Siebendes Buch / Acker-Bau.
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verhindert/kingegen aber/ wann siezu Kalch verbrenntund in die Aeckergebracht werden/die Fruchtbarkeit be-fördern; also auch/wann die scharffe laimichte Erdenklein und subtil geackert wird/ kommt es dem Saamenwol zu statten; Da hingegen die grossen und hartenSchrollen den Saamen nicht annehmen/ersticken undverhindern / weil weder Feuchtigkeit noch Sonne ein-dringen kan/wenigst müssen sie mit Hauen/und andernInstrumenten/ klein zerschlagen werden/ so aber durchofft-wicderholtes Ackern alles verhütet wird.
Wann der Acker Hügel und Erhöhungen hat/ mußman ihn/zu Anfang des Septembers/ und nicht imSommer ackern/sonst verliert er allen Safft.
Wann man den Saamen / den man ansäen will/ inWasser weichet/darinnen Ofenruß gelegt ist/so wird ervon dem Gewürm nicht angriffen; Oder wann er inWein gelegt wird/odeun altenHam/darinnenHundö-Koth vermengt ist/und diß einen Tag vorher/ehe er ge-säet wird: oder in einer OscoÄion von Hopffen / dar-innen Rindergall vermischt ist; oder mit Andorn- undWermutsaffr/de: etwas laulichtist; ode: in einemMist-brot/wird er eher aufgehen.- man kan auch Roßmist/denn 6. oder 8.Tagen übereinander erhitzt ist/nehmen/selben ein paar Tag in ein Wasser legen / hernach aus-drucken/und denSaamen auf^ Stunden lang darin-nen weichen / so wird der gleichsam dardurch gedüngte^>aame desto eher aufgehen/ und reichlicher zusetzen.
Wolte der Saher allzufett sich anlassen / mag manim Februario und Martio/wann es gefroren/ode: sonsttrockenWctter ist/dasVieh darinnen weiden/ oderolches durch die Mägde sahern/ abschneiden/und demVieh fürgeben lassen.
Man mag auch wsl/weil alle die fruchtbaren Aeckerviel fettes Getrayd bringen / solche im Martw oderFebruario mit einer Egen von eisern Zähnen überfah-ren / so werden sie nichr so gril / aber dicker und starckerwachsen. Dergleichen gute und geile Felder soll manetwas später besäen; welches bey dieser Art zu bauenwol in acht zu nehmen/weil das meisteGetrayd von demwol-gearbeiteten Grund sonsten geil und liegerhaffrig/durch dieses Egen aber solches verhütet wird/voraus/wann man auch im kalten Februario die Schaf darauftreibet.
Die Felder zurHülsen-Frucht müssen imHerbst vor-her umgeackert und gedunget seyn / und solches wirddoppelt so viel tragen/ als wann diese Arbeit im Früh-ling vorgenommen worden. DieDungung soll im^LquinoHio Vcl-no üc örumaii, je näher/ je besser/vorderSaat geschehen/Käme rsvvmo, davon er sonder-bar wol ausgibt und fruchtbar macht.
In die Felder soll der Mist alt / und in die Wiesenjung seyn/ diese wollen es im Vollmond / und jene imNeumonden gethan haben. Man muß auf einmal nichtmehr düngen und ausbreiten / als was man denselbenTag wieder cinackern kan/weil es auf diese Weise amallerbesten ausgiebet. Für die Bäume und Weinstöckeist die beste Dung alter Menschenharn/der etliche Mo-nat gestanden/ und hernach / mir so viel Wasser ver-mischt/zu denWurtzen gegossen wird/doch muß es seyn/ehe der Frühling anlanget. Gleiche Wn ckung habenauch dieTrebern mitMist vermengt/und denWeinstö-cken beygeleget. Das Koth/das auf der Gassen und.Strassen zusamm geschlagen worden/ gibt ein herr-1 7^11. Theil: ^
liche Dung/ allenthalben/ wohin man will/ zu gebrau«
chen.
