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Das Hauswesen : guter Rat für junge Frauen und Mädchen von einer alten Hausfrau
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126 Das Inventar.

alte Haushälterin zu sageu pflegt, so gut den Namenhaben, daß man nicht verleiht, als daß man verleiht,muß dann aber freilich so eingerichtet sein, daß manselbst nichts zu leihen branche, welches ohnehin, Not-fälle stets ausgenommen, immer etwas Unangenehmes,Unselbständiges hat.

Vor allein aber untersage man es den Dienstbotenernstlich, das geringste ohne Wissen der Herrschaft aus-zuleihen (eine Stallmagd verlieh sogar einmal eine Brut-henne)! Hat man aber doch verliehen, fo bemerkeman es sich wenigstens genau, denn sehr häufig wirddas Zurückgeben vergessen und in welchem Zustande ver-liehene Bücher und Zeitschriften oft zurückkehren, dashaben wohl die meisten Verleiher schon bestens er-fahren!

Icrs Inventcrv.

Beim Beginne ihres Haushaltes fertige die jungeHausfrau sogleich ein genaues Verzeichnis sämtlicherSachen an, mache die Dienstboten, insofern sie damitzu thun haben, genau bekannt damit und dafür ver-antwortlich und sehe fleißig nach, denn fönst verschwin-den oft die Sachen, seien sie nun zerbrochen, gestohlen,verliehen oder verkommen, und natürlich weiß hernachkein Mensch, wo sie geblieben sind.

Außer dem allgemeinen Inventar, welches am bestenm ein Blich eingetragen wird, ist es gut, von den imtäglichen Gebrauche befindlichen Gegenständen, ein be-sonderes Verzeichnis zu machen und dasselbe in denSchrank, worin sie ausbewahrt werden, zu hängen. DiePerson, welcher sie anvertraut sind, muß dasür auf-kommen und wenn etwas fehlt, nachweisen, wo es ge-blieben ist, oder es ersetzen.