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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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De6 Änlichen Land- und Feld-Lebenö.

Bierinild und gut/auch viel wohlgeschma<ker und stär-ker davon.

Wüt du/daß ein Bier im Sommer nicht anzickwerde/was in der Fasten oder im Sen'wer gebrauet

wird/jo nimm Holtz von Küen-Fören/schneid dün-ne Spane/einer Spannen lang und Fingers breit/und wirffsieinHgö Pier/ weil sie noch auf den Bedin-gen warm ist.

Daß ein Bier nicht kahmicht werde.

^ Imm im Manen/ im abnehmenden Monden/Stecken von Hollmider so lang / d<iß ein jedervom «vpunt bis auf dem Boden des Hasses rei-che/ schal die obere Rinden davon/biß aufdasGrüne/steck in ein jedesFaß emen solchen stecken/daß er obenam Spunt anstehe/ oder laß ihn auf dem Vier ob-schwimmen/so wirdsAicht kahmicht/noch abgeschmack/weil es wahret.

Item/ nimm eine dicke zerschrundene Rinden vonseiner alten Bircken/einerSpannen lang geschnitten/inder Grösse/damit durch den Spunt in das Faß mö-gegebracht werden/wirffs hinein/ eshilfft; dergleichenWirckung hat es auch im Wein.

Item/den Kahm ausBier undWein zu bringen':Hange darein Eyter-Nesseln/ diß ziehet allen Unflat ansich/das wiederhole so lang/biß er klar wird.

Item/ wann du wilt/ daß ein Tranck nicht kah-michl werde/ nachdem es angezapfft wird /nimm aufein Fuder-Faß funff oder sechs Pfund abgedrah-tes Zinn von dem Kannen-Giesser/ thue eSin das Bieroder Wein/so wirds nicht kahmicht/ wie lang manauch davon trincke/wann das Faß leer ist/ kan mandK Zinn waschen/und wiederum ju einem gndern Faßbrauchen.

Item/ nimm zwey oder drey Hand voll Saltzes/^laß es in einer Pfannen auf das heißeste brennen/ undgluend werden/thusalso in den Tranck/ verspuntdasFaß/und laß es achtTage ruhen; diß hilfft auch/ wannssstinckend worden.

Andere schmieren das Beul herum / so weit sie mit!den Fingern reichen können/ wie auch das untere T beil>des Beuls oder Spunts mit Oel/oder füllen das Faßbiß auf den balbenSpunt/und giessen hernach Baum-Oel darauf.

Wann man lang von einem Faß Bier trinckt/und gern wolte / daß es gerecht und gut bleibe / sonimmtmandrey oder vier Hand voll Hopffen/ thutes in das Faß/ spüntets fest zu/ seht es auf den Bo,den/und zapffts unten an der Seiten an / und lässtihm auf dem obersten Boden ein Luffr-Loch/ so bleibtesbißaufden letzten Tropfftn süß und gut/ wie HerrAchatius Sturm in seiner v-conomischen Regel be-zeuget

Oder schabe von Hamputten Dorn-Holtz dieRinden ab/und hoble Pfale davon/ die dörre auf ei-nem Tuch in der Stuben/ oder an der Sonnen/wirffsie hernach ins Faß / so behält das Bier seinen Ge,schmack/und lässt es nicht kamicht werden. Oder wirffetliche getreugete oder geschwelckte Spilling darein.

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Vom Bier-Essig.

Je zum Bier - Essig gehörige Fäßlein müssenHieben wie die zum Wein-Essig zugerichtet wer-den/davon am gehörigen Ort mehr zu finden.Will man aber den Essig in Krugen halten / sollen sieauswendig und inwendig wohl glasirt seyn / dann dieSchärffe sonst leichtlich durchschlagt. Den Bier-Essig macht man also; Nimm von dem noch unge-döpssten Bier/ von der Boding / so viel du wilt Es-sig haben/gieb demselben den gewöhnlichen Zeuge / wiefönst dem gehopssten Bier/ und laß es verzieren/seihedie lautere Wurtzen herab / und thue die Heftn hin-weg: darnach nimm sauren Urheb mir klein zerschnit-tenen oder ziemlich zertrümmerten langen PfeffertmdBertram / jedes gleich vermischt/ und Zeltleindaraus gemacht/ und in einem Ofen wohl gebacken/thue etliche in das Bier/ und verspuntdas Fäßlein/doch laß Lufftlöchlein um den Spunt/so wird der Es-sig gut.

Andere nehmen nur von dem gesottenen und gehöpff-en Bier/so viel sie wollen/geben ihm den Zeüg / und

thun eine halbe Hand voll birckene Rinden /gebäheteSBrod/und ein wenigMyrrhen darein/so wird aus demBier/wanns vergiert hat/ ein guter Essig.

Andere sieden das Bier / und schäumen es fleißigab/und wann es kalt worden ist/thun sie Sauerteigund geröstete Erbsen hinein / so wird der Essig baldgut.

Item/man wärmet das.Bier meiner küpffernenPfannen/und lässt es wieder kühl werden/ süllts als-dann in einenEssig-Krug/darein zwölff ode: mehrMaßkommen/und thut Waitz-undLein-Saamen / jedes ei-ne Hand voll/ zwey Loth langen Pfeffer/ und drey Lo thJngber darein; ist aber der Krug nicht so groß/so neh-men sie/nach Proportion, weniger / vermachen denKrug/lassen doch ein Lufftlöchlein/setzen den Krug aneinen Ort/wo er weder zu warm noch zu kalt stehet / sowird der Essig gut.

Einen schwachen Essig aber/er sey von Wein/oderBier/zu stärcken/ legt man in ein Sacklein recht saurenUrhe b/mit langemPfeffnstupp undBertram-Wurtz en

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