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Eigner Herd : guter Rath für junge Hausfrauen und solche, die es werden wollen ; Leben und Haushalt im Volke
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man eine Stunde vor dem Anrichten einen Hesenkloß-teig (siehe Nr. 29), forme ihn zu einem großen Kloßund lege ihn auf das Obst, wo er, fest zugedeckt, eineStunde langsam aber fortwährend kochen und mansorgen muß, daß die Brühe nicht über den Kloß koche,weil er sonst nicht locker würde.

31. Compot Von Backobst. Man wasche es zweiMal in heißem Wasser, setze es, mit Wasser reichlichbedeckt, aufs Feuer und koche es langsam weich. Solltees dann noch zu viele Brühe haben, so muß man esmit dem Schaumlöffel herausnehmen und die Brüheuoch etwas einkochen lassen, und wenn das Obst nichtsehr gut ist, ein wenig Zucker beifügen.

32. Rheinischer Kirchweih-Compot, Man schälegute Birnen, die nicht zu groß sein dürfen, weil sieganz bleiben, auch den Stiel behalten; nur die Blumewird ausgestochen und man legt nun die Birnen, mitetwas Zimmet dazwischen, in einen Steintopf, die Schalenoben darüber, und deckt ihn zu, worauf man ihn überNacht in den Backofen stellt, nachdem die Kirchweih-Wecken herausgenommen worden. Nach Belieben kannman auch etwas Zucker beifügen, doch ist es bei gutenBirnen nicht nöthig und auch eigentlich bei dieserNationalspeise, welche am Niederrhein nebst Sauer-braten an keiner Kirchweih-Mahlzeit fehlen darf, nichtrichtig.

33. Heidelbeer-Compot. Man koche sie, wenn siegewaschen und auf einem Seiher abgelaufen find, mitetwas Farinzncker, jedoch nur so lange, bis sie weichsind und sich Saft gebildet hat; wäre dessen aber dochzu viel, so nimmt man die Beeren mit dem Schaum-löffel heraus und kocht den Saft noch etwas ein. ^Eben so von getrockneten Heidelbeeren.