50diese Heilung an einem Sabbathe geschah, so suchten diehinüber, Marc. 8, 13; also wieder auf die Ostseite des Sec'sJuden, namentlich die Pharisäer, darin einen Grund, ihn zuund kam nach Bethsaida, wo er einen Blinden heilteverfolgen und ihm nach dem Leben zu trachten, Joh. 5, 16Marc. 8, 22—26. Hiernach kann demnach das genannteBethsaida nicht das Bethsaida in Galiläa, an der WestseiteUeberhaupt sehen wir, wie gerade von jetzt an das Syne-drium oder der hohe Rath darauf bedacht ist, den zu ver-des See's, nördlich von Magdala, gemeint sein, wie Einigderben, der alle pharisäischen Satzungen, aller scheinheiligenwollen, sondern es ist das Bethsaida Julias, wo JesusWerkthätigkeit ein Ende zu machen drohete. Jesus eilte deß-1 Jahr vorher die 5000 Mann speisete. Dafür spricht auchhalb auch bald wieder von hier weg, ging nach Galiläa undFolgendes: Und Jesus ging aus (doch wohl aus Beth-ließ sich in Kapernaum nieder. Ein Besuch in seiner Vater-saida, denn es folgt unmittelbar darnach) und seine Jüngerstadt Nazareth und die unfreundliche Aufnahme daselbstin die Märkte der Stadt Cäsarea Philippi, Marc. 8.nöthigen ihn (Kein Prophet ist angenehm in seinem Vater-27, oder wie es Matth. 16, 13 heißt: Da kam Jesus inlande Luc. 4, 24.) von dort zurückzukehren, worauf er sichdie Gegend der Stadt Cäsarea Philippi, welche Stadtwieder nach Kapernaum begibt und von hier aus eine Reisenämlich auf der Ostseite des Jordan liegt. 6—8 Tage her-in die Umgegend unternimmt. In diese Zeit fällt die Aus-nach fand, wie erzählt wird, auf dem Thabor die Verklärungsendung der Apostel, Luc. 9, 1—10; die Enthauptung Jo.Christi Statt, Matth. 17, 1—13. Marc. 9, 2—13. Luc. 9.hannes des Täufers, Marc. 6, 21—29; die Speisung der28—36. (siehe Thabor*). Im Oktober dieses Jahres wen-5000 Mann auf der Ostseite des See's Genezareth bei Beth-det sich Jesus nach Jerusalem zum Laubhüttenfeste, kommtsaida Julias, zu der Zeit, wo nahe war Ostern, der Judenaber in der Stille und erst in der Mitte des Festes in die Stadt,Fest, Joh. 6, 4; der Jünger Rückfahrt ohne Jesum, GefahrJoh. 7, 2—14. Während seines Aufenthalts hieselbst lehrteer frei und öffentlich im Tempel, und obschon der hohe Rathauf dem Meere, Petrus bei Jesu auf dem Wasser, Ankunftan der Westseite des Meeres, daselbst Jesu Rede vom Brodebeschlossen hatte, ihn greifen zu lassen und zu tödten, so legtedes Lebens und viele Wunderthaten, Joh. 6.doch Niemand Hand an ihn; denn „seine Stunde warnoch nicht gekommen.“ Hieher gehört Christi ZeugnißIII. Vom 3. bis zum 4. Passah, von der Mitte des 33.von seiner Abkunft (Gottessohnschaft), Joh. 8, 12—59, dieJahres Jesu bis zur Mitte seines 34. Jahres.Heilung des Blindgeborenen, Joh. 9, 1—41 und das schöneAuf dieses 3. Passahfest ging Jesus nicht, Joh. 7, 1Gleichniß vom guten Hirten, Joh. 10, 1—21.vergl. Joh. 6, 4. Dies mochte in Jerusalem aufgefallen seinEs scheint, daß Jesus zwischen dem Laubhüttenfeste undjedenfalls lag es nicht in dem Plane seiner dortigen Feindedem im Dezember darauf folgenden Kirchweihfeste oder demWas diesen nun in Jerusalem nicht gelungen war, nämlichFeste der Tempelweihe sich bloß in Judäa aufgehalten habe.ihn vor dem Volke zu verdächtigen und dann zu stürzenDie Aeußerungen Jesu über seine Person, die er amindem sie ihn als einen Sabbath = Uebertreter und GottesKirchweihfeste im Tempel zu Jerusalem auf Befragen derlästerer anklagen wollten, das suchten sie auswärts zu er-Juden öffentlich ausspricht: „Ich habe es euch gesagt, daßreichen. Pharisäer und Schriftgelehrte von Jerusalem kamenich Christus bin, und ihr glaubet nicht;“ ferner: „Ich undzu ihm und machten ihm Vorwürfe, daß seine Jünger mider Vater sind eins, Joh. 10, 22—40, erbitterten die Judenungewaschenen Händen äßen. Jesus fertigt sie kurz aldergestalt, daß sie Steine aufhoben, ihn zu steinigen. Eräußert sich über sie gegen seine Jünger, Matth. 15, 1—20,aber entwich über den Jordan und ließ sich in Bethabara,Marc. 7, 1. 2 und entweicht, um ihren mörderischen Nach-wo Johannes getauft hatte, nieder, Joh. 10, 40—42. Vonstellungen zu entgehen, in die Gegend von Tyrus und Sidonhier ging er nach Bethanien, wo er den Lazarus auferwecktewoselbst die merkwürdige Unterredung mit dem cananäischenJoh. 11, 1—44.Weibe stattfindet, welche die Mutterliebe auf eine harte ProbeWegen dieser That glaubten Viele aus dem Volke anstellt, aber auch zugleich ein höchst seltenes, nachahmungs-Jesum; der Haß der Pharisäer gegen ihn steigerte sich indeßwürdiges Beispiel gibt von unerschütterlichem Vertrauen aufimmer mehr und er sah sich genöthigt, um den Nachstellun-die Hülfe des Herrn, von kindlichem Glauben an seinegen seiner Feinde zu entgehen, sich nach Ephrem oderGottes=Kraft und von der Demuth, die sich aller eigenenEphraim, einer Stadt nördl. von Jerusalem, in einer ein-Würdigkeit entäußert, Matth. 15, 21—28. Marc. 7, 24—30samen Gegend des Gebirges Ephraim liegend, zurückzuziehen,Aus der Gegend Tyrus und Sidon (Syrophönizien)1.Joh. 11, 45—54reisete Jesus in das Gebiet der zehn Städte (Dekapolis)Immer näher rückte nun das Joh. 11, 55 genannteöstlich vom Jordan, wo er einen Taubstummen heilt, undletzte (vierte) Osterfest heran, und Jesus schloß sich einemviertausend Mann speiset, worauf er über den See Gene-größern Festzuge an, der auf dieses Fest nach Jerusalemzareth fährt und an der Westseite desselben bei Magdala.landet, Matth. 15, 29—39, Marc. 7, 31—Cap. 8, 10. Von.hier fuhr Jesus, nachdem er die Pharisäer und Sadducäer,*) Andere lassen die Verklärung Christi nach anderer Berechnungsweisedie ein Zeichen von ihm begehrten, abgewiesen hatte, wieder
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Die biblische Geschichte in Verbindung mit der biblischen Geographie und Chronologie : ein Lehr- und Lesebuch für Bibelfreunde ; zugleich ein Leitfaden für Lehrer beim Unterrichte in der biblischen Geschichte
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