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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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Verschiedene Nahrungsmittel zn bewahren. III

eine halbe Stunde darin liegen; wasche es nun rechtgut im Wasser ab und spüle es hierauf noch mehrereMal in anderem frischen Wasser und es wird wiederganz brauchbar sein. Das übrig gebliebene Kali kannman an einem kühlen Orte bewahren.

'NerscbiedeneWcrHrungsmitkeLzubewnhren.

Wild. Man kommt im allgemeinen immer mehrdavon zurück, das Wild in Essig zu legen, weil es da-durch seinen eigentümlichen Geschmack verliert und, wennes gar zu lang darin bleibt, sogar sehr schädlich werdenkann, aber in saurer Milch läßt sich alles Haarwild,Hirsch, Reh, Hase, monatelang aufs beste bewahren,falls man die Milch so oft erneuert, als sie blutig wird,etwa nach 34 Tagen, und das Fleisch jedesmal mitfrischem Wasser leicht abwäscht, ehe man es wieder indie neue Milch legt, und selbst, wenn das Wild, sei esdurch Nachlässigkeit, sei es durch den Transport, schonwirklich gelitten hätte, so erholt es sich in der Milchwieder. Wild, welches zu Ragout benutzt werden soll,z. B. zu Hasenpfeffer, darf aber nicht in Milch, fondernmuß in eiue Essigbeize gelegt werden.

Im Winter hält sich sowohl Haarwild als Feder-wild sehr lange, wenn man es, nachdem es ausgenom-men worden, in Fell oder Federn aufhängt und gefrie-ren läßt; fo wie aber Tauwetter eintritt, muß man esgleich gebrauchen.

Schinken. Man mache fo viele baumwolleneSäckchen, als man Schinken hat, jedoch ein wenig größerals diese und stecke die Schinken hinein; schneide gutes,wohlriechendes, trockenes Heu fingerlang und presse die-ses mit der Hand in die Säckchen, rings um die Schin-ken, so daß sie von allen Seiten mit Heu umgeben sind,knüpfe die Säckchen mit einer starken Schnur gut zuund hänge sie an einein trockenen Orte auf. Auf diese.