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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des Avelichen Land -und Feld-Lebenö

Werckschuch gleichmässig scheinet/ denn da wird manan theils Orten unterschiedliche Lager der Erden / alswie die Fächer und Falten an einer Zwiebel sehen / sowol an der Art als ander Färb unterschiedlich/ baldLaim/bald Sand/bald Stein/ bald Kreiden / baldschwartz/roch/weiß/geel und graulicht/ weil das un-tere Theil der Erden/ wegen Verrohen und bittern Ei-genschafft/ fast unfruchtbar ist; deßwegen auch / nach,dem der erste Grund oder Luperkci-s 5crrze.tieff oderschmal ist/ hat man sich darnach zu richten/ tieffer oderfeuchter zu ackern. -Ein Grund/der innen-her sandicht«st/ muß desto öfftergedunget werden/ weil der trocke-ne und düm Sand alle Feuchtigkeit und Fette an sichziehet; welches man m lettichten und ftarcken Aeckernnicht zu besorgen/die vielmehr dieMsten Gründe beyihrem Gedeyen desto besser erhallen. Undistin densandickren Feldern selbst dieses zu beobachten / daßein groblichter Sand/wann er recht gedunget wird/zu Rocken und Habern besser ist/ als wann der Sandgarwm und mehlicht ist / denn so ist wenig zu ge-warttn.

Was die Telegenheit der Felder betrifft / sind die.ein wenig und sittsame abhängichte/ wo das Wasserleicht abzuleiten/ die bequemsten ; aufdengantz flachebenen/kandasSchneeMid Regen-Wasser nicht be-quemlich ausgeführet werden; wo es aber hoch ist/wirddie Dung/samt der gutenErden/durchUngewitter hin-weg geflösset.Die Thäler sind so wol wegen des Schat-tens/ als der Güssen/ beschwerlich. In Summa/ ein

sittig-abhangendes Erdreich ist besser als ein flaches;das flache besser als das bergichte; das schwere tragtmehr als das leichte; das harte mehr als das weiche;das siarcke mehr als das schwache; das feuchte mehrals dastrockene; das sandichte mehr als das steinichte;das lettichremehr als das sandichte; sonderlich wo Ge-legenheit ist itmqesimdem Quellwasftr/zu wgrmenZei-ten/ den Grundstück beyzuspringen.

Eö sind auch die Wecker von unterschiedlichen For-men/lang/ kurtz/ schmal^ und breit/und obwol Loiu-mciia will/ein Acker soll über 120. Schuch (darumweil das Vieh durch längere Furchen abgemattet wer-de) nicht lang seyn/ glaubeich doch/ daß es Mann undThier leichter ankommt/in einergeraden Linien fortzu-ackern/ als so offl beschwerlich umkehren niüssen / wel-ches theils die Arbeit verzögert und erlängert: Darumsieht man in Ungarn an etlichen Orten Aecker/ die zufünff/ sechs und mehr hundert Schritten lang sind/unddennoch mit leichter Mühe und guten Nutzen ange-bauet werden ; wie auch in den Iülichischen Landen zusehen. Für allen sollen selbige nicht grösser seyn / alsder Hausvatter sie recht und tMzu bauen und zu verpflegen/mit Zug und Leuten/vermag/ also so-ll däsFeldallzeit schwächer seyn/ als der Ackersmann/obwoln dieweiten Gründe darum besser als die engen/ weil mandas Bestezu Ackerbau und Wiesen aussondern / undden Überrest zu Waldern/ Teichen und Weingebür-gen/nach Beschaffenheit des Ortes/füglich gebrauchenund gemessen kan.

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Wie die Felder zu verbessern.

Ann unsereLänder so fruchtbar wären/alsNeu der Fruchtbarkeit verhinderlich find: Das Erste ist/des

^ Eigxnschasstan sich selbsten / wann eszu viel

Sand oder zu viel Laimen hat/wann es zu kalt oder zuheiß/ diesem kan durch Vermischung undDungung zurBesserung fottgeholffen werden.

Das Andere sind Bäume und Sträucher/die miti hrem Schatten und Wurtzeln verhindern/so wol desHimmels Einfluß/ als des Bodens Wirckung / wel-ches meistentheils in sich saugen / und.denen übrigenFrüchten/ räuberischer Weise entziehen; fo!ches thutder Schatten auch von dem Nußbaum/ Ulmen-undEychbqum/ davon die Felder billich zu entfernen ; fon-sten aberist dasHindernuß-bnngendeHoltz abzuhauen/Gesträuchs und Wurtzen auszureuten / aber wann es? wederBau-noch Brennholtz ist/bey stillem Wetter/zu.verbrennen/sonderlich/ wann man einen ehisten Regenverhosst/.also wird.der Erden oberster -Theil durch dasFeuer erwärmet/,und der Aschen durch dyn Regen/ zumercklicher Beförderung der.Trachtigkeit/eingeflösset;weil darinnen die meiste Fettigkeit stecket: Allein be-darssdiefes ein überaus embsiges Nachsehen und Ob-hut/ damit kein Schade daraus (wie osst geschehe»)entstehen möge; es beschiehet auch dieses allein an denenOrten/wo man ohne das überflüssig Holtz hat/und tanman vielmals gar die fruchtbaren Baume/Ksonder-heit derNußbsume nicht verschonen/ weil ihrSchattenund Nachbarschafft den Feldfrüchten/,zunvlen Osten-undSündenwerts/verderblich ist; was gegen Westen/und jurnemlich gegenNorden stehet/kan.man noch ehergedulden/ .wann man nur untenherZielWurtzen/und

Hisvaniola/so wurde es zurVerbesserung keineMuhebedörffen: Daselbst/ wie ?. ttonoriu«?Kiloponus m seiner Schifffahrt in die Neue Welt be-schreibet/habe der Waitz/als er dahin gebracht und an-gesäet worden/Arm-dicke Halmmnd die Achren zwo-spannig/mehr als.2000. Körner getragen; die nunmehr dort gepflantzte Weinberge geben Trauben dreySchuch lang/ und die Beer sind so groß als ein Wel-sche Nuß; Rettich/Rüben/ Pastinac/ Petersil/ unddergleichen Kuchen-Gewächse/ seyen eines grossen Fus-ses dick;Spenatund Salat zeitigen den sechzehendenTag nachHrer Saat ; und die süssesten Melonen findeman dasgantzeJahr durch/ so großalsein.EymerigesWeinfaß/die allzeit innechalb eines Monats vollkom-men werden;Zwiebelund Artischocken werden andert-halb Schuch groß/und dergleichen ; so bey den Uner-fahrnen mehr für eine Fabel/ als Warheit mag gehal-ten werden.

Und OiZN l-uizde donzors schreibt Mseinemko.i/K-movonSicilien:

Vsn desien Krocht vnd allzeit reichen Achren(als Aems«n) sich die <Lar»päer nähren.

In msern Landern muß man den Feldern jährlichzuHülss kommen/undihre Fruchtbarkeit/mit Hinrau-muna dcffen/iwasibnenWädlich ist/ befördern.

Es sind aber vieterley Dinge/die den Feldern an