Druckschrift 
Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

Siebendes Buch/ Acker-Bau.

15

odenher die Aeste/wo sie an das Baufeld angrantzen/zu, darunter fortfliessendenWassersdarzu grosseBeförde-Leiren verstümmlet. rung giebet.

Der dritte Acter-Feind find die Steine / d,e kan! Durch dieses Mittel können auch marastige Ort/man ausklauben/ und niedrige schlammichte Ort oder wann sie nurLaimenim Grund haben/ und Wasser,Gruben/ oder die Fahrtwege/wo es Sümpffund Ma- Bäume tragen/zu fruchtbarenAeckern undWiesen an-rast hat/damit ausfüllen/und tiesteGräbenim Felde gebracht werden. Und haben die Holländer und Frieß-daselbst machen / und solche mit steinen biß auf ein länder/ auch die zu Dantzig in demselben Werder/ auspaar Schuh anfassen/und hernach wieder mit Erden Marassen/ durch Gräben und Wasser-Ableitungen/bedecken/wird nichts desto minder Korn tragen/wann' fruchtbare Aeckergemacht/wie die Liefiandifche Occo-es dem andcm gleich geebnet/geackert und angebauet ^ nsmia SziomonisiZobcrti s»i. ,22 bezeuget,wird. Erliche führen und legen die ausgeklaubten Dieses < wie gehört ) lässet sich nicht allein in denSteine nur aufoinen oder mehr Haussen / ist aber bes- Bau-Feldern / sondern auch in andern Grundstücken/ser/sie werden eingegraben/ so bleibet der gantze Acker als Wiesen/Weinbergen und Garten Mtticiren. Hatträchtig/ es wäre dann der Grund so steinicht/ daß man keine kleine Steine/muß man die grossen jelLchla-man Gräben zu machen nicht in dem Grunde arbei- ^ gen/und also einlegen / daß sie nicht Zar zu platt aufeinten könte; so mag man wohl solche an em unfruchtba- ander kommen / dann sonst würde des Wassers Lau ffres/ ohne d-ß nicht viel werthes Ort zusammen schö- dardurch verhindert/der an einem gelegensamen niedr»-bern/ und also den Acker dieser ungelegensamen Bürde eenOrt/o'hne Schaden (wohin man etwan kan) muß

fortgebracht werden. Wann man die Graben m.icht/wußdie heraus gehebteErden an einen» Ort alle,« ne-ben dem Graben aufgeworssen seyn / das andere mußman frey lassen / die Steine desto füglicher hinein /und

entlade».

Dach ist zu mercken/daß man nicht in aken Felderndie Steine wegbringen solle/ weil sie an etlichen Orten

wol dienen / sonderlich die zähen laimichten Felder/ sie auch/durch dieses Mittel/aus dem Acker zu bringen;die werden durch kleine Sreme und Schütte mürber/ wann man nun am niedrigsten Ort angefangen zu ar-und bequemlicher zum Anbauen/weil sie die Erden nicht beiten/muß man/so bald derGraben seine rechte Liessengar fest lassen zusammen kleben; wie dann an theils hat/ denselben alsobaldmit Steinen ausfüllen / da-Orten in Oesterreich und Land ob der Enß/diestarcken mit der Graben nicht zusammen falle / man muß auchFelder gern mit Schütt und kleinen Steinen bedecket den Ausgang des Waffers daselbst entweder in ein«werden. Wiesen/ oder Sahrrwege/oder einen Bach/Fluß oder

Der vierdte und ärgste Baufeind ist das Wasser/ Teich/nach Gelegenheit des Orts/ableiten,so man/ wann der Acker etwas Thalhängichr -st/ durch Es ist zwar der Schnee im Frühling / wann erWasserfurchen kan ausleiten/die allzunessen Ort aus- i häuffig fällt und zusammen gewehet wird / ein grosserfüllen und erhöhen/die Wasserfurchen fleiss-g ausrau-! Feind der angebaueten Felder/wann es aber uv Win«men/ oder einen tiessen Graben um das Feld herum ma-! cer vorher recht auSgesroren/ gibt er dem Saamen eine

chen/ mit der ausgegrabenen Erden das Feld erhöhen/oder wol gar (wie l'an-rs räthst) am niedrigsten Ortdes Ackers einen Teich zurichten/darein sich die übrigeNässen ziehen kan: und also mag man / dm ch fleissgeObsicht / diesem Unrath vorbauen. Wann aber derGrund inwendig Feuchtigkeit/ Maraß oder Bronn-Adern hat/muß man diefts folgende Mittel gebrauche/

treffliche Beförderung / hält dielpintu, terr-e zusammen/daß sie nicht ausdünsten / erwärmet den Saher/erfrischer die Wurtzen/ und wann sie im Auswerts derErdenGchoS eröffnet/sauget dieKornwurtzen von demSchnee/ wie ein Kind von seiner Mutter/wird sittsamgetränrkt und nicht überschwemmet/dardurch dieWur-tzcn entblösset / und alles Fette weggcfiösset wird / mit

dardurch man sie zu trächtigen und guten Acckern ma- grossem Schaden des Feldes; von den, sachte zergehen

chen kan. Wann der Ort nur etwas abhangicht lieget/ den Schnee fermentirl sich die Erden / und wird ge-es sey viel oder wenig / da muß man mitten im Acker ^ schicklich/dem Saamen Krasst und Gedcyeu niitzuther-

nach der Lange/eineGrube/vier oder mehr Schuh tiess/ ten. Daher auch die Gärtner vermeynen/ wann die

und funss Schuh breit/mehr oder weniger/nachdem Bäume im December und Januario mitEyß und

des Wassers viel oder wenig ist/machen/und allzeit an Schnee gleichsam csnckrt sind/daß sie wol Frucht tra-

dem niedrigstenOtt anfangen/und gegen der Hohe-zu gen/vielleicht darum/weil die Aeste von diesemEpß um,

arbeiten/ sonderlich an dem Ort/ wo die Feuchtigkeitenam meisten zu spüren; indiesem Graben müßen/ nachder Breite des AckerS/noch etliche andereGräben/aberweder so tiess/noch so breit gemacht seyn/ die alle in denmittern grossen Graben sich ausleeren/und von beedenSeiten des Ackers hinein gehen; diese Gräben müssenalle biß aufdie Helffte mit kleinen Steinen ausgefüllt/und das öbrige mit der ausgehöhlten Erden wieder ge-ebnet/und dem andernFeld gleich gemacht werden/alsodaß man das Feld desto leichter bauen/ und nie merckenkan/daß einige Gräben darunter verborgen liegen/unddennoch kan dasWajser untenher durch dieSreine un

fangen/hernach desto später ausschlagen/ und die BÄke desto weniger von den Reisten ( wie offt geschiehet)kan beleidigt/verbrennt und verderbt werden / als 7a-nura bezeuget/ und darzu setzt: ?cr UN ivicle I» nevc -ctclli, tcri-g ;ms cts un iUcle ^ ma6ri-

xnz.Dasist: Ein Monat-lang ist der Schnee als eineMutter der FUder; wann es aber länger wahret/ ist ereine Stiessmutter/ die mehr schadhassr als nützlich ist.

Wo man überflüssige / mehr als man vonnöthen/und theils dürreWiesen hat/ists eine guteWWschasst/wann man eine oder die andere zu Baufeldern macht/nicht allein/ weit alle VervsÄ.i und Neureuten (wie

Nutzen