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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
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reiche/ und von vielen Bronnquellen erfüllte Geburgevoller Pferde da sind/ die/ gleich den Wilden/ Tag undNacht / Sommer und Winter in dem Gebürge blei-ben/ von dannen man die Füllen/ wann sie drey odervierjährig werden (die sie die Wildfänge nennen) mchund nach mitBehandigkeitund List ausfanget und ver-pufft/ dieaber anfänglich so widerspenstig und wildsind/ daß siealleinmit Hunger und Durstmüssen ge-dultiger gemacht/ oder es müssen Ungarische Leute /weiche damit umzugehen wissen / aufeine Zeitlang mit-genommen werden/die sie helffen leitseeliger und fröm-mer machc".

Ist also Hngerland (wie HenJoh. Wilhelm Henvon Stubenberg in seiner Vorrede an die UngarischenHerm Land-Stande solches nennet) vcra equorum

iV^atcr, czuos tam liupcncta alitcopiß, ut totius Lu-

rvsize kc^uitZtum per intc?zrum terme

unäiczue dclli lseculum, iilcjem inliruxerir, 8cko6is

aclkuc quollt inliruat: Nicht weniger befleissen sichdie Pollacken überaus gute und starcke Pferde/ unterdenen/ die aus Podolien den Vorzug haben / sonder-lich weil es daselbst viel / und fast sonst nirgends Pferdegibt mit Tigerflecken. Daher auch in Böhmen (aus-ser dem Kayserllchen sehr schönen Gestütt zu Pardu-bitz)Grafvon»c> san, Gras von Nostitz/ die Grafenvon Waldstein/Jhr FürstlicheGnaden vonEckenbergzuKrumau / undGrafcoiorcclozu Oporfchna; inMahren Ihr Fürstl. Gnaden von Liechtenstein/ Grafvon Wewenberg / und andere ; in Oesterreich GrafJulius von Hardeck/Grafvon Menfperg und Traun/und andere; inSteyermarck Ihr Fürstliche Gnadenvon SchwartzeNberg /GwfBreuner und GrafKisel;Ihr Majestät unser allergnadigster Her: / im Karst jselbst ein auserlesen Gestütt^alt/ da die Füllen zwaranfanglich etwas klein und subtil /wegen weniger Wei-de/ gefallen/ seither aber Böhmische / Holsteinische

und Frießländische Stutten dayln gebracht worden /kommen die Füllen in gebührender rechter Grösse undStarcke.

Daselbst müssen diePferde unter dem hohen ungros-senFelsen dasGraS hin und wieder zusammen klauben/und täglich über die harte und felsichteWege gehen undlaussen/daß sie auch dieBronnquellen/woraus sietrin-cken/auf eine Meil Wegs und weiter suchen müssen ;daher ihre Glieder/durch die vonJugend-aufgewohnteArbeit befestiget/und ihrHorn sehr hart/ gut uk dauer,hasst ist/also vor vielen andern das Lob haben/allermas^sen wol gedachter Herr von Stubenberg in luL nor- seu KeZuIZ zrmcntorumc^uinorum reüö scsier-lcÄc inkitucncloruw(so zuWien 662. gedrucktworden) csp.). toi. 94. bezeuget.

Und ob zwar ein Namhaffter Unkosten auf die Ge.,stüttereyen gehet/ so bringts(wofern es gut und wol be-stellet ist) den Schaden und Ausgab sehr wol wiederherein/ sonderlich wann eine Gestütterey / wegen treff-licher frischer und wolgearteter Vescheller/auch schönerund woi proportionaler Stutten halber / einmal inBeruff kommt/wie HenMarx Fugger in seinem Noß-buch alles genau ausrechnet/und es der Viehzucht undSchäferey entgegen hält/ glaubt auch/ der Gewinn seyvon der Pferdzucht noch drüber ioi. z i. b. Ich habe(spricht er) oben im Algeu gesehen/daß einFüllen/jo imApril gefallen/ und im September hernach erst s. Mo-nat alt gewest/ u>N2s. GuldenbaaresGeldsverkaufftworden;nun ist klar/daß dasselbige Füllen seinemHerrnweder Heller noch Pfennig je gekostet/ denn es hat sichdengantzen Sommer an der Milch bey seiner Mutterauf der Weide erhalten/und obschon seine Mutter denWinter zuvor etwas gekostet hat/ zu unterhalten/ dasohne Aweissel wenig genug gewest / so bat sie doch den-selben Unkosten mit ihrer Arbeit wiederstattet/ und dasHeu ni cht vergeben s geessen.

"Siij Nun^