Und indem aufdiese Weise die Aecker auch 2. JahrBrach und in derRuhe liegen/dienet es sehr viel zu ihrerFruchtbarkeit; Wie in komaZna, ? oscsna, puzlia.und^iciiis zu spühren ist/ da sie gar kein Dung brauchen/sondern die ersten ihre Dung all in die Tiber wcrffen/und ihre Felder vier oder fünff Jahr Brach liegen lasisen/ davon sie sich so wol erquicken / daß sie von einemMetzen/ 60/70/ 80/90/ lOO. und auch bisweilen mehrGewinn und Verzinsung haben. Dann durch solcheRuhe wird der Erden Schoß überaus wieder erfrischetund trachtig gemacht / daß sie ihre Krafften erquicket/verneuet / und des Menschen Arbeit reichlich zu belohnen/ desto geschickter wird.
Das Säen ist am besten/ wann das ^quinoÄma,vorbey/und die Blätter anfangen von den Bäumen zufallen; dann bauet man gute trächtige Felder zu frühe/so überwachst sich das Korn/und wird gar zu geil.
Die Saat soll geschehen in wachsenden Monden; ei,nen feuchtenGrund soll man im andernViertel/das ist/vom 7. bis auf den 14. Tag desVellmonden/besäen/uaMittagwerts; die trockenen und dürrenFeiderabcr ge-gen Aufgang derSonnen allzeit bey trockenemWetter.
DecSaamm«'»» (wie obgedacht) eingeweichtwerden/weil die Wurmer/Schnecken undAmeisen sol-chen nichr beschädigen/und auch sein Wachsthum dar-durch befördert wird; so ist ebenmäßig gut/ wo eS vielEngern und Regen-Würmer giebt / daß man im Au-gust» in einen solchen Acker Lupinen bauet / und wannsie wollen anfangen zu blühen/solche einackert/ welchesbedunget den Grund/und tädtet mit ihrer Bitterkeitdas in der Erden verborgene Ungeziefer.
Je besser der Grund ist/je weniger Saamen bedarffer; weil er desto häuffiger und reicher zusetzet / desto we«niger sich legt/und starckerHalmen machet zdaher allge-nugsam ist/wann man -.Drittel auf ein dergleichen zu-gerichtetes Feld anbauet / als zum Aempel: Wohinman vor 9. Metzen angesäet hat/ist genug / wann man6. Metzen brauchet/ und sie desto dünner säet; also kön-te man in Oesterreich an einem jeden Muth zum Saa-men das dritte Theil/ nemlich ic>. Metzen/ ersparen.
Nicht weniger ist sehr beförderlich zum Wachsen/wann das Getrayd/sonderlich imAnfang/ehe dieAeckerrecht angebracht worden/ im ersten Frühling fleißig ge-jetten/dieDisteln und andersUnkraut ausgehauen undvertilget werden; es muß nicht bey gar zu nassen nochzu trockenen Wetter geschehen/ daß man solches mitsamt der Wurtzen/ die am meisten schadet/ ausziehenkan; der Saher muß aber schon etwas erstarcket/ undwohl eingewurtzelt seyn / sonst wann er gar zu jung/thut man solchen mit derBewegung und Aufriegelungnur Schaden zufügen ; so ist auch das Jettgrassamtden Wurtzen was gutes für die Schwein.
Wann das Feld / das man aus dem vierten Theilder Wiesen/wie oben vermeldet worden/gemacht hat/seine fünssJahre getragen/wird es den nächstfolgendenMertzen darauf( im Fall es nicht schon vorher im Se-ptember des vorigen Jahrs geschehen) klein und wol/ohne Furchen umgeackert/dann mit Klee-Saamen 0,der Heu-Btumen besäet / mit einer Egen von eisernenZahnen wol eingeegnet/hernach mit der Waitzen nie-dergedruckt/und fein gleich geebnet; wann man Saa,
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