Siebendes Buch/ Ackerbau.
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wird aber in unsern Oesterreichischen Landen seltengebraucht. .
Der Hopffen ist zum Bierbrauen ein fast nöthigesInoreciienz, denn ob schon Etliche die Weidenblatteran statt des Hopffeus zu brauchen pflegen/ist es dochsehr schädlich / daher billich zu meiden. Der Hopffenist/nach vocionzei und ^attKioiiMeynung/warm undtrocken im andern Grad/ hatdieKrafft zumcicjjren /einMreiffen/zu öffnen/ zu reinigen und abzuledigen/
von wegen seiner Scharffe und Bitterkeit / lden erreiniget das Geblüt/ und führet aus die subtilen l>i.lio5ischen Keuch ligkeiten der Galen/ verwehret undverhindert die Faulung/ und gibt demGetranck ebenden Nutzen/welchen dasSaltz denen essenden Speisenmittheilet/die man lang ausheben und beHallen solle.
Bier/ das nicht wohl schöpfst ist / macht Wm-de/ und wird baldsauer.
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Wie Kräuter-Bier zu machen.
Jewol in unsern Wein-Landern/wo entwederder Wein selbst häuffig wächset/ oder doch wol--feil zu bekommen ist/ wenig Getrancke vonKräutern gemacht werden/ausser von Wein-Most/ sohabe ich doch einem sorgsältigenHausvatte: auch »eigenwollen/wie man in denen Bier-Landern die Krauter-Bier zu machen pfleget. Diebeste Zeit/ die Kräuterzu diesem Vorhaben einzusammlen/ ist/wann sie in derbesten Blühe sind; die werden an einem lüfftigen undschattichten Ort/ aber nicht an der Sonnen/wol abge-trücknet/und biß man sie gebrauchen will / vor demStaub bewahret; wann die Kräuter nicht genug ge-kürzt sind/bekommt das Tranck einen grünlichten Ge-schmack/faulen Ansatz/ und schimmlet desto eher. DasAnmachen der Krauter,Bier ist mehrerley.
Etliche giessen neue unvergierte Würtz daran / undlassen die Krauter darinnen/ biß auf den dritten Theil/einsieden/ und thun die ausgesottenen Krauter hinweg/darnach/nachdem sie vielBiers machen wollen/pflegensie erst des gutenBiers an das versotteneKräuter-Bierzu füllen/ und eine Weil sieden zu lassen.
Andere giessen gleich die Heisse Würtz vom Kessel andie Krauter/ in ein besonders Heschir:/ und lassens ste-hen/biß die Würtz oder dasBier derKräuter Safft uäGeschmack an sich gezogen/ und geben dem Bier denZeug / wie sonst/lassens miteinander abgieren/ undwanns vergieret hat/ziehen sie das lautereBier von denKräutern in kleine Faßlein ab / und thun die ausgesot,ttinen Kräuter samt den Hefen weg.
Etliche aber legen die dürren Krauter klein gehackt/oder also gantz in die Kasser/ lassen das Bier von derGier daraus/ und etliche Tage stehen / biß es der Krau-ter Geschmack an sich gezogen/lassen die Kräuter/ all-weil sie nicht ungeschmack werden oder saulen/imBierliegen/füllen aber das Bier zu/ so osst sie davon lassen;jedoch/so bald manmerckt/daß dasBier denGeschmackaus dem Kraut gantz an sich gezogen/ mag man das
Kraut wol heraus thun. Zudem Ende ambesten /wann die gehackte oder zerschnittene Kräuter in saubereleinene Säcklein gethan/ und also eingehenckt werden»Man muß sieverspünten/damit es nicht-xksi ire/undden Geschmack verliere.
Item / man kan diese Kräuter/ davon man dasBier machen will/ wol dorren/klein stossen und hacken/in ein Glas des besten Brandweins / oder des allerbe-sten/ starckesten Vierdigen Weins/ oder Muscatellerseinbaissen/ etliche Tage/ biß der WeindieKrafft an sichgesogen/ als» lassen / hernach durch ein Tuch wol aus-drucken oder auspressen/und diesenSafft in einem wol,vermachten Glaß verwahren. Dieses SafftS kanman etliche Tropffen oder einen Löffel,voll/ so wolimBier als Wein thun/ und durcheinander rühren/ alsohat man ein gutes Kräuter-Getranck.
Etliche pflegen auch den Wermuth imVrachms,nat/wann er erstarckt/zu stossen/ auszupressen/ und denSafft in einem Glas an der Sonnen so lang zu distilli-ren/ biß sich die groben dicken ?<-ccs an den Boden ge-setzt/ und der lautere Safft/oben-aus/gantz klar stehet/dann seihen sie denselben ab/behalten ihn wol vermacht/und brauchen solchen / wie vor gedacht.
Auf diese Weise kan man Bier von Wermuth /Cardobenedict/ Salvey/ Alant/Wacholdern/Melis-sen/Jsopp/ Roßmarin/Lorbeern/ Ochsenzungen/Augentrost / Mich/Holderblüh/ Judenkirschen für den<sand/ Fenchel/ Anieß/ Beyfuß/ Lavendel/ Spicanarden/Hirschzungen/ Borrago/und Dergleichen/ nachBelieben machen.
Ein Bier mit Bircken--Safft gesotten/ dienet wi-der dieWassersucht und den Sand/Wie cjclkom.Lsr.tkolin.inHÄi,llasnicns. Vol. i.Oblcrv. l8. schreibt;wannman / an statt des Gersten-Maltzes/ HalberMaltz nimmt/ und em wenig V.5emine0«ucipgrzuthue/so/ey es nochkrafftiger.
cx?. xcv.
Wie dem Bier eine schöne Farbe zu geben.
Eil so wol das braune / als weisse Bier/ jedwe-ders seine sonderbare Farbe haben soll/ als sindtheils darauf beflissen/ was von Natur man-gelt/durch Kunst zu verbessermUnd zwar was das weis-st Bier betrifft/ erfordert solches nicht mehr/ als daß eslauter und klar erscheine/es sey gleich gantz weiß / oderfalb und gelbicht/ nur daß es nicht dick/sondern hell /Nicht trüb/ sondern durchsichtig seye; das braune Bier
aber will an einem Ort mehr/ als an dem andern / einduncklere/schwärtzere/ oder bräunere und liechtere/ dochaber reine und helle Farbe haben/ wann es den Leuten/ihrer Gewonheit nach/gefallen und annehmlich werbensoll z und dieses zu erhalten/thun etlichevriZsnuin,oderWolmuth darein/ viel oder wenig/ nachdem des BiersMenge ist; etliche aber pflegen/ wegen des wolriechen,den Geschmacks/ Krantwet-oder Wacholderbeer eine
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