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De6 Adelichen Land-und Fcld Lebenö
schneller/als durch die Pferde/Haben kan. Daher auchdie Alten die edlen und muthigen Pferde mit grossemHleiß geschmückt und gezieret haben / wie VirZuiu!vom Könige I-atino meldet üb 7. ^Lncicl.
^ubcl orcline clucit
lnttratus Oüro ali^ecles, pi^is^ue 1 apctisHurca ^cÄoribu« cicmill» moniiis pcnclent1 ccil auro, 5ulvum ivanciunt lud cienlibu»surum.
Des Pferdes hoher Muth undAdel wird auch dar-aus erkannt/ daß es sich lieber und geschicklicher mitSanffnnutund Gelindigkeit/alsturiZ undUngestümmregieren und abrichten lässet; seinen Warter oderReu-ter kennet und liebet/und so wol seine Stimm/ als semeFaust und Schenckel (woers recht und gebührlichbrauchet) erkennet/und denselben folget so gar/ daß esdurch Feuer-flammende/prausende/tödlliche Canonen-iL?tuck- und Mus^iieten-Kugel / strenge ÄZasserflüsse/biancke Schwerdcer und Spieß/unerschrocken/ wannsein Reuter will/ fortdringet/ auch solchen/ auf gegebe-nen Befehl/mit unglaublicher Geschwindigkeit ausGe-fahr. Noth und Tod heraus trägt und zucket/ und wiees jen^ Italiener omalocarsff-, beschreibt: ii La-
vallc» tvlo UN0 jicjuacjronc srinato as>j>arc,la cui trom-ba ä ii ni?iito,il cui tsmburo e il bsllcr cle' piecli, la cuibanciicrc lczno Ic cbiome, i cu lirali ^li orecki, jj cuiarcu c i! cc»!I«?, Ic cui tuni accelc lorio Zli o<.cbi , i cuimc>lcbctti,löZamI)e,i cui colpi lono i calci,cui Lolcia-ti lonozliSp riti, SarZcnlei'arclirc, ^Ikcrcla vclocilKLapit!,nc> >1 turc>re.
Darum eben kein Thier zu finden / das so hoch ver-lang!/und um einen so hohen osst unmäßigen Wehrterkauffi wird. Ja/keiner vermag des Pferds Güte undTapferkeit besser zu erkennen und rühmen / als im/
entweder in einerLebens-Gefahr oder Schlacht/ durchseme Beyyülffe überwunden/oder entronnen/weil seineschnellen Schenckel so wol den? Sieger / als dem Über-wundenen dienen. Und wie Hcrr öa-la« das Pferdbeschreibt:
Oemancie Ic Lombat, p?nnz6e, rcmtic, brave,
Ltaricbiltoulleckcmincjcs^ nci^neuse bavc,ute lon srcin Iuvtsnl,5upcr!zemcnt jo^cux,toucbe cicz bicctg au Vcntrc , all^mc lcs aeuxl^cux.
Xe va czuc c!c cc>ü^, le quarre, le tourmcntc,
t^lcrillc ljc s»n cc>I le szcrruczue trcmkianle,
6c rank cles 8pc^Zteurs czui sont avx cicux collcx!1'uQ lur I'autrc tombant , fovt larZue a teiliicrlc^.
Und wiewohl die Pferd manckimalum hohenWehrtkgekaufft werden / ist doch/ die Marheit zu sagen / kein?recivmzu hoch / wann ein Pferd gerecht/ behertzt/lschnell/schön/starck und gehorsam ist. Sogar/durchjVermittlung derPferd/ist varius der Perser/Krimis-lau, aber/der Böhmen König worden; daber auch bey!den Heyden die höchste Ehr gewesen/ wenn s,e Jeman-den eine ^tatuamcqucürcm haben aufgerichter / weil!ie geglaubt/daß dieses edelmüthige Tbier einem streik-ten Mann seine Ehre gleichsam vollkommen machenolt«.
So ist nun das Pferd dem Menschen zur Noch/lzum Lust/zum Reisen/und zur Gesundheit bequem und!dienlich; wir wollen aber/ weil wir uns der Kürtze be-fiiss'N/dieses encvmium würdig zu verxick)ten/ «ndernund Müssigern überlassen/ und hiemit dieses Capitelsbeschliessen.
II,
Von Nothwendigkeit der Gestüttermen.
Erwunderlich ist/daß bey Erfindung derWest-Jndianischen Länder/als die Spanier Pferdehinein gebracht/solche von denen Inwohnern/sonderlich/wann es von seinem Reuter besessen gewe-sen/ für ein Kwniirum gehalten / und dadurch mit de-sto grösserer Forcht überfallen / auch desto leichter sindin die Flucdt gebracht und bezwungen worden.
Das Pferd ist ein so nothwendiges Thier/ daß manseiner/weder im Krieg noch im Friede / weder in Glücknoch Unglück/ohne Ungelegenheit entbehren/ jadar-durch man schnelle unvermutheteund hohe Anschlageergreiffen und ausführen kan zund verstehet keiner/wasim Krieg für Nutzen / mit der Reuterey Geschwindig-e>t und gewaltsamen Anfall / kan verrichtet werden/wer nicht selbst den Krieg mit Augen gesehen/und in derThat solches erfahren hat. Frische Exempel sind vor-)anden/daß ein Feldherr allein mir der Reurerey/ einegantze Armee/ die mit Artillerie und Fußvolck verschengewesen/durch unvermeynten und kühnen Angriff zer-trennet/in Verwirrung und Flucht gebracbt/und dar-durch sein Land entschüttet und befrepet har. Daher diealten streitbaren Könige und Kriegs-Helden/dieMa-cedonier/ Perser/ Meder/Babylonier/ Tartarn/( wieHerr Marx Fugger in seinem Buch von der Gestüt-terey, im i z- Ca pitel/weitläuffrih erzehlt) stattliche un d
grosse Stuttereyen angerichtet/aufbegebende Nothdursst/eine unglaubliche grosseReut 'rey ins Feld gestellet haben/ auch zu unsern Zeiten/ meistens der den Siegerhält/so die meijie und beste Lsvaiicria hat/denn mandie Stucke in Feldschlgchten nicht so wol brauchen kan/als vor denen Vestungen/ indem die Schlachtordnun-gen und Angriss nicht an einemOrt geschehen/und dieReuterey bald hier bald da angefallen/und die schwerenStück so schnell nicht zu richten sind/zudem auch allzeitdieser Herr im Feld bleibt/ wer dem Feinde mit Pfer-den überlegen/ weil er die Proviant sperren/ die kc>u»razicri absangen/mit starcken und schnellen Partheyendas Land durchstreiften/ und wann erauch im Feld ge-schlagen/oder zu weichen gemüssig^t wird/dennoch nichtso viel Schaden leidet/als der/ welcher mit wenig Reu-terey versehen/ wann er die Feldschlc-chr vi rlieret / zu-gleich Fußvolck/Stuck und Reuterey in Wind schla-gen und verlieren muß.
Also auch billich unser allergnadigster Kayser undLandsfürst/aufdie Gestuttercyen nicht wenig ausxibt;und zu Pardubitz in Böheim/und im Karst schöne undnutzbare Gestütte hat. Und gibt zwar das einige K ö-nigreich Ungarn/ darinnen nicht allem viel grosse reicheHerren/von viel edlenBefchellern und guten Smtten/di e Gestütlereyen halten / sondern aucb gantze Gras
reiche