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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Siebendes Buch/Ackerbau.

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viii.

Vom Zeuge/ was zum Feld-Bau gehörig.

S scheinet »«nothwendig von dergleichenZengeetwas anzuregen/ nicht allein/ weil sie vorhin j<-dermänniglich bekandt;sondern auch /weil derUnterscheid/Starcke oder Schwachheit/so wol derFel-der/ als des Zug-Viehes/auch gleich taugliche inliru-m-nta,grösser oder kleiner erfordern; und ist allenthal-ben im Feldbau an unterschiedlichen Orten auch eineandere Art/ die Aecker zu beschicken. Hier ackert manmit Ochsen / dort mit Pferden; hier sind ein Paar ge-nugsam/ dort muß man vier/ bißweilen gar sechs ein-spannen ; die Pfiüg sollen mehr lang als kurtz / und tuePfiugeisen mehr schmal als breit seyn/ sonst nehmen sieauf einmahl gar zu viel Erden mir/ da.-durch wird derFeldbau wenig gebessert/und das Zug-Vieh desto här-ter beschweret; die Pflugeisen sollen aus ^tahl seyn/man darffsie nicht so ossr schärssen/schneiden lieber/undlegt sich das Koth nicht so gern an/weil sie Spiegel-glatbleiben. Die Egen/die Waltzen/ die Pfiugeisen sindallerley Sorten und Gestalt; an theils Orten tragendie Ochsen das Joch an denHörnern/an theils aber amHalse; da werden die Aecker breit und kurtz / dort langund schmal gemacht; da werden die Ochsen beschlagen/sonderlich wo hoheGebürge sind/in den ebenenLändernweiß man nichts davon ; an etlichen Orten sind vieE-Minder Mitten abgetheilt / und mit eisernen Ringenzusammen gehängt/ daß sie sich biegen können/ greiffenbesser ein.

Vor allen Dingen ist einein guten Hausvatterwohlanständig/ daß er an allem Baugezeuge keinenMangel habe/weil es verdrießlich undspöttlich / imFall der Noth/ von den Nachbarn erst entlehnen wol-len/ auch selten ohne Widerwillen und Verdruß / weilman sie meistens ärger zurück giebt / geliehen werden:ldaher soll man ihn, in derZeic schaffen/was in der Nothvonnöthen ist/ sonderlich kanman zur Winterszeit

II Theil.

allenZeug säubern/auebessern/ oder neu machen las« ^sen/ wann sonst keine Arbeit im Feld / oder etwanübel und stürmichtes Wetter die Lufft verunruhiget/ >und die Leute in den Stuben zu bleiben genöthigetsind.

Nothwendig darffman allerley Wägen / mit Lei«ternuno Weinbäumen/und Laden zum Dung führen/item Sand- und Kalchtruhen/Wannen/Pressen/ item!was etwan an einem oder dem andern mangelt/ oderkünfftig mangeln möchte/als Sperr/Nab/Jochriem/Speiche/Kelge/ Wagen-Räder /Teichsel/ Axen/.Heubäume/Siebtruhen/Schlitten/ Pflüge / Wal-tzen/Mist-Heu-Korn-undStreu-Gabeln/Schauffeln/Rechen/Trischel/Schleiffstein/allezley grosse und kleineSieb und Reutern / Wurffschauffeln / Windwächer/Stämpffel/HMschlägel/Trög/ Heber/ Tremmel/Beylen/Karst/ Hauen / GrabAeid/ Schnittmesser/Näbinger oder Bohrer/Laiter/Schnitzbancke/Stren,ge/ Paßt/Ketten/S^iler/Pflugeisen/ Säekörbe/Sa-cke/ und allerhand zur Wirthschafft gehörige Eistn«Werck/ Huffeisen/ Schien-Nagel/ Mundstuck/ Ver,fchlag-Larren- und Schindel-Nägel / Wagen-Ring/Radbande/Radschiene/Sicheln/ Sagen/ Rebmesser/Schnitzer/Stemmeisen/ Hämmer /-Stoßstecken/ Be-schlagzeug/Schlittenkufen / und alle dergleichen Sa-chen/ aufs wenigst doppelt in Berath zu schaffen/ daßman nicht allererst in derArbenzeit/wann etwas bricht/oder sonst mangelt/an fremden Orten es herholen/ unddardurch die Zeit versäumen / mit den nothwendigenArbeiternStillstand halten/nnd das Gesind feyren las-sen muß. Es ist auch noch nicht genug/ daß man vielZeuges und grossen Vorrath lMwann es nicht in gu-ter Ordnung gehalten wird/weil ein geringer Unter,scheid/ im Hall der Noth/ etwas gar nicht haben / oderhaben/und nicht zu finden wissen.

* C ij Op.