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Deö Adelichen Land, und Feld-Leben6
Nutzen schaffet/als die Wiesen in drey oder »ier Iah,ren hätte thun können.
Sie müssen aber imHerbst umgeackett/und das dür,re Gras vorher auSgebrannt/hernach auch die Schrot-te« also mit dem Pflug unigekehrt und umgelegetwerden/ daß die Oasen einwerts und die Würzenauswerts kommen/ damit sie von der hernachfolgen-den Kälte desto cher faulen mögen: Im ersten Früh-ling/ t» Anfang des Mertzens/ muß man sie zum an-dernmalumstürtzen/hernach össternach der Lang undQueer umreisseu / ohne Ansehen der Kalte oder derHitz/ wann man/ anderer Arbeit halber / MueS undWeile hat/nur daß der Boden nicht zu naß sey:bey denharten und festen Echrollen/wann sie Pflug und Egen«icht wöM breche» /wüsseujwev oder dreK Perso,
nen mitHauen undKarsten demPfiuge nachgehen/und^sievoneinanderktopssen und schlagen/ oder man kan<durch einerscharffen mit eisernen Zacken beschlagenenWaltzen/ so einMenschmiteinem oder zweyen Psev-,den regieren kan/ noch geschwinder zermalmen / solchemuß/nachdeme die Schrollen hart sind/ mehr oderweniger geschweretwerden/ damit sie desto besser undkräfftiger durchdringen möge. Es ist besser/ wannmans das erstemahl mit Kommer-Trayd / Habernoder Gersten bauet; 'Massen die Winter-Saat an-fangs darum nicht so wohl gedeyet/ weilen das Erd-reich noch zimlich rohe und unzeitig ist/daher vorträg-licher/ wann es noch denselben Winters über liegenbleibt / und forderist im Frühling vit des 'Eommer-Saat versucht wir^
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und zu Bau-Feldern zu machen.
JeseS ist zwar eine mühsame/doch übemus nütz-licheArbeit/die den angewandtenFleiß reichlichbezahlet; in denenNiederlanden/ auch in Jta-lia sehr gebräuchlich. Und schreibt Qsbriei ^i-konso (je Nerrcrs in seinem ersten Buch im drlttenEa-pitel vom Ackerbau/daß er daselbst aufdenMantuani-schen/ im Durchreifen/weite grosse Felder angetroffen/vie voll Wassers undMaraß (so weit man mit den Au-gen sehen können) gestanden seyen: als sieaber mitGrä-ben und Canälen ausgestspffr/ auch das Wasser abge-lassen worden/ und er in dreyen Jahren wieder densel-bigen Weg gereist/ habe er daselbst schöne/ fruchtbare/fürtreMch^ ^orn-Felder gesehen / und liebliche Gras-reiche Wiesen: also hat man/inkurtzerZeit/ das zu«wegen gebracht / was vorher unmöglich sthiene. Esichreibt Herr Johann Wolssgang Remtsch in seinemBrandenburgischen Ceder-Hayn soiio 678. daß derlöblicheMarggraffezuBrandenburg/GeorgFriedrichSeel. Gedachtnuß/ in seinem Lande viel marastige undsumpfige Oerter/ welche gantz öde / und umgebauet lie-gen müssen/zu Feldern und Aeckern lassen machen/ undhabe zu und um Mariewerder den Anfang gemacht/Anno !s8i. aus Holland und Seeland Leute des-wegen beruften / und jedem zwo oder drey HubenZandeS/ deren eine zwantzigTagwercke hielt / einge-räumt/auch solche drey Jahr lang gantz frey sitzen las-sen ; die haben das Land mit Dämmen eingefasst/undan gewiesen und niedrigen Orten/ Teiche und Weyhergegraben/darinnen das Wasser sich gesammlet/so siedurch kleine Windmühlen (wofern sie es zum natür-lichen Abfluß nicht bringen können) ausgepumpt/undalso das Land zu Feldern und Wiesen bequemet: Dasist eine rühmliche Spei» von einem Fürsten; wie derKönigliche Prediger Salomo Cap. s. sagt/ der Königsey/ im ganhen Lande das Feld zu bauen; Dessen sichauch etliche Päbste zu Rom/und sonderlich die Repu-blik zu Venedig / mit grosser Wachsamkeit/ Fleißund Unkosten / eyffrig beflissen habe«. Wer nun der,gleichen gross sumpfichte Platze auf seinen Grund undBoden hat/der mußvorhero weislich den 8iwm undi die Gelegenheit des Orts absehen; es ist keinMaraß/l de r nicht mit Ahlgß, und Ausfüllung des Wassers
könte getrocknet und zur Fruchtbarkeit gebracht wer-den ; diß zu thun/ muß man entweder an den niedrig«sten Orten ( wo sonderlich das Wasser etwan gar ineinen Fluß oder Bach beständig kan gebracht werden)grosse weite Canalen machen / oder wanns der Luv»loci nicht zulässt/muß man grosse Teich und Weyher/oder um den gantzen Platz weite und liesse Gräben ma-chen lasten/ damit die übrige Feuchtigkeit/ welche dengantzen Platz marastig und -naß-ländig macht / Horthinein sich setzen möge. Von der aus den Gräben ge-worssnen Erden kan man an den Orten/wodas Was-ser (wann es regnet) pflegt emzulauffen/ einen langen/dicken und wolgestossenen Damm machen/ öder gegenden Flüssen/ wo etwan / wann ste austretten/die Flu-ten pflegen berein zu brechen;Massen auch mdenGräben oder Wephern an allerniedrigsten Orten Ablaß gemacht / dardurch das Merwasser kan abgelas-sen werden; dieDämme aber müssen / sonderlich woviel Wasser ist/ und ein Fluß vorhanden / der nahend!dabey rinnt/und osst giesset/sehr tiess/starck und dickeingestossen/auch mit Weyden und Erlenbäumen aus«wendig wohl besetzt/ und also desto bessern und krässtlgern Widerstand zu thun / gestärcket und befestiget/auch gar gegen denAnfall der einreissendenWellen/miteinem 5Kci-Z, (wiesonsten in den Teuchten inwendig)von aussenher beschlagen werden. Was von der Er,den/ so aus den Gräben genommen/ und zu den Däm-men gebraucht wird/überbleibt/ mag man/ wo dasBaufeld etwas niedrig und grubicht ist/dasselbe damiterhöhen und ausfüllen; weil aber dergleichen Plätze/wo vorhin so lange Zeit Wasser gestanden / langsamaustrocknen/und lieber sich mit GraS überziehen / alsjdaß sie gleich sollen zur Korn-Saat dienen/ mag maitjauf den Dämmen/an den Höhesten und trockensten Or-ten daselbst herum/ Häuser und Viehställe / sonderlichaber Heustädel auffuhren / darinn man das Heu kanzusammen richten/auch Melck-Küheund galteSViehehaben; (dann das Schaasviebe an dergleichen feuchtenOrten zu halten ist nicht rathsam) die Ställe kommengleich unter den Heuboden / und nach der Weiten undljGrösse/ darnach man meynet/daß man Heu legen/odevMayvieh halten kan/angefügt; so müssen auch Zimmer
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