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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Erprobte Hausmittel. 145

Brust ist, gestrichen, auflegen, in dessen Mitte ein Lochfür die Warze gemacht worden; sind aber Löcher inder Brust, so streicht man das Pflaster auf ein Tuchund schneidet davon ab, um es auf alle Löcher zu legenund muß alle acht Stunden erueuert werden, das Pa-pier aber kann man zwei Tage liegen lassen. Es hatauch oft gegen den Krebs geholfen, so man inZeiten dieses Pflaster gebraucht."

Mit diesen, vorstehend erwähnten Wirkungen desWunderpflasters stimmen unsere eigenen, langjährigenErfahrungen ganz überein, mit Ausnahme einiger Fälle,wo wir nicht Gelegenheit hatten, es anzuwenden, soBräune und Pest. Dagegen hüben wir in Bezugauf die Heilkraft des Pflasters gegen den Krebs einpaar Fälle erlebt, die wirklich darzuthun scheinen, daßes dies entsetzliche, für unheilbar gehaltene Uebel heilenkann, wenn man es, wie ja auch das alte Rezept ver-langtin Zeiten gebraucht", bei dem ersten Verdacht.

Auch iu Fällen, wo geschickte Aerzte eine Ampu-tation für nötig erachtet hatten, bewährte sich dasWunderpflaster und ein Mann, dem das Bein abge-nommen werden sollte, aber durch das Pflaster geheiltwurde, dankte meinem Vater kniefällig dafür.

Im allgemeinen soll das Pflaster täglich zweimalaufgelegt werden, ist jedoch eine Wunde, namentlichSchnitt- oder Hiebwunde, sehr ties und noch kein Eiterda, so thnt man wohl, das zuerst aufgelegte Pflaster«iu paar Tage ruhig liegen zu lassen, um die Wundenicht zu reizen und dann ist zu bemerken, daß man beimAbnehmen des Pflasters, der Länge der Wunde nach,abziehe, um die Ränder (die Lippen) der Wunde nichtauseinander zu ziehen.

Bei allen Wunden, welche eitern, müssen miteiner Schere kleine Schnitte in das Pflaster gemachtwerden und in allen Fällen muß man das Pflaster im-mer so dünn und so gleichmäßig wie nur möglich, aus-streichen, meistens, wo es nicht anders angegeben, ami). Pröpper. Das Hauswesen. 10