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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Erprobte Hausmittel. 143

ganzen Sommer so stehen läßt. Die Rosenblätter müssenvon der gefüllten roten Gartenrose skusa ceniilolia) seinund sorgfältig abgezupft werden, daß nichts von Blättchen,oder Samen darunter komme.

Im Herbste oder wenn die weißen Rüben erwachsensind, wird das Pflaster gekocht: Man schält vier starkeweiße Rüben oder, wenn sie kleiner sind, auch mehr,,reibt sie auf einem Reibeisen zu Brei und preßt siedurch ein Tuch; bringt jetzt das Baumöl mit den Rosen-blättern in einem irdenen Topfe zu Feuer und gießt,wenn es kocht, den Rübensast daran, läßt es, unterbeständigem Umrühren, eine Viertelstunde lang kochen,und setzt es ab. Ist es etwas abgekühlt, so werden250 Gr. ganz fein gestoßener oder geriebener roter-Mennig hinein gethan, der Topf wieder auf das Feuergestellt und die Masse, bei fortwährendem Umrührengekocht, bis sie braun wird und, wenn man einenTropfen davon auf einen Zinnteller fallen läßt, diesersich vom Teller abschält oder mit den Fingern abge-nommen werden kann, ohne sie schmierig zu machen^Man nimmt es dann vom Feuer und wenn es aber-mals etwas abgekühlt ist, so rührt man noch drei Eß-löffel voll Baumöl, 45 Gr. klein gestoßenen Kampferund 15 Gr. peruvianifchen Balsam darunter und gießtes, vermittelst eines Löffels, gleich in kleine Schach-teln, denn sowie es erkaltet und nicht mehr recht flüssig,ist, geht das Ausleeren nicht mehr gut und es bleibtzu viel in dem Topfe hängen. Die Schachteln lasseman einige Tage ohne Deckel stehen, damit das Pflasterrecht abtrockne.

Der Topf, worin das Pflaster gekocht wird, mußinnen glasiert und, sür's erste Mal, neu sein; dannkann man ihn zu diesem Gebrauche aufbewahren undviele Jahre benutzen, da er durch das Oel sehr dauer-hast wird; auch muß er mehr breit als hoch und nichtzu klein sein, so daß er von der Masse nur halb vollwird, denn wenn der Mennig hinein kommt, so steigt