54? Von den Matern
nach/dem Rind Rräfften zu mach»en/anfang-lich das Mäulgen mit Brandewein geneye/welches es sehr wohl gelitten / damit sie dann eineZeitlang angehalten/biß sie nach und nach demKind/immer wenig und wenig Dopffenweißeingeflöset/unddarbey geschienen besserzu werden/ hatten dan-nenhero sofort gefahren / und je langer je mehr ge-geben / biß ste auffelncn Toffel voll gekom-men/ja als das Mädgen übers Jahr kommen/ hät-ten sie ihm alle Tag vor zwey Pfenning zutrincfcngeben/undes solcher gestalten / benebmdem gemeinen Wasser wohl fortgebracht/ biß es beyzwey Jahr kommeu/da es keinen Brandewein mehrtrincken wollen/ auch noch/ da sie nun bey Jahrenkommen/und frisch undgesund seye/kcinen mehr rä-chen könne.
Ich zweiffele ob ein klcäicu; so viel cour^e ha«den werde/ein Kind/es seye gleich gesund oder kranckan Brandenweinsolcher gestalten zugewehnen/daßer nicht in Sorgen stehen solre/aust solche Weiß dasKind umbs Leben zu bringen : Aber was thut dieNatur/und Gewohnheit nit ? So daß / wann mandiesen nachgehet/man nicht leicht fehlen/ja selbige zuvielen Dingen gewehnen kan/welche anderen so de-ren nicht gewohnt/ allerdings schädlich und gefahr-lich fallen solten.
Aber wieder zu meinem vorgesetzten Zweck / dieBlatern betreffend zu gelangen/ ist noch eines zu er»inneren/nemlich
das Aderlässen betreffend/
welches von vielen vornehmen?raÄiciz so hoch rocommcnäircr wird/nicht nur die Blatern zu-verhücen<ondern/wann sie nun ansetzen wolle»/
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