Erprobte Hausmittel. 147
„Blase giebt; es muß aber gleich auf den Brand ge-„than werden. Mau kanu auch eiu leinenes Tuch, vier„oder sechsmal doppelt machen, selbiges mit der Essenz„netzen und auf den verbrannten Ort schlagen, so kühlt„es gleich; wenn es aber wiederum brennt, so wird„selbiges Tuch nur umgewendet, nämlich das oberste„unten, und also immer fortgefahren, bis das Tuch„trocken; alsdann wiederum übergeschlagen wie vorhin,„aber wiederum angefeuchtet.
„Es ist auch vor alle Wunden zu gebrauchen und„wenn die Wunde frisch ist und es gleich aufgelegt„wird, so heilt selbige ganz geschwind."
Wir selbst haben bisher die Essenz nur äußerlichund meistens bei Verbrennungen angewendet, aber stetsmit dem besten, oft überraschenden Erfolge, und außerdem, in der alten Gebrauchsanweisung angegebenenVorzuge des schnellen Heilens, ohne je Blase oderNarbe entstehen zu lassen, ist noch hervor zu heben,daß sie den Schinerz augenblicklich lindert, welches jawohl für jedermann angenehm, aber besonders beiKindern so wertvoll ist.
Wir lassen die verbrannte Stelle ganz einfach, ent-weder mittelst eines Federchens, mit der Essenz bestrei-chen oder eine mit denselben getränkte und stets feuchterhaltene Kompresse, aus mehrfach zusammengelegter,weicher Leinwand, auflegen, das eine wie das anderemuß so lange wiederholt werden, bis der Schmerz auf-hört, der aber, wie oben bemerkt, schon gleich nach An-wendung des Mittels nachläßt.
Das Pröpper'scheAugenwasser: kiosar
gr. 30. Vulii. I'liocl. Ar. 15. ?I. Amo. gr. 2,5.
AI. 6. sä vitr. s. Zum äußerlichen Gebrauche.
Wenn die Augen stark entzündet sind, so wird vorSchlafengehen, ein mehrmals zusammengeschlagenes Stück-chen feiner, abgetragener Leinwand mit dem Augen-wasser befeuchtet, über die Augen gelegt und mit einerleichten Binde festgehalten; sodann werden die Augen
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