Siebendes Buch / Acker-Bau.
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geben / kleinen Grieß ein Metzen und ein Viertel /groben Grieß ein Viertel/ weisses Mehl zwey Vier,tei/schwach Mehl einen Metzen / und zwey Vier-tel / Kleyen einen Metzen und zwey Viertel. Vonanderthalb Strichmetz Waitz / soll er geben Grießdrey Viertel / weiß Mehl ein Viertel / schwachesMehl drey Viertel/ Kleyen drey Viertel. Von ei-nem Muth Korn Strichmaß soll er geben/weiß Mehl
20. Metzen/schwartz Mehl 25. Metzen / Klenen achtMetzen. Aber lauter von einem gantzen Muth Kornsoll ergeben 45. Metzen undzwey Viertel Kleyen achtMetzen. Von drey Strichmetzen Gersten soll er ge-ben groß gerollte Gersten drey Achtel/Grießbrein dreyViertel und ein Achtel / und Spridern drey Viertel.Von drey Strichmetzen Habern/ soll er geben schönenHadernkern drey Viertel.
Von der Becker-Ordnung.
Je Semmel-Becken habenden Schrat-waitz-Kauff / so lang das Fähnlein inJahrmärckten nicht aufgesteckt ist / voral-lermänniglich / siesollen aber kein Trayd oder Mehlkauffen/ solches wieder zu verhandeln ausser was siezum Gebache verbrauchen.
2. Sollen sie sich bewerben / genügsame Mühlenzu haben / damit sie im Gebache nicht verhindertwerden.
Wofern ihnen die Müller nicht genug mah-len möchten/ sollen sieErlaubnus haben/mit Vor-wissen der Verordneten/ ein schön Semmel-Mehlzu kauffen.
4. Sollen sie ihre Jungen zur Zucht und Einig-keit anhalten/ und wer darwider handelt/ soll gestrafftwerden/ nach Erkanntnus der Verordneten.
s. Wo die Becken / die sich auf einer Mühl zuschratten angenommen/ durch sich selbst / oder ihreKnecht/ aus muthwilligen Unfieiß/ den Müllern an ih-ren Mühlen erweislichen Schaden thäten / den sollensie gebührlich abtragen.
6. Sie sollen auf alle Gebäche des Brods/eS seySemmel / Pollen oder Rocken/ein jeder sein besondersund eigenes Zeichen haben und ausdrucken/ wers nichtthut/soll?2.Psen. Straffgeben.
7. Sollen sie auch/neben dem andern Brod/ vonSemmel und Pollen allzeitPsenwert-Semmel backen/bey vorigem Pönfall.
8. Sollen sie allzeit/wie viel/ auchvonwem/undwie theuer sie Waitz oder Trayd kauffen / dem Metzen-leiher ansagen/bey Verfallung des GetraydS/da mansunterliesse.
?. So offt sie Waitz oder Trayd auf die Mühlenbringen wollen/ sollen sie solches denen verordneten ge-schwornen Ausschern zuvor ansagen/ die solches fleissigbesichtigen und aufzeichnen sollen/ und Zettel geben/ da-mit mans bey den Stadt-Thoren hinaus lasse/zu Ver-hütung vielerlei) Unordnung zwischen den Becken undden Müllern; wer es nicht thut / soll zehen GuldenStraff zu Gemeiner Stadt-Gebau erlegen. Soll auchgleichermassen/wenn das Mehl wieder von der Mühlgeführt wird / durch den gefchwornen Mehlmessergemessen und aufgeschrieben werden / bey gleichenPönfall.
!o. Dem Becken solle jederzeit/ nach hohen oderringen Werth/ das ?rLtmm also gesetzt/ darinnen ihmedie Kost/Belohnung/undwas/sememHandwercknach/darauf geht/samt einem Christlichen/billichen Gewinn/nachgesehen werden/der es auch bey Pönfall also zugeben schuldig seyn/ und das Gewicht/ so ihm auftrlegtworden/ in acht nehmen soll.
i i. Von dem Gebäcke / so sie um den Lohn ba-cken/sind sie schuldig von) 2. Pfund oder einem StrichMehl/Jedermanniglich 12. Laib Brod / dern jederz. Pfund und 16, Loht/ wol und recht gebacken Brod/zu erstatten. Wer aber Hof<Laiblein oder Röcklein /wolle backen lassen/ dem muß er40. Pfund Gewichtvon z 2. Pfund Mehl geben.
Was weiter die Becken-Ordnung zwischen Mei-ster und Gesellen/ und wegen des Gewichts / und derMeisten anlangt / hab ich/weil es dem Hausvatternichts eintragt/allhier nicht melden/sondern den begie-rigen Leser zu denen gefertigten und gedrucktenBecken-Ordnungen weisen wollen.
cv.
Von gerollter oder gemuter Gersten und Hirsen.
Jr hatten zwar hier vom Rocken-oderGersten-/HL ^Mehl und Grieß Anregung thun sollen; weilaber dessen im dritten Buch allbereit gedacht/worden / wollen wir hier ferner schreiten/ unditzundvon der aerollten Gersten und Hirsen reden.
Die Gersten betreffend / verwundert sich der alteI). Carricbter/weyland Kaysers II. Hochlöblich-ster Gedachtnuß/weltberühmter Hos-kicckcus, m sei-ner teittschenSpeißkammer/nicht unbillich über cor-nciium Oilum, daß er die Gersten (so doch den Kran-cken nichts bequemers kan fürgetraqcn werden) unterdie Dinge / die eines bösen Safftes sind/ hingegen aberMelaune und Kürbis unter die gutjafftigen Gewächse
gezehlet und aufgezeichnet hat. Und weil die Gerstenkalter und trockner Natur ist/ auch weniger Nahrunggibt/ denn der Waitz/ als ist sie den schwachen Magen/weiche die Krafft/ starcke Sachen und Speisen zuck-Zenren/nicht haben/ wegen leichterer concoÄion/sehrdienlich/kühler auch die entzündet hitzige Leber / hat da-bey eine trockende Eigenschafft / die Schleim und?KleZm !Zta zu verzehren; ob aber die kleinere oder gröb-,licht geneute Gersten gesünder ist/ wollen wir den Her-ren Ki-ckciis auszudisputiren heimgeben; siewird nichtallein denen Krancken in Fleischsuppen / oder Butter-Brühen / sondern auch den Gesunden in Milch nützlichund ergäbig sürtragen.
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