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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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fer/ und endlich auf die rechte Maß kommen/ wie manzu ackern pfleget; und wann dieser Brand im Iuniokan geendet werden/ und ein guterRegen daraufkom-met/ kan man wo! Hirs/ Rüben oder Steckrüben/ ab-gesondert oder vermischr/ darausbauen/ und hernachim OetoberKorn oderWaitz; und mag man folgendsdiß Feld/ drey oder vier Jahr nach einander/mit Win-tersaat besäen.

Vorernennter i'.irciio will / man solle die Häuss-lein/ 10. oder 14. Tage vor dem Herbstbau/ausbrei-ten/ und das Säen soll etwas spater als fonsten verrich-ter seyn/und wenig Saamen; will man aber erstlichHirftn bauen/ darffuian nicht tieffackern / und ist bes-ser/ daß der Hirß mit seinenWurtzen eingreiffe/und dieVertieffung mache-

Wann trocken oder windig Wetter/ soll mandie gebrannte Erden immer auf einen Haussen liegenlassen / bis zu rechter Zeit ein Regenwetter kommenwill/ ist also nicht damit zu eilen; etliche lassen dieseHäuflein unausgebreitet also bleiben / biß zur Zeit derWintersaat/und wann diese Haussen »der Waftn-Oefen fein gleich ausgetheilet ligen/ so komint alles' desto leichter an; etliche bauen das erste Jahr keinenWaitzen in diese Felder / weil die Erden gar zu hitzig /' sondern nur Korn/ biß auf das folgende Jahr/da diehitzige Eigenschafft des Grundes jchon etwas kühlerworden/ nachdeme etwannvonNawrder Grund von, sich selbst fett oder mittelnMg ist/ dann wo schlechtkalte Gründe sind/ da thut der Waitz schon das ersteJahr gut ; und also mag man dich» Platz jährlichbauen/biß man wieder ein Abnehmen seiner Güte anFrucht-Ectragung verspühret; hernach/ wann manwill / mag man den Ort wieder zu einer Wiesen ma-chen/ ehe denn er gar erschöpfft werde; will man sol-chen aber zu einem Baufeld beyalten / muß man ihmesodann/ wie die andern Aecker / mit Brach und Dun-gen warten lsffen.

Vor dieser gebrannten Erden kan man alle Bau-me erfrischen/wann ihnen ein wenig zugeschüttet wird;es werden in Kuchengärten/die Artischocken/Spargel/und dergleichen/ sehr dardurch/wie auch andere Felderder gebessert.

Diß hab ich/ günstiger Leser/ mit kurtzen Wor-ten/ aus des Herm äeSerrczl'kcatrL ^zricullur-exlrakiren wollen; welches alles aus des vorgedach-teN^tcller Lamillc» l'arslio kvicorclo <i' ^riculm-' rs. der dieses Wercks/neben andern nützlichen zumAckerbau gehörigen Sachen / Erfinder ist / genom-men worden.

Hieher muß ich auch die vier und fünfftzigsteAufgab, aus dem dreyzehenden Theil K«. Schwenkers Erquick-stunden anführen/daß man sandichte Aecker/ die >nanmit Korn besäeen will/ nicht düngen darff: Schütte/sagt er/ das Korn in einen Backtrog/ gieß daranMistpsülen-Wasser/ laß eS 12. Stunde darüber/gießalsdann das Wasser davon/ das Korn aber schütt auf

-und Feld-Lebens

die trockeneEzde/lasse es vier Wochen ligen/ruhrs un-terdessen ossr; nach vier Wochen/ gieß wieder solchesWasser darüber / laß es sechs Stunden stehen / auch ,wiederum/wie zuvor/abtrocknen/ und nach vierzehenTagen sae es aus.

I-ovz 8ieur cle la Naucke, KöniglicherFrantzosischer Finantz-Rath in Lymosin/ in seinen Oi-^crl-51.c^c>n8 üb. 4. cliZp. 7-sagt/ daß/durch folgende 'Weise/ die Felder ohne Dungen können gebessert wer-den: Man nimmt allerhand ästig« Gesträuche/Dör-ner und Hö!tz/und bedeckt einen gantzen Acker damit/den man säen will/zu trocknerZeit/ und lässet sie also

oder mehr Tage liegen und abdörren; hernach zün-det mans an/ und lässet alles zu Aschen verbrennen /ackerts gleich darauf ein/ und besäet es / so wächst einschönes groß-körniges Gerrayddarauf/ das nicht soieicht/als welches von gedungtenFeldern kommet/wur,micht/ oder wipplecht wird/ auch in grösserer Anzahlersprisset.

(Zlauberus in Lontinuatione miraculi muncli leh-ret/den Holtz-Sasst von grünem Holtz welcherleyTat-tung es sey / (ja gar von Torfaus marastigen Orten) .durch einen gewissenOftn/dessen Figur er daselbst vor-stellet / herauszubringen; daß soll eine Trachtigma- !chung und Dünge seyn für alle magere Felder/ Wie-sen/ Baum-und Weingarten / davon man mit einerTonnen voll/ so viel düngen möge/ als sonsten mit zehenW^gen voll Mist; welches dann auf die weit entlege- !ne hohe Grunde und Gebürge leichter und bequemerfortzubringen.

Item zeiget er daselbst / wie man auf einem blossenFelsen / mit einem spitzigen Mauerhammer ein Loch /obngefehr einer Faust groß/machen/ den Holtz- Safstnach und nach eingiessen / erweichen und murb ma-chen/und alsdann Weinstöcke/ und andere gern auff

keinen wachsende naume/ als Kerschen/ Pflaumen/Pfersichen/ Kürten/ Nespeln / und anderes Kern- ^Obst/ einpflantzen solle; der Felsen aber muß Kalch-und nickt Sandstein haben. Weiter setzt er auch/wi«er das Kochsaltz / innerhalb wenig Stunden/zurichtenkönne/daß es dem Salpeter (im Gebrauch/ die ma-gern Z 'lder damit zu düngen) in allem gantz gleichsey. An vielen Orten rühmet er darzu daö i^nrua, ^

kxum.

Wie aber solches zu machen/ besiehe diesen >u-tk oi-c.n an obangezogenen Ort loi. az 8. und ist an-.derst nichts als die Schlacken von der ^uZmsnralion -des Goldes/so Mit Gold/Kupsser ^.czulo ^larlisund iSalpeter verrichtet wird/ und nach dem die Metallenund Mineralien lcpsnrt und gefället worden/ ble-brder Salpeter mit etwas wenigen vom ke^ulo Klar- ^liz in. orporirt / und das Heisset ölitrum 5xum; und >soll zu Fruchtbarmachung des Feldbaues ein herzliches !und nützliches 8-crerum seyn. Dis hab ich einem cu« iriösenHausvatrer/jU lVchmmNachdmckcn/ hiersn-oeu^en wollen. ^ k