Giebendes Buch/ Ackerbau.
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und Kamme? beygefügt werden/wo Mayr und Gesin-de wehnen könnm/dlß endüch derGrundss wohl aus-getrocknet wird/ daß man Korn und anders Getrayddaselbst bauen/ oder fruchtbare Bäume/ oder Wein-gärten dahin pfiantzen kan / so wird man nicht alleindenselben ganzen Platz / wo vor nickrs als Frosch undGeröhrig gestanden/ mit jahrlicher Erndte reichlich ge-niessen/sondern man kan auch die Graben und Teichemir Brüt und Fischen besetzen / und also einen doppel-ten Wucher und Lust ihn, und den Semigen verschaf-fen. Wo Bronnenquellen sind/müssen sie nach Mög-lichkeit abgeführt/ und durch Rinnen und Canalen / indieFlüsse unSee/oder andere obanhangichteOrt/aufswenigst in die herumgeführte Graben/ abgeleitet wer-den/ damit sie denbenachtbarren Grund nicht wässerig
und unfruchtbar machen/ und die Korn - Saat nichtverhindern noch austrancken; wäre aber der Platz alsobeschaffen/daß man/ we^en übriger Fcuchtigkcit /NlchtSdaraufansäen könte/ wäre es doch nutzlich/ wann manden gantzen Platz mit Albern/ Aspen/Erlen und Wen-denbäumen durch und durä) besetzte/ die würden nachund nach/ mit ihren abfallenden Blättern/den Grunderhöhen/ deren Wurtzen die Feuchtigkeit an sich ziehenund aussaugen/und das Holtz würde im Hauß zuBür-sten/ Faschinen und Bürdeln dienlich seyn/ oder mankönte sie aufs wenigst zu Wiesen und Kien machen/damit gleichwohl dieser unfruchrvare öde Platz möchtezu Nutzen gezogen werden; wer mehr davon babenwill/ der besehe im EMen Buch diesesWercks das 5 4.Capitel.
platzesvsm^
daß die beste Weise sey/ aus Wiesen Aecker zumachen / wann man die Wasen aussticht/und ver-kenne/ und diese könne man zu allerley Getrayd/ auchin die Wiesen/ Gar.en/ Wemberge, und zu den Bäu-men brauchen; und sagt ferner/ diese W»rthschasst seyeine von dem Feldbau/ weil ein Mensch
die Erden innerhalb zehen Tagen könne geschickter ma-chen/als die Sonne invielen Jahren. Dißkan man
V I I.
Wie man die Wiesen zu Aeckern/auf eine andere Weise/
fruchtbar machen kan.
Err 6- 8crrc, , im andern Theil seines Schau-I Lusst habe zu brennen/dort hinein legt man allerley klei-mFeldbau/ hälc nicht unbillich dafür/j nes Holtz/Bürtel/und dergleichen/zündet es an/ehe der
Haufen oben mit Wasen gar beschlossen ist; so balddas Feuer anfängt zu brennen/ verdeckt mans gar mitWasen/ damit das Feuer eingehalten desto mehr ver-brenne/und wechselt diese verbrennte Wasen immer-dar mir frischen ab/und wan diese von Wasen gemach-teBacköfen ihre verbrennte Wasen nach und nach ein-sencken/ müssen Leute vorhanden seyn / die immerdar^ . . . frische Wasen nachlegen/so wol auch dem erlöschenden
thun zum Ende des Maymonms/damit das Gras und Feuer wieder neue Nahrung geben / also müssen diesedie Wurtzen den Rasen fein zusammenhalten/ wann OefenwederTagnochNachr verlassen wnden/bißmandie Wiesen gemähet oder vorher von dem Vieh abge- gantz fertig ist/das geschiehet in 24. oder zo.Stunden/fressenworden/ und also kanmandiß verrichten biß zu wann das Feuer stets erhalten wird.
Ende des Augusti; man muß/ durch etliche starcke i!eu- Zu einem Ofen sagt / ki. 5arclko» sey genug einte/ mit der Schauste! die Rasen/ so groß und breit/ als halbes Bürtlein Holtz/ weil der Wasen nicht gar ver-es seyn kan/ herausgraben/ die Dicken mag seyn zween brennen darff/ sondern kochen muß; und wann dieseoder drey Finger hoch / und messen alle/ wo möglich/ Wasen einmahl recht glühend werden/ so scheinen sie/
gantz ausgehoben seyn / darzu muß man scharsse vier ^-5—^ ----- ' " ' "
Finger oder Handbreite wol - schneidende Schaussemhaben : man muß dieselbe nicht lassen lang un Regenoder Thau liegen/ damit sie desto eher dörren/darumWerdens/ wie die platten Ziegel/ gleich auf einander ge-legt/ allzeit Gras aus Gras / damit die Wurtzen leich-ter von derSonnen schweicken/so werden sie innerhalbneun oder zehen Tagen wol abtrocknen; so bald solchetrocken sind/muß man sie brennen/ und das geschiehetauf folgende Wme:
Man legt die Rasen in die Runden herum/ daß siein der Mitten hohl sind/ wie einen kleinen Backoftn/
viam-ter, und auch
als wärens ein zerschmetztes Metall mit ihrer Feuer-faro/ löschen auch nicht leichtlich ab/ wenns gleich reg,net / ,'a sie brennen durch diesen Gegenstand nur HW-ger/und brennet so lang/als esMateri findet; die Wa,sen aber/die obenauf liegen/ verbrennen nicht so leicht/als die von dem Feuer aufder Seiten erhitzt und angeflammet werden.
Wann nun das Feuer gelöscht ist/wird die Erdenvon sich selbst leicht abkühlen/und da bleibt sie also aus-gehaufft/biß man merckt/ daß bald ein starcker Regenzu gewarten/ alsdann werden diese Haussen gleichmas-sig ausgebreitet aufdasgantze Feld/ohne aufdieseOrtnicht/woraus die Wasen gebronnen/ weil sie ohne dis
daß sie vier oder fünffSchuch imgleiche Höhe haben/und diese Haussen macht man vier' genug Krasst bekoinmen / welches man anikünfftigenoder fünssSchuhe weit einen von dem andern/wie man Anbau sehen wird/ daß allzeit daselbst das Getrayd fet-dieBäume in Huincunccm setzt/ oder wie man die ter/grösser und frischer ist/als anderwerts/daher magDunghauffen/aufden Feldern austheilet; an dieser man von denselben Haussen allen Aschen und verbrenn-Haufftit rechtem Aussatz ist am meisten gelegen; inwen- j te Erden abscheren/und hingegen kan man dieWasendig sollen sie beyläussig aufein paar Schuch hoch seyn/ darauf breiten/und zerschlagen/die noch nichtgnugsamund die Wände sind so dick/ als des Rasens Weite ge- verbrannt worden.
ben kan/ und das wird immerdar enger zusammen ge-! Wann dieses geschehen/ muß man selbigen Platzügt/daß sie letztlich von den Wasen gleichsam gewölbt-gar seicht/nicht mehr als zwey oder drey Finger tieffcheinen; aufeiner Seiten muß eine Pforten eröffnet umackern/damit die rothe und gebrannte Erden ein-reihen/ eines guten «schuchs weit/ aufdieselbige Sei- ander einverleibet und vermischet werden ; wann dasten/woher derWind webet/ damit dasFeuer desto eber I^eld hernach gepflüqet wird/mag man wol etwas tief,
II. The.l.
fer/