die Zahne lang und weiß / - und dem andern langsamer/ als den schwach en / oder

die