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der besehe O. I-ionsräo ?ic>rsvznti in seinem TraktatI'eloro clells vita bumana ,Iibro 4. cs^itc 46. Lc sc-c^uentibus.
Das Oel von Haselnüssen soll sehr gut und wohl-geschmack zum Essen seyn / man bekommt von zwölffUntzen geschälter und gereinigter Haselnüssen/biege«dörrt sind/acht Untzen Oel. Man nimmt zwolffUn-Itzen geschälte und gedörrte Haselnüsse/ die stosst manim einem Mörsel/mit einem höltzernen Stampffel/zim-
Oeö Adelichen La»d-uvd Fekd-Lebe»6
lich sachte/daß sie wie ein Kuchen werden/ dann z,..,-set man ein wenig heisses Wasser daran/ und lässt eseine Stund also stehen; hernach flösset man f..cker/ als zuvor/ und presst sie zwischen zweyen Bret-lein/oder aufeine Presse/ und fängt das Oel auf/ ineinem Geschirrlein. Dieses kan auch ^ausEckern also geschehen / das ist wie süsses Mandel-Oelzum Brennen und zurSpeise/diese geben reichlich Oel/und was überbleibt/dient zur Rinder- und Schwein
Von Rubensaat-Oel/ Hanss-Oel/ Rocken-Korn- und
Waitzeu-Oel.
Netlichen Orten in Teutschland werden gäntzeAeckervoll mit wilden Rüben gebauet / alleinwegen des Saamens/ dm sie dörren / ein Oeldaraus machen / und solches in den Lampen/an statt derLichter/im Hause gebrauchen; wird auchwol von armen Leuten / in der Speise genossen / dieWurtzen ist hart und spissig / und kan zu nichtsdienen»
Das Hanss-Oel wird gleichfalls vom SaameNausgepressr/ und dienet sonderlich wider die Ohren-Gebrechen / als wann jemanden die Ohren verstopfsteynd/treuffe er warmes Hanff-Oel hinein/ dis thue^erauch wann die Ohren schwüren/ so treibt es die Feuch-tigkeit heraus/doch soll manS so watm eingiessen/ alsmans leiden kan.
Rsckenkorn-Oel/ in K5. ?riclcrici Nclbsckii c)Ii-vcto wird also gemacht: Nimm Rocken-Korn / leges auf einen Ambos in einer Schmiedten / oderonst auf einem Eisen / daß es ein wenig rhalhangigey/drucke darnach ein glühendes Schien-Eisen dar,auf/ so ßiesset ein Oel heraus / das sammle in em Ge-'chirrlein. .
Andere legen dasKorn zwischen zwey eiscrneBlechoder Platten/die garheiß gemacht sind/und pressen dasOel heraus. Oder / sie legen das Korn zwischen einenMarmelstein und eine Feuercheisse eisernePlatten/dru-cken die fest zusammen/ und empfangen also das Oel/das heraus tropffet.
Anderestossen das Korn gröblicht / thunsin einKolben,Glas/und ziehen das Oel davon/durch die Oi>':il!ätion, wie andere Chynusche Oele.
Etliche nehmen einen guten Theil Nockenkorn/.offen es gröblicht in einem Mörser / chuns darnachi neine Pfanne/ rösten und machen es heiß über demLeuer/ity Rösten besprengen sie es ein wenig mit einem
guten Wein/ ünb!wann es wohl heiß ist/thun fie es unter eine Presse/drucken das Oel davon aus/ und be-halten es.
Wie man aber auch dieses OK zubereitet/ soreiniget und vertreibet es alle unreine Flecken derHaut / heilet die Rauten und Flecken des Ange,sichts / vertreibet die Schaben / Schrunden/Zit>rrach / und die schwienäde Häupter der jungenKinder.
Es wird (wie gleichmassig ttcibac!» us in seinemOlivcto berichtet) das Waitzen-Oel auf mancherleyForm und Weisen bereitet: Etliche drucken es auszwischen zweyen glühenden Blechen zaudere machensauf einem Ambos/ wie obm von dew Korn vermeldetworden.
^arccllusLmpiricus Heisset den Waitzel! auf ei,nen glühenden Ziegel ausbreiten/ und das schwartzeOel/so heraus laustet / mit einem Löffelein sammlen;Etliche andere bereiten dieses per äelccntuw, wie dakOel/ vom Wacholder,Holtz/daß ffees unrersich brennen/ in zweyen Häfen; ist fast mit dem Korn-Oelglei,cher Wirckung/nütz, und dienlich/ die Zirtermahl undflechten damit zu heilen/ desgleichen den scharffen beiftsenden Grind/Rauden/ und alle andere Befleckungender Haut/ machet auch die rauhe Haut des Leibes glattund schön.
Erstbemeldter Uarcclius L-fipirieriz lobet es zudem geschwollenen und aufgelauffenen Zapflein/somans nur ein wenig damit bestreichet / oder anrühret/sollesvonStund-an hclffen/dienet auch für die um-lauffenden Flüsse in den Beinen/davon sie gantz rothwerden und geschwellen/also/ daß man weder gehennoch stehen kan. Und eben auf diese Weise mag mandas Oel von Gersten/ Haberkorn/und anderm Ge-lrayd/zurichten und bereiten,