146 Erprobte Hausmittel.
weiche, sehr reine Leinwand; es wird darin,dem Aufstreichen nämlich, oft sehr gefehlt, weil vielemeinen, auch da müsse gelten „je mehr, je besser."
Sollte sich wildes Fleisch zeigen, welches aber beidiesem Pflaster selten aufkommt, so muß man gebrann-ten Alaun auflegen und dann erst das Pflaster.
Die Wuud er - Ess enz. Mai: nehme für 30Pfennig Aloe und eben so viel Myrrhen und für 10Pfennig venetianische Seife, stoße die beiden ersteil gröb-lich und schabe die Seise mit einem Messer fein; thuedann alles zusammen mit ^ Liter Hefenbranntwemoder in dessen Ermangelung, Kornbranntwein (keineuandern), in eine sehr reine, trockene Flasche, die mairnicht ganz voll machen darf, binde sie mit Schweins-blase fest zu, steche in diese mit einer Nadel kleine Löcherund stelle die Flasche an die Sonne oder falls sie zum.Destillieren nicht heiß genug wäre, in einem, mit weißemSand gefüllten neuen irdenen Teller, auf einen mäßigheißen Ofen und schüttele es des Tages mehrmals lang-sam um, bis alles aufgelöst ist, wonach man es vor-sichtig durch ein sehr reines Tuch in eine andere Flascheabgießt, sie fest zupfropft und die Essenz so bewahrt,welche ebenfalls je älter, je besser wird.
Gebrauch der Wunder-Essenz nach demOriginal-Rezepte. „Erstlich kann man dieselbe gebraucheu„zum Einnehmen, nämlich vor Magenschmerzen, dann,„vor Kolik, wie auch in Zeiten der Dysenterie, jedesmal„einen Eßlöffel voll; wenn der Schmerz aber auf das„erstemal nicht vergeht, so nimmt man über eine Weile„noch einen und es wird helfen.
„Nun zum auswendigen Gebrauch vor Brand vor-züglich und ausnehmend gut; wenn man sich mm ver-brannt hat, so muß man diese Essenz gleich auf den„verbrannten Teil thun; man kann denselben mit etlichen„zusammengebundenen Federn überschmieren; es muß„aber nie trocken werden, bis der Brand vorbei ist,„welches in einigen Stunden geschehen und auch keine