Theil davon anbauen / das andere halbe Theil aber inder Brach Gegenlassen; und wie man sonst das gantzeFeld viermal im Iahr/also dieser halbe Theil achtmal(mir dem/was zur Saar kommt) geackert werden sol«le; dergestatt/wer sonst z.ehen Joch harre besäet /würdeauf diese Meise nur sünff säen und bauen dürften: Alsosol! man nun den Ansang vomAckern/miHerbst/Octo-ber/Nooember/oder noch eher/weni.qst iQ .Mon.uvorder Korn-Saat iNachen/allzeu wann dieErden rrocksnist/solche so wol/als vorhin/ das gantze Feld bedungen/inir Gerrayde/ das in selber Gegend gewachsen ist/ imwachsenden Monden besäen / und soll um ein Drittelweniger Saamen nehmen/als ervorhm ausdenselbi--gen Platz bedörffr härre. Es sey auch leererem halbesFeld achrmal / als ein gantzes viermahl jahrlich ackern/denn nach dem ersten- andern-und drittenmal / werdedie Erden gantz murb / daß die folgende sünff Arbeitenleichrlich verrichtet seyen ; bist aus des May Ende kanman das Feld viermal umstürtzen / und die übrigen viernach und nach bey trockenemWttter; durch so osst wie-derholtesAckern/wird alles Unkraut ausgereutet/ wel-- chesdemKorndie Nahrung sonst entziehet/und wird! ein solches halbes Feld mehr tragen / als sonst ein gan-tzes/so wo! an Korn als an Stroh; so wird nicht alleindie Helssre des Saamen / den man sonst aus das ganyeFeld gebrauchen müssen/ sondern auch an der Helffredes bedörffrigen Saamens noch ein Drittel/ oder dochwenigst ein Viertel erspahret/welches schon ein grosserVonbeil ist.
Zum Überfluß mag man einen Theil des Brachfel-des mit Kleesamen oder Heublumen besäen / und dar-durch seinen Mayer-Hof mit mehr und besserm Kutterverseben/und das schadet nicht allein dem Feld nicht/sondern die Wurtzen/wann man sie bald nach demMä-hen umstürtzet/ geben auch dem Feld eine gute Dün-ge. Daber die Brescianer ihren schönchen Flachsaussolchen Äeckern bauen / worauf vorher Kleesaamen ge-standen. ^ .
Auf diese Art/ wann man drey Breiten bey uns inOesterreich nur in vier Felder abtheilet/ bleiben die Fel-der zwey Jahr-lang nach einander in der Vrüch / dar-durch ihreKraffl und Fruchtbarkeit trefflich befördertwird/davon man nichtsdestoweniger jährlich eines mitKieesamen bauen und gemessen kan. Da man abersolche doch/nach l Meynung/ in sechs Thal ab-sondern/und also besser gemessen / und weniger Mühebrauchen wolle/ könre es noch bessern Nutzen und Auf-nehmen brmgen/wkil dieFeldervierAahr inderBrachliegen/und also durch die Ruhe sich trefflich erholenund verbessern würden.
Wann man viel Wiesen hat/die trocken sind / kanman stt auch iNviergleichePlät?eausrbeilm/dr-y Theilzum Gras-rragen behalten/ und den vierten Theil um-ackern/ vorher aber die Wasen ausheben und verbren-nen ; wie im vierdren Eapire! dieses Buchs weitläuf-, fig aus Herrn 8cr> c», der es aus diesem ^ utboiegenommen/ist beschrieben worden; den Theil / so manbauen will/ wüste man mit diesen gebrennten Wasenüberstreuen/und also ackern i das erste Jahr soll manHirsen im Frühling; und im Herbst Korn; und drevier folgenden Jahr Waitzen darauf bauen; nachVermessung der frmffJahr/ kan mans wiederum zurWiesen machen / und ein anders Viertel der Wie-
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sen gleicher Gestalt zum Anbau bereiten / und alsonach der Ordnung einen Theil nach dem andern zu, 'richten.
Wann die Wiesen gantz gebraucht worden/ wel-chesM2O Iahren geschieher / darff man in folgendenJahren den Wasen nicht mehr aufheben und verbren-nen/sondern nur die Stoppeln anzünden und ackern;und also kan man/ährlich fortfahren/das wird beydesdem Haußvattcr / als auch Wiesen / nutzen / weil derHaußvatter mehr Früchte kriegt/und die Wiesen nachund nach erneuret werden. Zudem geben die drey Theilder Wiesen gleich so viel Gras / als vorher die gantzeWiesen/ wann sie so viel Dung/als sonst alle vier Theilbekommen harten/ weil man aufdieft Weise auch mehrGrroh bekommt / daß man dem Vieh besser unter,streuen/ und also mehr Dung machen kan.
Und weil das Brachfeld auch das Kleefutter zuHülff gibt/ kan man also mehr Viehe halten / und mitder Dringe/ (weil die Felder nickt sogroß) desto besserauslangen und erklecken; dergestalt werden die schlech-ten Aecker gebeOrt/die fruchtbaren aber noch trachti,ger gemacht werden.
Will man den Kleesaamen bauen / muß man dasFeld im September/oder Ansang des Ocrobers/ woltieff/gut/und ohne Furchen ackern / hernach im Wer,tzen wieder umrühren/ den Kleesaamen oder Heublu,men anbauen / und mir einer eiser nen Egen wohl bede-cken. Der Acker muß viel geackert/ und mit wenigenSaamen angebauet MN;mki> sliucl ck colere .tzusmrelolvcrc Zc sei mentale teir. m , iclcoczue msximo«czuzeliu» szcr probet, sagt (!»!umclls lik. i. c»p. s.
und schadet nichts/wann gleich kalt Wetterist/ weil dieErde von der Kalte gleich so wol gekocht wird/als vonder Hitze; daher auch der weiseste Salvmo in seinenSprichwörtern im 2<?.Capitelalfo schreibet: ?roptsrtriZus pißer iu sre noluit, mencticabil crso nllsrc, tcnon Abitur >»i. Das ist: Wegen der Kalte wolte derFaule nicht ackern/ darum muß er im Sommer bettelnund darben.
Einen feisten guten Grund muß man tieff ackern/damit die Wurtzen von den nahenden Bäumen undWeinstöcken zerrissen werden / die dem Feld sonst disNahrung entziehen; man mag solche lieber mit einerAxt umbauen/ als mitdemPflug zerreißen. Und obwoldie ersten Jahr die also zugerichteten Felder/ weil sienicht sett genug/nicht allzutieffzu ackern sind/soll es dochim folgenden geschehen / wann sich das Feld verbesserthat/ und diß bald nach der Zwerch / und bald nach derLänge; doch wenn man zum Saamen ackert/ joll mansgegen Mittag thun.
Eine leichte und magere Erden muß man seichter/und zwischen den August» und September/ vom Auf-jgang biß nach Occident/ackern / und nicht so viel Fur-jchen machen ; die trockenen Gründe soll man gegenOrient oder Mitternacht bauen. ^ i
In guten Gründen/ je weniger Erden man mit dem ^Pflugeisen anfasset / je besser es ist/werden die Pferdeoder Ochsen desto minder müde / und tei mcntirr sichdie gekochte Erde desto bester / daraus die Fruchtbar-keit entspringet / gibt auch nicht so grosse und harteSchrollen.
Und das siehet man augenscheinlich an den stei-Nichten Feldern/daß die grossen Steine das Wachsen '
verhin-