Siebendes Buch/ Ackerbau.
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Es werden vierHöltzerv.»- k< l. im rechten^,-ctrat, so breit ein Blsanck oder Ackerbette seyn mag/ zu-sammen gefügt/die Länge ist 6. und die Breite k.nach der Queer werden andere Höltzer / jedes mit 12.oder is. eisernen oder hültzernen Spitzen/so weit/alsdas Korn voneinander kommen soll/ eingesägt/an denä«sserstenEcken(Z.».I sind vier längere eiserne undstärckere Zapffen / mir diesen wird dieses Instrumentin das zum Säen vor zugerichtete Feld eingedruckt/und die mittern (gleich als wie in einer Egen) machendie Lächer in das Feld in der Tieffen/ wie der Saamenligen soll.
Hernach hat man ein anders Instrument / wie einSieb / das ist eben in der Grösse/ Breiten und Lange /wie das vorige/und hat seine Leisten aus dreyen SeytenHg. nc. und^l). hat auch gleichmässig an den äus-sersten Ecken vier starrte Spitzen / in gleicher Oiliantzwie das vorige / die Löchlein dieses E i.'bes müssen nurss groß seyn / daß ein Ksrnlein/ und nicht mehr darein,fallen möge/ müssen auch gantz gleich mit denen Spitzenan derEgen des erstenJnskuments eintreffen und über,einstimmen; unter diese gelöcherte Taffel muß noch ei«ne andere Tafel/ die gantz ist/ gelegt seyn/ die man beyk?. heraus und hinein schieben möge; wann nun die-se zwey Tafeln auf einander gelegt sind/ muß man in einjedes köchlein ein Saamkörnlein legen/ oder das Korndarauf legen und weil ein Löchlein nur eines Körnleinsfähig ist/ hernach das übrige herab thun / und nur deni Gaamen in dem Löchlein bleiben lassen; folgends thutman diß Instrument just an das Ort/wo das andere«it den Egenspitzen gelegen/ daß die Eckspitzen s.c. 0. in die Löcher kommen/ die von der Eckspitzen derEgen/ Q.». 1. K, sind gemacht worden/ alsdann wirddas unterlegte gantzeBret geschwind heraus gezogenbev K. ?. so wird derSaamen just in dieLöchlein fallen/die von der Egen zu diesem Ende sind gemacht worden/da müssen nun die Egenspitzen/ nach des Ackers Eigen-schafft/die rechte Maß und Tieffe haben/ und also kannach und »ach inner ei«Mensch das erste Instrument
in dem Acker fortrücken/ dem der andere mit dem an,dern (wie gesagt ist) folgen kan / und können dergestaltzween Menschen in einem Tag ein grosses Feld besäen/wad kein Kornlein vergeblich fallen/ auch alles in dierechte tieffe und Weiten einkommen; also wird nichtallein viel Saamen erspart werden/ sondern überdißdas Getrayd ohne Gleichheit besser gerathen.Ja wannder Saame / wie im 22. Capitel folget/ mit Thau zu-bereitet ist/wird ein Körnlein viel Sichren bringen; mankan den Saamen weiter von einander richten/ so wirder mit reichem Wucher diesen kleinen Fleiß erstatten.Wer mehr wissen will/ besehe »bgedachten?. l.anak»i.
98.6-99.
In Engelland werden in der Provintz cornwaiiadie Unfruchtbaren Felder (wie ^ r.cki lclre^ in tMori 5Nüturaii HnZii-e schreibet) also angebracht; sie mähenalles darauf wachsende Gras und Krauter ab / lassenes aufgehäufft/ an derSonnen und Lusst dörrem brcwnens hernach zu Aschen/mischens mit Meersand / undstreuen es ein wenig vor derSaar in die Äecker/das sollden Saamen erwerben und fruchtbar machen ; wannsie aber ein solches Feld zweymal/ aufdiese Weise / nmHerbst-und Frühlings, Saat genossen haben/ lassensie diß Feld wieder sieben Jahr Brach ligelvund bauenein neuesgenommenliget.
Zu mercken ist auch was Herz HarsdSrffer in seinen
Oeliciis^/latkcmztici«;. piirtc 6. «zusek 4. mel-det/ daß Hm Samuel Hartlieb in Engel. Sprach einBuch vom Haushalten geschrieben / und darinnenaelehret / wie man das Getrayd/ welches den Winter-über im Feld gestanden/im Frühling verpflantzen solle/s» werde man zum allerwenigsten eine doppelte Erndtedavon einsammle« und sehr viel am Gaamen ersparen;ist aber muksam und zu wagen/ob derNutzen die Arbeitbezahle/ wäre also mit wenigen zu probiren; so ich alleinanzeigen/ M in des Hausvatters Belieben und G»t-dunckev gellen mllm.
l; und soll der Mersand/ der aus der Tieffem wird/ weit besser seyn /als der am Uftr
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I^rsstchen des 1areI1i,düMlt er seine ^.icorcli (Zl ^Zricvlrur»
mit mehrern beweiset.
.Eil von Rechtswegen ein jedes Körnlein/ das^von Korn angesäet wird/ co. Körnlein wiederbringt/ also daß wir billich von jedem Metzensuufftzig gemessen sollen/ solches aber nicht geschiehet/alss«uß es entweder darum / weil derSaamen nichtaller ausgehet/oder daß er von allerhandUngezieser ode:Winden/ Kälte und Reisten/ verderbet/ oder aber ausübler Pflegung des Ackers und Unfleiß des Baurensverursachet werden;weil aber nicht alle Jahr üble Wit-terungen/oder Ungeziefer sich ereignen/wir doch gleich-wol jährlich wenig davon einerndten / so kan es wedervom Saamen/ noch von der Witterung/noch vomUn-gezieser herkommen/ die Erden ist auch Nicht schuldigdaran/ weil der Göttliche Seegen nicht veraltet oderunkräfftiq wird/ wie der heydnische Columella verstän-dig und Christlich schliesset. Muß es demnach noth-wendig allein von der Unwissenheit und Faulheit desBaurens geschehen; also soll manSnurprebiren/ und
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eine Hand-voll Korn auf ein Feld /das auf seine Weisewol und gut zugerichtet worden / und ein andereHand-voll auf ein anders/nach gemeinem Gebrauchgeackertes Feld ansäen/ werde sich der Unterscheid inder Erndteaugenscheinlich weisen. Der Saame wird/seiner Meynung nach / darum dünn gesast / weil esnatürlich/daß/ wann man es dick säet / dünne Halmenmacht/und sich also desto eher niederlegt. Im Gegen-theil/säet man es dünn/ soverstärcket sich der Halm/setzt wol zu / wann der Acker desto öffter und besser ge-pflügt worden; zu geschweige» / was bey grossem An-bauen für Saamen jährlich erspart wird; als zumExempel / welche Herzschafft 12. Muth auf eine Hos,braitenbedarff/ weil sie nur die Helsste anbauet/ hatsie schon 6 Muth übrig/so sie verkauffen/oder sonst imHause zur Nothdurfft brauchen/ oder auch dem armenNothleidenden damit dienen kan. Und.vondenSech-sen/ der Ordinari nach/zumSaamen bedörfftigenMu,
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