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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Z4 ^ VwAoeltchen^ani

wen haben will/ muß.man einen Theil zeitig lassen wer-den/und besonders legen/so dann ausklopffen/nachdemer wol abgedorrt/und dsSaamenzu fernernGebrauchaufheben; damit dieser aber desto eher abtrockne/magman den Klee auf Tüchern drey oder vier Tage an derSonnen liegen lassen/so fallt derSaame/den man her-nach reukrn muß/desto lieber und besser aus; aufeinemFeld/wann es wol gearbeitet und gedungtist/wächstsoviel Saamen/daß man 2v.Felder damit anbauen kan.

Das Heu davon soll demVieh nicht gefüttert wer-den/ biß es vorher einen Monat lang abgelegen / undverdünstet / sonst würde es mehr Schaden als Nutzengeben; wo man das Feld wassern kan/ wachst es lie-ber und häusfiger ; gesunderund zarter aber ist dasje-nige/ was auf trockenen Feldern erbauet wird/ wiewoles nicht so wol ausgiebt.

Wann die Felder einmal angebracht sind/ kan manimSchneiden oder Mähen dieStoppeln etwas langerlassen/solche soll man hernach entweder vor abmähen/oder ausder Wurtzen/bey schönen Wind-stillen Wet-ter/anzünden und verbrennen / das gibt dem Feld einesonderbare krässtige Erquickung.

Und obwol in dem ersten/andern und dritten Jahrder versprocheneKffcÄ sich nicht ereignen dörsste/indemdie zweyjährige Ruhe ermangelt / auch die Erden durchdas achtmal wiederholteAckern noch nicht gnugsam zu:Fruchtbarkeit vorbereitet ist/ welches erst im vierdtenJahr recht geschehen kan / so wird man doch hernach/wann diese Regeln alle fleissig in Obacht genommenwerden/gewiß den überaus tresslichenNuhen sehen/denein Hausvatter daher ohnsehlbar zu gewarten hat/undwerden seine Grunde von Jahr zu Jahr besser/mürberund fruchtbarer sich einstellen; dann weil er aus dieserVau«Art mehr gutes Heu zu erwarten / kan er auchmehr Vieh halten/solchem besser warten/ nicht alleinmehr Milch/ Butter/ Käse/ sondern auch mehr Dungdavon bekommen/und weil seinBauseld noch einmal soenge / als es vorher gewesen / kan er mit desto reichermDungen dasselbige fort und fort nicht allein bey guterTrächligkeit erhalten/ sondern auch immerdar zur Bes-serung und Aufnahm bringen/ wird weniger Müheund mehr Nutzen haben.

»-undFeld-Lebenö ^

Und weil diese Erinnerungen so wohl in derErfah-rung/alsauch inder Narur einen zimlichenGrund wei-M/Hab ich solche mir so kurtzcnWorren/als möglich ge-wejen/exlr.,Kiren/und dem fleGgen Hausvatter/zu sei-nem vernunfftigen Bedencken / hiebey setzen wollen.

Vjncenxoianara zwar vermeynt/diese des'52rci ioalso genannte Kicorcii hätten mehr 5ubtiiitälals 8ub-ttantz/und hält dafür/es lasse sich nicht thun/ daß einHeld achtmal vor derSaat gepflüget werde/er vergissetaber/daß solche Felder nicht ein / sondern mehr Jahr inder Brach liegen; ja so gar auch im Winter (wann eeFrostes und der Feuchten halber seyn kan / welches vielfür schädlich gehalten) könne geackert werden. Dochkan er feine Gründe nicht umstossen/sondern setzet nur/daß sein von der kepukücz Vcnetizna ausgewircktesPrivilegium ihn habe feindselig und verhasst gemacht/und daß man seinem guten Rath so wenig/als derTro-janischen (^üanclrz, Glauben zugestellt.

Mich betreffend/ halte ich seine zwey ^uncjzmenta,was die fleissige Wartung und die mehr erforderte Ru-he anlangt/so wol der Natur als derErsahrung/ so ge-mäße/ daß mich bedunckt / er sey mehr zu folgen/ als zuverachten/und wenigst mehr lobens als scheltens wür-dig. Daß aber aus einem halben / ja wohl gar einemDrittel Feldes gleich so gute Nutzung kan erfolgen/ alsaus einem grossen/haben schon die altenRömer gewust/und des pariciii Weingarten bey Lolumclla lib.4. c,z.davon ich oben im I. Theil des 4. Buchs im 2. Capitelgedacht Habs/bezeuget; dahin auch der günstige Leser/tWeitlaufftigkeit zu verhüten/ gewiesen wird.

Zum Beschluß dieses Capitels/will ich noch beyfü,gen/was der gelehrte ?.?rsacclco in seinemctromos.ys.Sec. schreibet/wie und was Gestalt zu säenjey. Weil die meiste Ursach ist / warum viel gesäet/ undwenig geerndtet wird/ daß der Saamen entweder nichtaller/ wie es seyn solle/unter die Erden kommt/ sondernoben aufliegen bleibend/Nicht einwurtzen kan/ oder einTheil gar zu liess in dieErden verschüttet/ersticken muß/oder daß offt viel Körn lein zusammen fallen / eines dasandere nicht gedeyen lässet; daher/aufdaß derSaamenin gleicher Weilen und gleicher Tieffen kommt/giebt A»m Abriß beygesetzte zwey Instrument:> . '