Wunder zu Cana, Joh. 2, 1—11, dann seine Reise nachIn Nazareth wohnte nun Jesus im elterlichen HauseCapernaum und sein Aufenthalt daselbst, geht dem erstenund es wird uns nicht eher wieder Etwas von ihm erzähltPassahfeste, welches er nach seiner Taufe feiert, vorher, umals bis er als zwölfjähriger Knabe mit seinen Eltern nachwelche Zeit Jesus ungefähr die Mitteseines 31. JahresJerusalem auf das Osterfest ging. Das aber steht von ihmzurückgelegt haben mag.aus seiner Kindheit geschrieben: „Und das Kind (Jesus)Wir wollen nun im Folgenden, nach Anleitung der 4wuchs, und ward stark im Geist, voller WeisheitEvangelisten, versuchen, Jesu Wirksamkeit während der nochund Gottes Gnade war bei ihm, Luc. 2, 40.folgenden 3 Jahre seines Lebens, nämlich zwischen dem 1Von dieser Weisheit, die nicht menschliche, sondernund 4. Passahfeste, in 3 Abschnitte zu bringen.göttliche Weisheit war, gibt Jesus Zeugniß im Tempel,Was die chronologische Aufeinanderfolge der einzelnenwo seine ihn suchenden Eltern ihn mitten unter den LehrernBegebenheiten in dem Leben unsers Herrn betrifft, so wirdsitzend fanden, daß er ihnen zuhörte und sie fragte. Wißtsie nicht Allen genügen, weil es überhaupt schwierig, wenn nichtihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meinesgar unmöglich ist, eine vollkommene Harmonie der von denVaters ist? Das waren seine Worte, mit denen er dieEvangelisten erzählten Begebenheiten nachzuweisen. Weichenwie ein Vorwurf klingende Frage seiner Mutter: „Mein Sohn,dieselben doch selbst in Zeitfolge und Anordnung dessen, waswarum hast du uns das gethan?“ beantwortete. Mit diesersie in ihren Schriften uns hinterlassen haben, manchmal vonWeisheit, in der er stets zunahm, Luc. 2, 52, verband ereinander ab, ohne daß sie indeß an Glaubwürdigkeit, da siekindlichen Gehorsam; denn es heißt: „Er ging mit seinerin der Hauptsache sich gleich bleiben, im Geringsten verlieren.Eltern nach Nazareth und ward ihnen unterthan.“ V. 51.Unser Versuch mag daher in dieser Beziehung noch ManchesIm 15. Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius tratzu wünschen übrig lassen.nach Luc. 3, 1 Johannes der Täufer auf, ein zweiter EliasI. Vom 1. bis 2. Passah, d. i. von der Mitte des 31. Jahresder letzte, und, nach Christi eigenen Worten, der größeste unterJesu bis zur Mitte seines 32. Jahres.allen bis dahin erschienenen Propheten.Von Galiläa, wohin sich Jesus nach seiner Taufe begebenJohannes ist, nach eigenem Geständniß, nicht würdighatte, Joh. 1, 43. Cap. 2, 1, reisete er nach Jerusalem zumdem, der mit dem heiligen Geiste taufen werde, die Schuhriemenersten Osterfeste, und reinigte dort den durch Käufer undaufzulösen. Auch weigert er sich Anfangs, an Jesu die TaufeVerkäufer entweihten Tempel, Joh. 2, 13—25. Nach derzu vollziehen; doch, damit alle Gerechtigkeit erfüllt werdeGefangennehmung Johannes des Täufers durch Herodestauft er Jesum im Jordan, bei welcher derselbe öffentlich alsAntipas kehrte Jesus nach einem ungefähr halbjährigender lang verheißene Gott = Gesandte beglaubigt wird durchAufenthalte in Judäa von hier durch Samaria nach Galilägeine Stimme aus der Höhe: „Dies ist mein lieber Sohn,zurück, Matth. 4, 12. Marc. 1, 14. Luc. 3, 19. 20. Auan dem ich Wohlgefallen habe!“ Matth. 3. Marc. 1.dieser Rückreise fiel das Gespräch zwischen Jesu und derLuc. 3. Joh. 1, 32. 33.Samariterin vor, Joh. 4, 1—44. (Siehe Sichem §. 10)Nach der Taufe begab sich Jesus in die Einsamkeit, woIn Galiläa machte Jesus mehrere kleinere Reisen, nach ver-er 40 Tage verharrte und vom Teufel versucht ward, Luc.schiedenen Orten, lehrte in den Schulen und verrichtete viele4, 1—13. Das Reich des Fürsten der Finsterniß war inWunder. In diese Zeit fällt auch die Bergpredigt, Matth.Gefahr. Ein zweiter Adam war erschienen, alle gefallenen5—7, so wie die Berufung der 12 Jünger zum Apostelamte,Adamskinder wieder zu ihrem himmlischen Vater zu führenMatth. 10, 2—4. Marc. 3, 13—19. Luc. 6, 12—16.Da machte sich Satan, der Fürst dieses Reichs, auf, dieDas zweite Passahfest (bei Joh. 5, 1 schlechthin dasdrohende Gefahr von sich abzuwenden, aber diesmal gelanFest genannt, siehe Anmerk. §. 25.) nahet heran, und Jesuses ihm nicht. Der erste Adam war der Versuchung unterlegengeht über Nain, wo er einen Todten auferwecket, Luc. 7,der zweite ging siegreich aus derselben hervor. Nach dieser11—17, durch Peräa nach JerusalemVersuchung, die in der Wüste von Jericho stattgefunden habensoll, legt Johannes der Täufer ein dreimaliges Zeugniß fürII. Vom 2. bis zum 3. Passah, von der Mitte des 32.Christum ab; und zwar das 1. in Gegenwart einer GesandtJahres Jesu bis zur Mitte seines 33. Jahresschaft der Juden, Joh. 1, 19—28., das 2. einen Tag späterBevor Jesus nach Jerusalem gekommen war, hatte erwobei er des Vorgangs bei der Taufe erwähnt, Joh. 1, 29unterwegs eine Gesandtschaft Johannes des Täufers, der—35, und das 3. im Beisein zweier seiner Jünger, die nurnoch immer von Herodes Antipas in der Stadt MachärusJesu Jünger werden, Joh. 1, 35— Ende, wo ferner erzählin Peräa gefangen gehalten wurde, über seine Person be-wird, wie sich die ersten 4 Jünger, nämlich Simon Petruslehrt, indem er sie hinwies auf das, was sie von ihm sahenAndreas, Philippus und Nathanael (Bartholomäus Luc. 6, 14.)und hörten, Luc. 7, 18—35. In Jerusalem selbst machte erzu Jesu gesellen.Aufsehen durch die Heilung eines Menschen, der schon 38Das, was wir bis jetzt aus dem Leben Jesu angeführthaben, so wie die erste Offenbarung seiner Herrlichkeit im Jahre lang krank darnieder gelegen hatte, Joh. 5, 2—9. Da
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Die biblische Geschichte in Verbindung mit der biblischen Geographie und Chronologie : ein Lehr- und Lesebuch für Bibelfreunde ; zugleich ein Leitfaden für Lehrer beim Unterrichte in der biblischen Geschichte
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