»i6 Glückliche Z7!iederkunffc
darin herumb fähren / absonderlich bey dem er-sten Rind/!v bekommt sie nicht nur starckere We-hen/sondern sie darffauch nicht so lang/ und hatt ar-beiten / weilen das Kind/ bey solchem auffrecht ge-hen/sich durch seine Last/ dieAußbahnung des inne-ren Mutter-Munds/desto besser befördern kan: Esmuß aber keine kalte Lufft an sie kommen.
Und obschon einer solchenFrauen / ein Erbreche»ankommen wolte/ware esvielmehr gut/ weilen dar-durchdie Wehen befördert werden.
Rommtes dann soweit/daß sich dielvaf-ser oder angeleget / muß man
fle nicht mitFleiß)erreiAn / sondern sie selb«jten durchbrechen lassen/sonsten könte kolnmcn/ daß/wann das Kind noch nicht in der Geburt siebet / esalsdann wann die Wasser zu frühe fortgeloffen/unddie Wege trocken worden/ desto langsamer und här-ter zur Welt komme.
Man muß dannenhero so bald die Wasser bre-chen / die Frau auff den Hebammen-Stuhl setzen /oder auffs Bett liegen lassen / und ihr wohl zusprs,-chen/ daß sie die kommende Wehen nun mit Gewaltfort arbeite/biß das Kind durchgetrungen.
5Varen aber die VVasier nun gebrochen /und die Hebamme jpürete / daß das Rindsich nicht recht in die Geburt anleget/ mußsie die Frau nicht weiter zur Arbeit anstrengen/damitdas Kind nicht allzufast in die Schlosse getriebenwerde / und alsdann weder hinder oder vov sich zubewegen seye/sondern sie muß so gleich das Lager desKindes erforschen / und wann das Kind nicht rechtkame/jolchem vorher zurecht helffen/ehe sie weiter zurArbeit antreibet.
Oben ist gedacht worden/daß die Gebahrerin ihr
Kind