143 Erprobte Hausmittel.
den Tag über einigemal mittelst eines solchen Stück-chens Leinwand, mit dem Wasser gelinde betupft undletzteres ist bei einem geringen Augenübel allein schonhinreichend. Für kleine Kinder vermischt man das Au-genwasser mit etwas gewöhnlichem Wasser.
Es ist ganz vortrefflich und sowohl in hiesiger Ge-gend, als in Schwaben, dem frühern Aufenthalte mei-nes Vaters, unter dem Namen „Pröpper'scheS Au-genwasser", bekannt und berühmt, in den Apothekenvorrätig und von Aerzten häufig angeraten.
Gicht-Balsam, Zirkus I^svenclulse 100 gr.8s>inliis Lapon. 30 Zr. Lalsam vitüe ilolmgnn 10 Ar.
Man reibe davon alle vier bis fünf Stunden eine»etwas warm gemachten Eßlöffel voll davon, in dieschmerzhafte Stelle, entweder mit einem slanellenenLappen oder noch besser mit der flachen Hand.
Das Pechpslaster, sehr wirksamesMittel zum Ableiten. Man schneide aus Hand-schuhleder oder sonst feinein Leder ein Stück, 15—18Centimeter lang und 10 Centimeter breit, welches mitPech, wie man es bei jeden: Schuhmacher findet (dochsoll Burgundisches Pech am besten sein), bestrichen wird,indem man das Pech erwärmt, dann in kleine Stückchenschneidet, diese auf die rauhe Seite des Leders verteiltund mit dem Daumen, den man mit Unfchlitt bestrichenhat, so gleichförmig wie möglich und in der Dicke einesKartenblattes, verstreicht, doch läßt man sich das Pfla-ster, meistens schon gestrichen, aus einer Apotheke kom-men. Es werden nun rund um das Pflaster etwaZ.1/2 Centimeter lange Einschnitte gemacht, damit es sichgut anlege und dann wird es, der Länge nach herun-ter, vom Halswirbelknochen an, zwischen die Schulterngelegt. Wenn es Feuchtigkeit zieht (es zieht durchausnicht auf), oder Jucken erregt, welches gewöhnlich jedenzweiten oder dritten Tag erfolgt, so wird es abgenom-men und die feuchte und juckende Stelle mit einein Tucheabgetrocknet und etwas gerieben, das Pflaster ebenfalls